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Die Deutsche Lufthansa muss auf Geheiß des OLG Köln bei Aussagen zu nachhaltigem Kraftstoff künftig etwas genauer hinsehen

Die Werbung der Lufthansa aus der Vergangenheit wird als irreführend bezeichnet

NTG24 - Die Deutsche Lufthansa muss auf Geheiß des OLG Köln bei Aussagen zu nachhaltigem Kraftstoff künftig etwas genauer hinsehen

 

Die Lufthansa warb einst damit, dass Passagiere flugbezogene CO2-Emissionen direkt während der Buchung durch den Einsatz nachhaltiger Flugkraftstoffe (SAF) reduzieren könnten. Daran störte sich allerdings die Deutsche Umwelthilfe (DUH), die gegen das Marketing vor Gericht zog und nun vor dem OLG Köln auch Recht zugesprochen bekam.

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Wie das „Handelsblatt“ berichtet, erkannten die Richter eine Irreführung seitens der Lufthansa (DE0008232125). Den Kunden sei durch das Vorenthalten wesentlicher Informationen suggeriert worden, dass jene die Emission des eigenen Fluges beeinflussen würden. In der Praxis wird SAF beim Zahlen eines entsprechenden Aufschlags aber in der Regel zeitlich verzögert eingesetzt, was auch schon mal an einem ganz anderen Flughafen geschehen kann.

 

 

 

Die beanstandete Werbung darf die Lufthansa in Zukunft nicht mehr schalten. Allerdings verweist das Unternehmen darauf, ohnehin bereits im Jahr 2024 Formulierungen auf der fraglichen Webseite überarbeitet zu haben. Auch nach dem Urteil sei es Kunden möglich, über Angebote der Lufthansa Klimaschutzprojekte zu fördern und sich für die Reduzierung der Emissionen im Flugverkehrt zu engagieren.

Die DUH hingegen sieht sich bestätigt und betonte einmal mehr, dass die Beimischung nicht wie von der Lufthansa ursprünglich versprochen funktioniere. Fliegen bleibe einer der klimaschädlichsten Formen der Fortbewegung, so DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch. Würde die Lufthansa es mit dem Klimaschutz ernst meinen, sollte sie nach Ansicht von Resch auf Kurzstreckenflüge verzichten.

 

Die Lufthansa im Tiefflug

 

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Werbebanner Zürcher Börsenbriefe Special 4 kleinFür die Lufthansa bedeutet das Urteil vor allem einen Imageverlust, der aus Anlegersicht aber verschmerzbar ist. Viel größere Sorgen machten die Börsen sich am Mittwoch über wieder höhere Ölpreise und zurückkehrende Ängste um mögliche Engpässe von Flugzeug-Kerosin. Neuerliche Eskalationen im Nahen Osten ließen den Aktienkurs um satte 5,4 Prozent auf 9,31 Euro zurückfallen. Die Erholungsrallye der letzten Wochen erhält damit schon wieder einen ordentlichen Knick.

 

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09.07.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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