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Apple: Hat John Ternus die nötigen Qualitäten?

Apple setzt auf den Hardware-Chef Ternus - Cook wechselt in den Aufsichtsrat

NTG24 - Apple: Hat John Ternus die nötigen Qualitäten?

 

John Ternus ist der beste interne Kandidat, den Tim Cook auswählen konnte. Die Frage ist jedoch, ob Ternus die nötigen Qualitäten mitbringt, um Apple ins AI-Zeitalter zu bringen. Die Achillesferse ist das iPhone, das bald harte Konkurrenz bekommen wird. 

Die Bilanz von Tim Cook ist, dass er das Erbe von Steve Jobs ausgezeichnet verwaltet hat. Sein grösster Erfolg liegt ohne Zweifel ausserhalb von Apple (US0378331005). Seit der Übernahme des Vorstands vor 15 Jahren hat Cook es geschafft, die Börse von der Einmaligkeit Apples und den herausragenden Zukunftsaussichten des Unternehmens zu überzeugen. So sehr, dass die Marktkapitalisierung unter seiner Führung sich mehr als verzehnfacht hat, während sich der Gewinn im selben Zeitraum versiebenfacht hat. Was Cook jedoch nicht geschafft hat, ist, die harte und erfolgreiche Arbeitskultur zu erhalten, die Steve Jobs eingeführt hatte. Auch hat er es nicht geschafft, die Abhängigkeit des Unternehmens vom Erfolg des iPhones zu verringern. Im Gegenteil.

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Apple Inc.

 

John Ternus ist die beste Wahl, die Cook intern finden konnte. Dass die Führungskrise bei Apple einen Wechsel an der Spitze erzwingt, hatte ich Ihnen erstmals im Zürcher Finanzbrief 11/25 vom 28. Mai 2025 avisiert. Schon vor einem Jahr lag auf der Hand, dass die Apple Führung in der Sackgasse steckt und eine Erneuerung her muss. Die potenziellen Nachfolger präsentierte ich Ihnen im Juli 2025. Meine Einschätzung war seinerzeit, dass John Ternus von allen Kandidaten am dichtesten an einem neuen AI-Visionär dran ist, es ihm aber am Charisma fehlt, das wiederum der Software-Chef Craig Federighi mitbringen würde. Warum wurde dann nicht Federighi der neue CEO? Weil er Apple beim Thema AI völlig im Regen hat stehen lassen. Meine Erwartung ist, dass Federighi in den kommenden Monaten seinen Rückzug aus dem Unternehmen ankündigen wird. 

 

Hat John Ternus die nötigen Qualitäten?

 

Wo liegen die wichtigsten Herausforderungen für Ternus? Der neue CEO muss dafür sorgen, dass Apple auch in der kommenden Dekade noch relevant ist. Den AI-Zug auf der Softwareseite hat man verpasst und wird ihn mit hoher Wahrscheinlichkeit auch nicht wieder einholen. Man überspielt diese Lücke, indem man im laufenden Goldrausch die AI-Leistungen von Dritten einkauft, bis sich die Wachstumsraten bei der Entwicklung der AI-Modelle am Top auspendeln. 

Software war für Apple jedoch immer nur der Weg zum Ziel, nie das Ziel selbst. Jobs wusste genau, dass selbst die beste Hardware nutzlos ist und in den Regalen der Händler verstaubt, wenn man nicht dafür sorgt, dass genügend attraktive Software zur Verfügung steht. Daher ist man früh dazu übergegangen, die Basissoftware weitestgehend kostenlos anzubieten. 

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeDie Achillesferse ist das iPhone. Doch was ist das iPhone eigentlich? Die Integration zahlreicher nützlicher Werkzeuge in einem einzigen Gerät, das zudem den Komfort erheblich steigert. Wenn ein Konkurrent auf den Markt kommt und zusätzlich zu diesen Features die Intelligenz von AI und die damit verbundenen Produktivitäts- und Komfortsteigerungen integriert, wird das iPhone der neue Blackberry. Ternus muss also das iPhone selbst in den Ruhestand schicken, indem er ein mobiles AI-Gerät auf den Markt bringt, das der neue unverzichtbare Begleiter der Benutzer wird, den niemand zu Hause lassen möchte. Die Herausforderung liegt vor allem darin, dass der Wettbewerb um diesen Markt knallhart wird und der Konzern seine Arbeitskultur ändern muss, um mit den jungen Wilden aus dem Silicon Valley und China mithalten zu können.

Eine konkrete Empfehlung zu dieser Analyse ist den Lesern des Zürcher Finanzbriefes vorbehalten. Den Zürcher Finanzbrief und die zugehörigen Empfehlungen können Sie im Rahmen eines kostenlosen Probe-Abonnements ausgiebig testen.

 

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22.04.2026 - Mikey Fritz

Unterschrift - Mikey Fritz

 

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