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TeamViewer findet einfach keinen Boden

Bittere Aussichten

NTG24 - TeamViewer findet einfach keinen Boden

 

Enttäuschende Quartalszahlen und ein ernüchternder Ausblick in die Zukunft schienen TeamViewer Anfang Oktober auf einen neuen Tiefpunkt zu bewegen. Mittlerweile ist jedoch klar, dass das Ganze nur der Anfang für eine längerfristige Talfahrt war, welche zuletzt immer mehr an Fahrt aufgenommen hat.

TeamViewer (DE000A2YN900) bemühte und bemüht sich zwar nach Kräften, bei den Anlegern wieder an Vertrauen zu gewinnen. Sowohl mit Plänenm für die Zukunft als auch Plänen mit freien Mitteln stößt das Unternehemn bisher aber auf taube Ohren. Wann immer sich das Management zu Wort meldet, scheint es negative Reaktionen zu geben. So auch zu Beginn dieser Woche, als die Kurse erneut auf ein neues Allzeit-Tief stürzten.

Die negative Entwicklung setzt sich am Dienstag fort. Zwar hielten die Verluste sich mit knapp 0,6 Prozent unter dem Strich eher in Grenzen. Auf 5-Tages-Sicht zählt das Softwareunternehmen aber klar zu den Verlierern an den Märkten mit Abschlägen von fast 15 Prozent. Noch dazu ist in der Charttechnik klar ersichtlich, dass die Abwärtsbewegung in vollem Gange ist, an eine Stabilisierung oder gar Erholung scheint derzeit überhaupt nicht zu denken zu sein.

Die meisten Beobachter haben TeamViewer, zumindest für den Moment, schon mehr oder weniger abgeschrieben. Nicht einmal Hoffnungen auf einen neuerlichen Corona-Bonus infolge von mehr Homeoffice oder gar eines neuen Lockdowns vermögen die Stimmung derzeit noch zu heben. Gibt es in den nächsten Tagen noch weitere schlechte Nachrichten, dürfte mit etwas Pech auch noch die 10-Euro-Linie nach unten durchkreuzt werden.

 

Es wird nicht einfacher

 

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Werbebanner ISIN-WatchlistSo manche Probleme bei TeamViewer sind hausgemacht. Zu sehr verließ das Unternehmen sich darauf, vom enormen Wachstum im Jahr 2020 langfristig zu profitieren. Zu hoch waren Investitionen für teils mehr als fragwürdige Entscheidungen. Wovor mancher Finanzexperte schon frühzeitig warnte, scheint sich nun zu bestätigen. Der Software-Hersteller mag sich in einem absoluten Wachstumsmarkt befinden, blickt dabei aber auf eine starke Konkurrenz und kann sich schlicht auf erreichten Erfolgen nicht länger ausruhen. Zwar ist es nicht unmöglich, das Ruder an der Börse herumzureißen. Es wird aber sehr schwierig werden und für den Moment ist die Seitenlinie eine absolut legitime Option.

 

24.11.2021 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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