Weg frei für OpenAI IPO, Roche mit neuen Forschungsergebnissen und unveränderte Dividende bei Hornbach - BÖRSE TO GO
Das OpenAI IPO kann kommen - Elon Musk unterliegt vor Gericht
Der Weg für das OpenAI IPO ist frei. Elon Musk unterliegt vor Gericht mit seiner Klage gegen das AI-Unternehmen, womit die Reputation von Sam Altman gewahrt bleibt und dem Börsengang nichts mehr im Wege steht. Roche kündigte neue Studienergebnisse für ein Brustkrebsmedikament an. Die Ergebnisse werden auf dem ASCO Krebskongress präsentiert werden. Hornbach belässt die Dividende unverändert. Die Prognose für das neue Geschäftsjahr sieht eine Stagnation vor.
Der Aktienhandel in Asien entwickelt sich am Dienstagmorgen fast durchgehend negativ. Allein der Hang Seng Index und einige kleinere chinesische Onshore-Indizes konnten sich im Verlauf der Sitzung im Plus halten. Der Nikkei steht jedoch kurz vor Handelsschluss mehr als -0,6 % tiefer und der KOSPI sogar mehr als -3 %. Der Terminmarkt ist hingegen vor Börseneröffnung in Europa freundlich gestimmt. Der DAX-Future (Juni) wird 0,31 % höher bei 24.377,50 Punkten gesehen.
Gut gelaunt ist die Börse Frankfurt in die neue Woche gestartet. Alle deutschen Benchmarks konnten sich am Montag verbessern, wobei der TecDAX mit einem Tagesplus von 1,81 % auf 3.864,46 Punkte die Liste der Gewinner mit weitem Abstand anführte. TeamViewer (DE000A2YN900) erlebte den größten Zuwachs und stieg um 3,47 % auf 5,66 Euro, aber entscheidend für den Index war, dass das Schwergewicht SAP (DE0007164600) deutlich um 1,20 % auf 149,64 Euro steigen konnte. Das beflügelte gleichzeitig auch den DAX, der um 1,49 % auf 24.307,92 Punkte stieg.
New York neigte hingegen leicht zur Schwäche. Der Dow Jones Industrial Average Index konnte sich noch leicht um 0,32 % auf 49.686,12 Punkte verbessern, während der S&P 500 Index versuchte, den Schlusskurs vom Freitag zu halten und bei 7.403,05 Punkten (-0,07 %) schloss. Etwas Schwäche zeigte erneut der Nasdaq 100 Index, der um -0,45 % auf 28.994,37 Punkte sank. Die extreme starke Spekulationswelle der letzten Wochen kommt damit immer deutlicher im Vorfeld der Nvidia (US67066G1040) Zahlen ins Stocken.
Weg für OpenAI IPO ist frei
Die Gerichtsverhandlung in Oakland, Kalifornien, hing wie ein Damoklesschwert über OpenAI. Die Klage von Elon Musk gegen OpenAI basierte im Wesentlichen auf dem Vorwurf, dass die Führung unter Sam Altman das Interesse der Öffentlichkeit betrogen haben soll, indem eine gemeinnützige Gesellschaft in eine profitorientierte umgewandelt wurde. Im Kern stand hier der Charakter von Altman auf der Anklagebank, der von vielen Seiten kritisiert wurde. Erinnerungen an den internen Putsch gegen Altman wurden im Rahmen der Berichterstattung erneut aufgefrischt. Die Wall Street stand also vor der Frage, ob die Reputation von Altman vor Gericht so stark beschädigt werden könnte, dass er das geplante IPO nicht mehr selbst durchführen können würde. Doch die Jury wies am Montag die Klage von Elon Musk nach zweistündiger Beratung einstimmig zurück und die US-Distrikt-Richterin Yvonne Gonzales Rogers betonte, dass es eine Reihe von Beweisen gibt, die die Entscheidung der Jury stützen.
Roche kündigte neue Krebsdaten an
In Kürze steht der große ASCO (American Society of Clinical Oncology) Krebskongress in den USA an. Roche (CH0012032113) kündigte heute diesbezüglich an, dass man das Forum nutzen wird, um die neuesten Ergebnisse seiner Krebsforschung zu präsentieren. Der Schweizer Pharmakonzern hat insbesondere mit Giredestrant einen wichtigen Trumpf in der Pipeline. Der Östrogenrezeptor-Degrader sorgt nach den Angaben von Roche dafür, dass gezielt Frauen mit hormonabhängigem (HER2-negativ) Brustkrebs geholfen werden kann. Der Wirkstoff soll den letzten Angaben von 2025 zufolge das Sterberisiko um bis zu -30 % senken und auch das Risiko eines Wiederauftretens des Brustkrebs deutlich senken. Entscheidend für den Kongress sind die Daten der lidERA-Studie, deren Ergebnisse bereits der amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA (Food and Drug Administration) vorgelegt worden sind.
Unveränderte Dividende bei Hornbach
Europas größte Baumarktkette konnte im Geschäftsjahr 2025/26 positiv abschneiden, aber wird die Dividende dennoch unverändert bei 2,40 Euro je Aktie belassen. Insgesamt steigerte Hornbach (DE0006083405) den Umsatz um 3,8 % auf 6,43 Mrd. Euro, wobei der gewichtige Heimatmarkt mit einem Plus von nur 2,3 % das Umsatzwachstum zurückhielt. Im restlichen Europa wuchs das Unternehmen um 5,5 %. Wichtig beim Einzelhandel ist zudem immer die flächenbereinigte Entwicklung. Denn wie man spätestens aus Schlecker gelernt hat, kann man ein hohes Umsatzwachstum auch damit erzeugen, dass man die Zahl der Filialen beständig erhöht, was die Aussage über das eigentliche Umsatzwachstum verwässert. Hornbach gibt hier ein Umsatzplus von 2,4 % im Jahresvergleich an, was das starke Flächenwachstum im vergangenen Jahr bestätigt. Das operative Ergebnis lag mit 256 Mio. Euro marginal über dem Vorjahresniveau von 253 Mio. Euro, war aber netto durch positive Sondereffekte verzerrt. Schaut man sich das „bereinigte“ EBIT an, dann schrumpfte die operative Profitabilität leicht um -1,8 %. Nach Steuern und Anteilen Dritter sank der Gewinn auch um -2,4 % auf 144 Mio. Euro bzw. von 8,80 Euro auf 8,66 Euro je Aktie. Für das neue Geschäftsjahr 2026/27 prognostiziert die Geschäftsführung eine Stagnation auf dem Vorjahresniveau.
Tagestermine
Die vorläufigen Daten aus Japan zur Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts im 1. Quartal bestätigen, dass die Volkswirtschaft weiter wachsen konnte trotz des allgemeinen globalen Inflationsdrucks. Auf Jahressicht wurde ein BIP-Wachstum von 2,1 % im Vergleich zu einem Konsens von 1,7 % und einem Vorwert von 0,8 % vorgelegt. Im Vergleich zum 4. Quartal 2024 wuchs Japans Wirtschaftsleistung um 0,5 %.
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19.05.2026 - Mikey Fritz

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