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TKMS liefert Fregatten an die Bundeswehr, UniCredit mit neuen Sparplänen, bei der Commerzbank zittert das Personal und bei HelloFresh flüchten die Anleger

Die Verunsicherung an den Märkten bleibt hoch

NTG24 - TKMS liefert Fregatten an die Bundeswehr, UniCredit mit neuen Sparplänen, bei der Commerzbank zittert das Personal und bei HelloFresh flüchten die Anleger

 

Nach einer eher kurzen Verschnaufpause an den Märkten waren am Mittwoch schon wieder die Bären am Drücker, welche die Kurse teils in den tiefroten Bereich beförderten. Rasant steigende Energiepreise führen zu wachsenden Sorgen und sie dürften nicht ganz unbeteiligt daran gewesen sein, dass die Fed die Zinsen erneut unangetastet ließ. Die Hoffnung auf den Aufschwung wird damit kleiner.

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeWohl dem, der auf günstige Energiepreise und neue Impulse aus der Konjunktur nicht allzu sehr angewiesen ist. Das dürfte bei TKMS (DE000TKMS001) der Fall sein, wo die zahlungskräftige Kundschaft auch, oder gerade in Krisenzeiten fleißig Aufträge platziert. Bereits im Februar schloss die deutsche Bundesregierung einen Vorvertrag und zahlte 50 Millionen Euro. Nun wurde dieses Vorhaben um 240 Millionen Euro aufgestockt. Im Gegenzug sollen vier Fregatten geliefert werden, welche ab 2029 als U-Boot-Jäger genutzt werden können (aber hoffentlich nicht müssen).

 

 

 

Für TKMS ist es einer der ersten Großaufträge seit dem Börsengang im vergangenen Herbst. Es darf stark davon ausgegangen werden, dass es nicht der letzte bleiben wird. In einem schwachen Marktumfeld waren gestern aber nicht einmal gute Neuigkeiten ein Garant für steigende Kurse. Die TKMS-Aktie hielt die Verluste mit 0,2 Prozent zwar in einem überschaubaren Rahmen. Die bereits im Februar gestartete Erholung setzte sich aber dennoch fort und der Kurs ging auf 87,45 Euro zurück. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch bei 107 Euro wird größer.

 

UniCredit greift zum Rotstift in Deutschland

 

In unsicheren Zeiten ist Sparen bei Börsenkonzernen recht beliebt. So auch bei UniCredit (IT0005239360), wo einem Bericht des „Manager Magazin“ bis Ende 2027 bis zu 400 Stellen in Deutschland wegfallen sollen. Das Unternehmen bestätigte dies zwischenzeitlich und versprach, dass die Pläne sozialverträglich ablaufen sollen.

Konkret betroffen ist von den Sparplänen wohl eine separate Einheit von IT-Diensten innerhalb der UniCredit-Gruppe, die an unterschiedlichen Standorten vertreten ist. Mit dem Vorhaben sollen Kosten gesenkt und eine einheitlichere Präsenz sichergestellt werden. Das klingt aus Anlegersicht nicht nach dem schlechtesten Vorhaben. Profitieren konnte die UniCredit-Aktie allerdings nicht. Es ging am Mittwoch um 0,4 Prozent bis auf 63,90 Euro abwärts.

 

Droht der Commerzbank ein ähnliches Schicksal?

 

Parallel dazu treibt UniCredit bekanntlich die angestrebte Übernahme der Commerzbank (DE000CBK1001) voran. Dort sehen sich die Kritiker der Pläne nun bestätigt und warnen vor einem Kahlschlag, sollten die Italiener sich mit ihren Plänen durchsetzen können. Allerdings ist das letzte Wort noch lange nicht gesprochen und das vorgelegte Angebot wird kaum zur vollständigen Kontrolle führen, welche UniCredit nach eigenem Bekunden auch nicht anstrebt.

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Wahrscheinlich will das Unternehmen vor allem den rechtlichen Rahmen erfüllen, um die Schwelle von 30 Prozent sauber überschreiten zu dürfen. Von dort könnten Zukäufe dann peu à peu stattfinden. Um sich die Commerzbank vollständig einverleiben zu können, wir das Angebot aber noch einmal erhöht werden müssen. Das wissen auch die Anteilseigner, welche die Commerzbank-Aktie gestern um weitere 1,5 Prozent bis auf 32,88 Euro in die Höhe beförderten.

 

HelloFresh stürzt ab

 

Mit einem Affenzahn in die entgegengesetzte Richtung ging es am Mittwoch für die Aktie von HelloFresh (DE000A161408). Das Papier erreichte zeitweise bei 3,79 Euro ein neues Allzeit-Tief und konnte sich im späteren Handel nicht nennenswert davon erholen. 3,88 Euro standen zu Handelsschluss auf dem Ticker. Der Tagesverlust belief sich auf 14,9 Prozent. Das geht weit über das hinaus, was die allgemeinen Sorgen um Energiepreise und Co. derzeit verursachen.

Verantwortlich für den Ausverkauf war eine neuerliche Prognose von HelloFresh, welche für das laufende Jahr Umsatzrückgänge in Aussicht stellt. Um drei bis sechs Prozent soll es wohl abwärts gehen, wobei Währungseffekte nicht berücksichtigt werden. Der Abschwung vollzieht sich damit noch stärker, als die Analysten es bereits befürchtet hatten. Dass der Abwärtstrend an Tempo zunimmt, ist da nur die logische Konsequenz.

 

Auslese

 

Die Sorgen und Nöte der Anleger sind nicht zu übersehen und sie führen dazu, dass bei der Auswahl von Aktien noch genauer hingeschaut wird. Experimente und Spekulationen gibt es freilich immer noch. Dafür finden sich aber aufgrund der neuerlichen Krise in Nahost tendenziell weniger Investoren als noch bis Ende Februar. Schon das kleinste Anzeichen von Schwäche kann momentan ausreichen, um einen Aktienkurs regelrecht in die Tiefe zu prügeln. Daher bleibt weiterhin anzuraten, das weitere Geschehen besonders aufmerksam zu verfolgen.

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19.03.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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