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Boeing steht vor Meilensteinen im 2. Halbjahr

Boeing ist im Mai zurückgefallen, aber die mittel- und langfristigen Perspektiven sind stark

NTG24 - Boeing steht vor Meilensteinen im 2. Halbjahr

 

Der Rückschlag im Mai bedeutet für Boeing nicht, dass die mittel- und langfristigen Perspektiven sich verschlechtern. Der amerikanische Luftfahrtkonzern steht im 2. Halbjahr vor der Erfüllung von gleich mehreren bedeutenden Meilensteinen. 

Boeing (US0970231058) ist im Mai zurückgefallen. Der amerikanische Luftfahrtkonzern war gezwungen, die Verkabelung von 25 noch nicht ausgelieferten 737 Max zu reparieren, was sehr zeitaufwendig war. Und die Mängelbeseitigung sorgte vor allem dafür, dass kurzfristig die Zahl der Auslieferungen im vergangenen Monat gefallen ist. Man konnte insgesamt bei den kommerziell genutzten Flugzeugen nur 60 Maschinen ausliefern, wovon 51 aus der 737 Max Familie stammen. Airbus (NL0000235190) holte hingegen auf und überholte die Amerikaner mit 81 Auslieferungen im letzten Monat. Auf der Vertriebsseite holte man 27 Aufträge (17 x 737 / 10 x 787) herein, verzeichnete aber auch 16 Stornierungen, also netto nur 11 Aufträge. Seit Jahresbeginn hat Boeing damit netto 298 neue Aufträge erhalten. 

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Schaut man über den Tellerrand hinaus, steht Boeing jedoch vor einem Quantensprung. Die Perspektive ist, dass man den Vorsprung des Erzrivalen Airbus Stück für Stück verringert und letztlich überholt. Dazu fügt sich nun ab Juli ein entscheidendes Puzzlestück ins Gesamtbild ein. Boeing wächst vor allem über die 737 Max Familie, die das Brot-und-Butter-Geschäft ist. Traditionell baut Boeing diese Flugzeuge seit den 70er-Jahren ausschliesslich am Standort Renton. Man betreibt dort derzeit drei 737 Produktionslinien und hat nun erstmals am Standort Everett (ca. 64 Kilometer nördlich von Renton) eine exakte Kopie einer 737 Produktionslinie aufgebaut. Und wir reden hier nicht über mögliche Produktionsausweitungen irgendwann in der Zukunft, sondern über Anfang Juli 2026. Konkret am 06. Juli soll die erste 737 auf der sogenannten North Linie in Produktion gehen. 

 

Kann Boeing den Erzrivalen Airbus wirklich einholen?

 

Das Hochlaufen in Everett wird Zeit in Anspruch nehmen. Um spätere Mängel zu beseitigen, wird Boeing mit einer gedrosselten Taktrate die North Linie starten. Im Mittelpunkt steht die Aufgabe, dass man der amerikanischen Luftfahrtbehörde (FAA) eine lückenlose Produktionskonformität beweisen kann. Ist dies erreicht, geht die North Linie auf volle Kraft. Was heisst das konkret? Derzeit produziert Boeing mit drei Linien 42 bis 47 Maschinen pro Monat, also rund 15 Maschinen im Mittel pro Linie. Im vollen Takt kommt Boeing somit auf 60 Maschinen pro Monat bzw. 720 Maschinen aus der 737 Familie im Jahr. Die erste Etappe ist eine Erhöhung der 737 Produktion bis Jahresende auf 52 Maschinen pro Monat. 

 

Boeing Company

 

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeEntscheidend ist die Qualität. Nicht nur gegenüber der Kundschaft, mit der man es sich in den vergangenen Jahren verscherzt hat, sondern vor allem gegenüber der Belegschaft und den Aktionären, denn selbst kleine Fehler in der Produktion haben meist langwierige Mängelbeseitigungen zur Folge. Das kostet Geld, demotiviert die Mitarbeiter und führt zu Gegenwind am Kapitalmarkt. Einen entscheidender Schritt zurück zur alten Qualitätskultur ist die Reintegration von Spirit AeroSystems, die für die Rumpfteile verantwortlich sind. Aus dem Management ist zu hören, dass die Fehlerquoten nach der Integration bereits um -40 % gesenkt werden konnten. 

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10.06.2026 - Mikey Fritz

Unterschrift - Mikey Fritz

 

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