Rasant steigende Auftragseingänge im KI-Bereich bescheren IBM ansehnliche Zahlen und steigende Aktienkurse
IBM stellt sich auf ein sehr erfolgreiches Jahr ein
Bis heute wird gerne und häufig darüber diskutiert, ob wir es beim Thema Künstliche Intelligenz denn nun mit einer Blase zu tun haben oder nicht. Bei IBM ist von einem solchen Szenario bislang wenig zu erkennen. Das Unternehmen berichtete gestern nach Börsenschluss über sehr ansehnliche Zahlen, die vor allem vom KI-Geschäft angekurbelt wurden.
Der Auftragsbestand in diesem Bereich kletterte im vierten Quartal bis auf 12,5 Milliarden US-Dollar, wie CEO Arvind Krishna mitteilen ließ. Damit im Rücken zeigt sich IBM (US4592001014) selbstbewusst und geht davon aus, ein Umsatzwachstum von fünf Prozent und einen Cashflow jenseits der Milliardenmarke im laufenden Jahr erreichen zu können.
Insgesamt konnte IBM im Schlussquartal des vergangenen Jahres seine Umsätze um sechs Prozent auf 67,5 Milliarden US-Dollar verbessern, während der bereinigte operative Gewinn sogar um 14 Prozent auf 12,2 Milliarden Dollar zulegte. Die hohe KI-Nachfrage beflügelt das Wachstum im Cloud-Segment. Dort gab es allerdings auch Gegenwind zu spüren, was sich demnächst wiederholen könnte.
Die Sparte Red Hat erzielt etwa 15 Prozent ihrer Umsätze mit Regierungsaufträgen. Solche blieben aus bzw. mussten nach hinten verschoben werden, als es im Herbst zu Shutdown in der US-Regierung kam. Ein solcher könnte schon morgen zumindest teilweise wieder drohen. Die Demokraten in den USA machen eine Zustimmung zu einem größeren Gesetzespaket zuletzt davon abhängig, dass ICE-Agenten ein Vermummungsverbot erhalten und verpflichtend Bodycams tragen müssen.
IBM auf der Erfolgswelle
Letztlich konnte allerdings nicht einmal der Regierungsstillstand das Wachstum bei IBM aufhalten, weshalb die Anteilseigner auf die aktuellen Entwicklungen eher entspannt blicken. Die IBM-Aktie stieg gestern nach Börsenschluss um knappe acht Prozent und überschritt damit die 300-Dollar-Marke sehr deutlich. Können die Zugewinne heute im regulären Handel realisiert werden, so wäre selbst ein Angriff auf das Allzeit-Hoch bei 324,90 Dollar nicht undenkbar.
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29.01.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

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