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LVMH treibt seine Restrukturierung voran und bringt nun wohl die Modemarke Marc Jacobs unter den Hammer

Der Aktie von LVMH hilft es wenig

NTG24 - LVMH treibt seine Restrukturierung voran und bringt nun wohl die Modemarke Marc Jacobs unter den Hammer

 

Noch bevor der Luxuskonzern die Krisen der letzten Jahre richtig verkraften konnte, setzte der Irankrieg dem Unternehmen noch weiter zu. Aus nachvollziehbaren Gründen lässt die Nachfrage nach Schmuck, Schampus und Co. in der Region nach. Derweil drohen in westlichen Gefilden aufgrund von inflationären Entwicklungen unschöne Zweitrundeneffekte.

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In dieser Ausgangslage scheint LVMH (FR0000121014) seine Neuaufstellung weiter voranbringen zu wollen. Dazu gehört, sich von weniger lukrativen Sparten zu trennen und so letztlich die Bilanzen zu stärken. Nun soll wohl die Modemarke Marc Jacobs unter den Hammer kommen. Als Interessent tritt ein Gemeinschaftsunternehmen von WHP Global und der Modefirma G-III Apparel in Erscheinung.

 

 

 

Bis zu 850 Millionen US-Dollar sollen für die Transaktion fließen, was für LVMH freilich ein hübsches Sümmchen in der Kasse bedeuten würde. Übernommen hatten die Franzosen Marc Jacobs Ende der 1990er Jahre. Kurz darauf wurde der namensgebende Gründer zum Kreativdirektor von Louis Vuitton ernannt. Nach der Übernahme soll Jacobs laut Medienberichten als Kreativchef an Bord bleiben.

Der Aktie von LVMH halfen die Gerüchte am Freitag nicht auf die Sprünge. Stattdessen ging es in einem schwachen Handelsumfeld um 1,1 Prozent auf 455,60 Euro abwärts. Seit Jahresbeginn hat das Papier bereits um fast 30 Prozent an Wert verloren. Eine Ende vergangenen Jahres gestartete Erholung wurde bereits im Januar geschwächt und mit Ausbruch des Irankriegs endgültig kassiert.

 

LVMH ohne Wachstumssignale

 

Die Trennung von Nebengeschäften mag für LVMH momentan der richtige Weg sein. Doch Wachstumssignale kann der Luxuskonzern damit nicht aussenden und damit fehlt es den Börsianern auch an klaren Kaufsignalen. Zu groß ist das Risiko, dass schon die nächste Krise für die Branche vor der Tür stehen könnte. Daran wird sich vermutlich nichts ändern, solange beim Irankonflikt keine dauerhafte Lösung in Sicht ist.

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18.05.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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