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Inficon: Weltmarktführer in Vakuum-Testungs- und Kontrolltechnologien mit glänzenden Geschäfts- und Gewinnperspektiven (Themendepot Zukunftstechnologien 30.08. - 03.09.)

Update zum Themendepot Zukunftstechnologien 05.09.2021

NTG24 - Inficon: Weltmarktführer in Vakuum-Testungs- und Kontrolltechnologien mit glänzenden Geschäfts- und Gewinnperspektiven (Themendepot Zukunftstechnologien 30.08. - 03.09.)

 

In der zurückliegenden Woche verzeichnete das Themendepot ZUKUNFTSTECHNOLOGIEN einen weiteren Anstieg um + 1,4 %, der vor allem auf starken Kurssteigerungen von gleich 8 Aktienpositionen um über 4 % beruhte, und schnitt damit um Längen besser ab als der MSCI WORLD (Euro)-Index, der lediglich um + 0,15 % anzog. Seit Auflegung des Depots am 04.05.2020 stellte sich damit per 05.05. auf Währungsbasis Euro eine Nettoperformance (excl. Dividendenzahlungen) von + 75,9 % ein, was zeitgleich eine gewaltige Outperformance gegenüber dem MSCI World (Euro)-Index um + 29,7 % darstellte.

Stärkster Kursgewinner im Themendepot ZUKUNFTSTECHNOLOGIEN, deren Aktie wir erst am 31.08. zur Börseneröffnung in Zürich in sofortiger Ersetzung des zuvor verkauften Titels des führenden Logistikpartners von MODERNA (US60770K1079) in ihrem Corana-Vakzin SPIKEVAX, nämlich der spanischen LABORATORIOS FARMACEUTICOS ROVI (ES0157261019) neu in das Depot aufgenommen hatten, war in der letzten Woche die Schweizer Aktie von INFICON HOLDING (CH0011029946), die bis zum Börsenschluss am Freitag gleich um + 9,6 % hochschnellte.

Nachdem wir am 30.08. zum Schluss der Madrider Börse den Verkauf von Rovi zu einem Kurs von 50,60 EUR vollzogen und dies auch sofort im Rahmen unserer laufenden Depotberichterstattung publiziert hatten (siehe hier), was auf deren Aktienkurssturz nach 2 ungeklärten Todesfällen in Japan im Zuge jeweiliger Zweitimpfungen mit dem Moderna-Impfstoff beruhte, erholte sich die Aktie von Laboratorios Farmaceuticos Rovi bis zum gestrigen Madrider Börsenschluss zwar wieder massiv auf 58,10 EUR und schwenkte damit auch wieder hauchdünn in den seit Ende Oktober 2020 währenden, steileren Hauptaufwärtstrend ein.

Und wir hatten auch angekündigt, uns wieder den sofortigen Aktienrückkauf von Rovi vorzubehalten, sollte der spanische Konzern in der nun gemeinschaftlich durch Moderna, deren japanischen Vertriebspartner Takeda Pharmaceutical, das japanische Gesundheitsministerium wie auch Rovi selbst angestellten Todesfalluntersuchung zweifelsfrei von jeglicher Mitschuld und Verantwortung für die nun eingetretenen Todesfälle in Japan entlastet werden.

Dieser Freispruch von Rovi aus der Verantwortung für die in Japan eingetretenen Todesfälle trat nach der Vorlage eines gemeinschaftlichen Untersuchungs-Zwischenberichts durch Moderna und Takeda am 01.09. jedoch nach unserer Interpretation bislang nur sehr bedingt bis gar nicht ein.

 

Verantwortung für fragliche Todesfälle in Japan nach Moderna-Impfungen weiter kaum geklärt

 

Denn in diesem Bericht wurde mit zusätzlichem offenem Eingeständnis von Rovi klar festgehalten, dass in der Tat in 3 für den Japan-Export bestimmten Impfstoff-Chargen von Rovi (darunter auch der Charge, aus der die Zweitimpfung der Todesfallopfer in Japan erfolgte), geringste Mikrospuren von High Grade 316-Edelstahl (in Erstaussagen als „ungeklärte schwarze Substanz“ bezeichnet) gefunden wurden, was in Nachforschung durch Rovi offen damit erklärt wurde, dass im Zuge der jüngsten Neueinrichtung von Produktions- und Abfüllanlagen (diese Kapazitätsverdopplung kündigte der Konzern ja Ende April 2021 an) es durch unsachgemäße Installation dieser Anlage zwischen den Edelstahl-Zahnrädern und den zugehörigen Stoppern von Förderbändern zu so bezeichneten „metallischen Friktionen“ gekommen sei, die den schon in unserem damaligen Bericht genannten Metallabrieb in Mikrospuren und die entsprechende Stoffbelastung der Corona-Vakzine ausgelöst hätten.

Allerdings führen Moderna und Takeda in diesem Bericht weiter aus, dass diese Mikrokontaminationen der Vakzine in der geringen Menge der festgestellten Edelstahl-Partikel nahezu gesichert als medizinisch unbedenklich einzustufen seien und lediglich eine verstärkte Hautreaktion in der Umgebung der Injektionsstelle auslösen könnten, und z.B. ja selbst auch implantierte Herzschrittmacher und -Katheter ganze derartige Edelstahl-Komponenten enthalten würden.

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Werbebanner DenkworkFerner bekräftigten Moderna und Takeda nochmals, dass weiterhin keinerlei direkte Verbindung zwischen den jeweiligen Moderna-Zweitimpfungen und den anschließenden Todesfällen in Japan hergestellt werden könne und diese daher vermutlich nur ein „zufälliges Zusammentreffen“ darstellten, dies jedoch auch weiterhin der Gegenstand „intensiver Untersuchungen mit dem Ziel einer lückenlosen Aufklärung sei“.

Trotz der auch charttechnisch in den letzten Tagen signifikanten Erholung der Aktie von Laboratorios Farmaceuticos Rovi warten wir angesichts ihrer zumindest nachgewiesenen Missstände in der jüngsten Installation der neuesten Produktions- und Abfüllanlagen für künftige Neuinvestitionen in die Aktie daher weiter so lange ab, bis zumindest ihre direkte Verantwortung für die in Japan zuletzt aufgetretenen 2 Todesfälle zweifelsfrei ausgeschlossen werden kann.

 

Chart: LABORATORIOS FARMACEUTICOS ROVI

 

 

Wie eingangs geschildert nahmen wir daher im Gegenzug gegen den Aktienverkauf von Laboratorios Farmaceuticos Rovi zur Börseneröffnung am 31.08. nun die Aktie der schweizerischen Inficon Holding neu ins Themendepot Zukunftstechnologien auf.

Bei Inficon, deren momentan mit einer Marktkapitalisierung von umgerechnet 2,7 Mrd. Euro ausgestattete Aktie wir auch bis zum 01.03.2020 schon einmal in unserem Strategiedepot Aktien Spekulativ allokiert hatten, bevor wir sie mit einem Gewinn in lokaler Währung CHF von + 23,2 % aus Bewertungsgründen wie auch einer seinerzeitigen deutlichen Asien-Geschäftsabschwächung (Umsatzanteil 2020: 44 %, außerdem Europa 29 % und Nordamerika 26 %) zum Verkauf gestellt hatten, handelt es sich grundsätzlich um einen umsatzseitig wie auch technologisch absolut weltführenden Konzern mit betonter Spezialisierung auf die Herstellung von Vakuuminstrumenten, Sensortechnologien und Prozesskontrollsoftware für die Automobilindustrie, Halbleiter- und Display-Produzenten, Forschungsinstitute des Verkehrs- und Gesundheitswesens sowie den Gasenergie-Sektor, weshalb sich der Konzern seit seiner Gründung im Jahr 2000 aus einer Verschmelzung dreier Unternehmen heraus auch von Anfang an den Kunstnamen INFICON (= INSTRUMENTS FOR INTELLIGENT CONTROL) gab.

Unseren letzten Analysebericht zu Inficon vom Januar 2020 anlässlich des vorläufigen Jahresergebnisses 2019 können Sie auch noch einmal hier nachlesen.

In der extrem technologiespezifischen Ausrichtung nahezu ausschließlich auf vakuumgesteuerte Prozess- und Kontrolltechnologien, wie sie vor allem für jegliche Halbleiter- und Flachbildschirmdisplay-Produktion unerlässlich sind und darüber hinaus z.B. auch bei Funktionsüberprüfungen von Lasergeräten, Massenspektrometern, Vakuumpumpen oder Gasleck-Untersuchungen zur Anwendung kommen, fuhr Inficon in seinem durchaus konjunkturzyklischen Technologieprofil nach der enttäuschenden Geschäftsentwicklung in 2019 zwar auch im Corona-Jahr 2020 anschließend einen weiteren marginalen Umsatzrückgang um - 2 % wie auch einen immer noch moderaten Nettogewinnrückgang um - 12 % ein.

Jedoch wurden hiermit, anders als noch in 2019, die Analystenprognosen letztlich leicht übertroffen.

 

Unerwartet starker Ergebnisanstieg 1. Halbjahr 2021, weiterhin beste Perspektiven

 

Im Rahmen des nun am 29.07. publizierten Ergebnisses des 1. Halbjahres übertraf Inficon sämtliche Analystenschätzungen jedoch nun durch die Bank deutlich, indem ein stattlicher Umsatzzuwachs um + 32 % gegenüber dem Vorjahr, ein operativer EBITDA-Gewinnsprung um + 58 % sowie ein Nettogewinnanstieg um + 53 % vermeldet wurden (jeweils in der grundsätzlichen Reporting-Währung US-Dollar von Inficon).

Dieser äußerst robuste und sehr überzeugende Ergebnisanstieg resultierte dabei nicht nur aus der natürlich global erheblich anziehenden Konjunkturdynamik nach den Aufhebungen der meisten Corona-Lockdowns, sondern dazu auch noch aus einem segmentspezifisch prozentual klar zweistelligen Umsatzsprung in allen Technologie-Divisionen des Konzerns, so allein im 2. Quartal im größten Bereich Halbleiter & Vakuumbeschichtungen um + 18 %, im zweitgrößten Vakuumtechnologie-Bereich Kühlgeräte, Klimaanlagen und Automobile um + 58 %, in der weiteren Sparte Industrielle Vakuumkomponenten um + 31 % sowie im kleinsten Bereich Vakuum-Energie- und Sicherheitslösungen (Gaskontrollen) um + 130 % gegenüber dem Vorjahr.

Zusätzlich schnellte die operative EBIT-Gewinnmarge von Inficon im 1. Halbjahr 2021 gegenüber dem Vorjahr gleich von 15,9 % auf 19,0 % hoch, was ausschlaggebend für den weit überproportionalen Gewinnsprung des Konzerns im 1. Halbjahr war.

Der Konzernvorstand unterstreicht seine weiterhin überaus positive Einschätzung der aktuellen Geschäftslage daher nun dadurch, dass die Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2021 nunmehr von ursprünglich 450 – 480 Mio. USD neu auf 480 – 500 Mio. USD angehoben wird (= im Mittelwert + 23 % ggü. Vorjahr) und implizit für das Gesamtjahr 2021 offenbar weiterhin mehr oder weniger von einer Behauptung der im 1. Halbjahr stark gestiegenen EBIT-Marge ausgegangen wird (Zielkorridor 18 – 20 %).

 

Weltmarktführerschaft in Vakuum-Kontrolltechnologien anhaltender Erfolgsgarant

 

Darüber hinaus machte Inficon mit am 01.09. mit der unseres Erachtens langfristig durchaus sehr bedeutsamen Nachricht auf sich aufmerksam, dass der Konzern nun mit der bahnbrechenden Neueinführung des portablen, vakuumbasierten Lecktestungs-Geräts UL6000Fab in seinen extrem breitflächigen Anwendungen für die gesamten Halbleiter-, Solarmodul-, Flachbildschirm-, Glas- und Plastikfolien-Beschichtungs- und weitere Vakuumsystem-Produktionen nun weltweit ein bisher nicht erreichtes technologisches Neuland erreicht habe, indem in die jeweilige Vakuum-Untersuchungsumgebung zu diesen Lecktestungs-Zwecken nun erstmals nicht weniger als 36 Liter Helium pro Sekunde hineingepumpt werden können.

Dies verkürzt laut Inficon nicht nur jeden Leckuntersuchungsprozess um mehrere Minuten, sondern ermöglicht nun auch erstmals in jeglicher technologischen Unverzichtbarkeit in allen genannten Technologieproduktfeldern selbst mikroskopisch kaum mehr erkennbare Leckaufspürungen in einer so gemessenen Größe einer nur minimalsten Druckdurchlässigkeit von bis zu 510 -12 (= 1/510 12) mbar je Liter Heliumzufuhr pro Sekunde.

Infolge dieses weiteren Nachweises für die unbestrittene technologisch Weltmarktführerschaft von Inficon zur Begleitung und Kontrolle nahezu jeglicher vakuumgesteuerter Industrie- und Technologie-Produktionsprozesse sind wir daher sehr zuversichtlich, dass das von den Analysten aktuell von Ende 2020 – Ende 2023 im Konsens antizipierte Umsatzwachstum um rd. + 62 % wie auch ein hiermit einhergehender Nettogewinnanstieg um + 100 % in jedem Fall realisierbar sein dürfte.

Das hiermit verbundene KGV (2023e) der Inficon-Aktie von rd. 32 halten wir angesichts dieser technologiebedingt weiter sehr vielversprechenden Wachstumsperspektiven des Konzerns aktuell für vollauf vertretbar und begründen so auch unsere zurückliegende Neuaufnahme ins Themendepot Zukunftstechnologien wie auch unsere derzeitige Kaufempfehlung an risikofreudige Anleger.

 

Chart: INFICON gegen MSCI WORLD-Index (jeweils in Euro)

 

 

07.09.2021 - Matthias Reiner

Unterschrift - Matthias Reiner

 

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