BMW trotz Gewinneinbruch im Plus, Novo Nordisk feiert Erfolge mit Abnehmpille und Hellofresh macht kleine Fortschritte – BÖRSE TO GO
An der Börse scheint das Glas halbvoll zu sein
Wirklich große Durchbrüche gab es am Mittwoch eher nicht zu sehen. Zwar gingen die Ölpreise etwas zurück und an den Märkten machten sich Hoffnungen auf einen Frieden im Nahen Osten bemerkbar. In Stein gemeißelt war aber noch nichts. Laut US-Präsident Donald Trump soll der Iran wohl zugestimmt haben, künftig auf Atomwaffen zu verzichten. Eine Bestätigung aus Teheran dazu gab es zum Zeitpunkt des Entstehens dieses Artikels allerdings noch nicht.
Dessen ungeachtet dominierte die Hoffnung auf ein baldiges Kriegsende, was die Börsen auf breiter Front in die Höhe bewegte. Beim Dow Jones gab es ein Plus von 1,2 Prozent zu bewundern. Zeitweise kratzte der Index bereits an der Marke von 50.000 Punkten, bevor es dezent leichter mit 49.911 Zählern aus dem Handel ging. Der Nasdaq-100 erhielt zusätzlichen Rückenwind durch enorm starke Quartalszahlen von AMD und kletterte um 2,1 Prozent auf 28.599 Punkte.
Auch hierzulande gab es in der Berichtssaison die eine oder andere positive Überraschung zu sehen. Doch mehr noch als in Übersee richteten die Blicke sich auf deutliche Rückgänge bei den Ölpreisen. Setzt dieser Trend sich fort, so könnte Europa vielleicht noch einmal an einer handfesten Energie- und Konjunkturkrise vorbeischlittern. Im Glauben daran zog es den DAX um ansehnliche 2,1 Prozent bis auf 24.919 Punkte in Richtung Norden.
In Japan endete gestern die Goldene Woche, sodass die Börse in Tokio noch geschlossen blieb. In Hongkong nahm man den neuen Schwung aber bereits mit und ließ den Hang Seng um 1,2 Prozent bis auf 26.214 Punkte klettern. In Fernost wäre ein Ende des Irankonflikts mit besonders großen Hoffnungen verbunden. Dort ist die Abhängigkeit von Öllieferungen durch die Straße von Hormus groß. Medienberichten zufolge wurde die Bevölkerung in Südkorea bereits zu Sparmaßnahmen aufgerufen.
BMW: Halb so schlimm?
Quartalszahlen legte am Mittwoch unter anderem BMW (DE0005190003) vor, und auf den ersten Blick waren die Ergebnisse nicht besonders berauschend. Der Nettogewinn ging erneut stark zurück und landete bei nur noch 1,67 Milliarden Euro. Die Bruttomarge im Autosegment rutschte auf magere fünf Prozent hinab. Dennoch legte der Aktienkurs um 5,4 Prozent auf 81,40 Euro zu. Eine mögliche Erklärung liefern die Analysten von JPMorgan. Dort heißt es, dass sich Rückstellungen von 300 Millionen Euro bemerkbar gemacht hätten. Ohne diesen Sondereffekt hätte der Autobauer wohl ein Ergebnis im Rahmen der Erwartungen erzielen können.
Novo Nordisk: Die Wegovy-Tablette ist heiß begehrt
Novo Nordisk (DK0062498333) konnte über steigende Absatzzahlen berichten und verzeichnete insbesondere bei der zu Jahresbeginn veröffentlichten Wegovy-Pille eine starke Nachfrage. Das Unternehmen konnte sich nach eigener Ansicht gut gegen die Konkurrenz behaupten und will dies auch weiterhin tun. Die Aussichten haben sich etwas aufgehellt. In Aussicht gestellt werden etwas geringere Rückgänge bei Umsatz und Gewinn als bisher. Das klingt noch nicht nach dem ganz großen Turnaround und ein Kurssprung aus dem frühen Handel milderte sich im weiteren Handelsverlauf auch schon wieder ab. Es reichte aber noch für Aufschläge von knapp drei Prozent und einen Schlusskurs in Höhe von 39,34 Euro.
Größere Bestellungen bei Hellofresh
Bei Hellofresh (DE000A161408) zeigte sich ein gemischtes Bild. Wie erwartet ging es mit Umsätzen und Gewinnen weiter abwärts und unter dem Strich verzeichnete der Kochboxen-Versendet abermals einen Nettoverlust. Allerdings gab es auch einen Lichtblick. Die Kundschaft zahlt im Schnitt wieder mehr für ihre Bestellungen, worauf sich in Zukunft durchaus aufbauen lässt. Die Aktie reagierte zunächst mit Zugewinnen von gut neun Prozent, gab jene bis Handelsschluss aber wieder vollständig aus der Hand.
Tagestermine
Ein paar frische Konjunkturdaten werden auch heute wieder erwartet, darunter Einzelhandelsumsätze aus der Eurozone. Ansonsten darf die Relevant der meisten Updates aber als eher gering eingeschätzt werden. Langweilig wird es aber nicht werden, denn es stehen Zahlen von Shell, Rheinmetall, McDonald’s und weiteren Schwergewichten an.
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07.05.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

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