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Schokoladenhersteller Hershey schraubt nach erfolgreichem Jahresauftakt die Prognose nach oben

Satte Margen vorprogrammiert

 

Der US-Schokoladenhersteller Hershey (US4278661081) ist überraschend positiv in das Geschäftsjahr 2021 gestartet. Demnach konnten die Amerikaner bereits Ende April für das erste Quartal ein Erlösplus von knapp 13 % auf nunmehr 2.30 Milliarden US-Dollar ausweisen, was für einen 127 Jahre bestehenden Traditionskonzern aus der Lebensmittelbranche schon sehr beachtlich ist. Gleichzeitig legte der Nettogewinn um über 47 % auf 395.8 Millionen US-Dollar zu, womit Hershey seine Nachsteuermarge auf satte 17.2 % nach oben schraubte. Gleichzeitig erwartet die Vorstandsvorsitzende für das Gesamtjahr nun ein Umsatzwachstum von 4 % bis 6 % statt wie bisher 2 % bis 4 %, was angesichts der positiven Q1-Zahlen sicherlich immer noch als eine vergleichsweise konservative Prognose eingeschätzt werden kann.

Aktuell ist Hershey immer noch sehr stark auf den nordamerikanischen Markt fokussiert, wobei hier der Erlösanteil auf der Konzernebene zuletzt bei knapp 89 % lag. Allerdings dürfte der Konzern mittelfristig immer stärker international expandieren, da sich die Marken wie „KitKat“ auch in anderen Ländern einer immer stärkeren Beliebtheit erfreuen. So hat das Management derzeit speziell die bevölkerungsreichen Staaten Indien und Mexiko im Visier, wobei mit der schnell expandierenden Mittelschicht auf dem indischen Subkontinent schon jetzt eine grosse und zudem schnell wachsende Zielgruppe existiert.

 

Hershey dürfte auch mit steigenden Kakaopreisen gut zurechtkommen

 

Aktuell ziehen die Preise für viele Agrarrohstoffe massiv an, wobei es derzeit auch Unsicherheiten hinsichtlich der weiteren Entwicklung des Kakao-Preises gibt. Allerdings dürften die Amerikaner solche Entwicklungen vergleichsweise gut abfedern, da sie bislang ihre beliebten Schokoriegel zu weit überdurchschnittlichen Preisen bei den Konsumenten absetzen können und der Kostenanteil für die Rohstoffe vergleichsweise gering ist. Zudem bestehen für den Konzern im aktuellen Umfeld steigender Lebensmittelpreise gute Chancen, ihre eigenen Produkte zu verteuern, ohne wesentliche Umsatzrückgänge befürchten zu müssen, da es besonders in den USA viele treue Verbraucher gibt, die ihre Konsumgewohnheiten nicht so schnell ändern.

 

 

Daher dürfte Hershey auf absehbare Zeit weiterhin hohe Nettoumsatzrenditen erzielen, wobei die Analysten eine Nachsteuerprofitabilität von jeweils rund 16.5 % für die Jahre 2021 bis 2023 sehen. Mit den hohen Erträgen aus dem operativen Geschäft verfügt Hershey über genügend finanzielle Mittel, das Wachstum in grossen Märkten wie Indien noch weiter zu forcieren und gleichzeitig seine Ausschüttungen für die Aktionäre mittelfristig deutlich zu erhöhen. Mit einem geschätzten 2022er-KGV von 24 und einer 2022er-Dividendenrendite von 2.1 % ist daher die Aktie insbesondere für konservative Investoren schmackhaft, die auf der Suche nach einem krisenresistenten Geschäftsmodell sind, das gleichzeitig auch noch Wachstumschancen bietet.

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18.05.2021 - Tim Rademacher - tr@zuercher-boersenbriefe.ch

 









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