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Xetra Gold: Rekordhohe Bestände im größten physisch unterlegten Gold-Wertpapier Europas

Xetra-Gold beendet 2020 mit einem Bestand von 216,9 Tonnen

 

Der Goldbestand der börsengehandelten Inhaberschuldverschreibung Xetra-Gold ist zum Jahresende 2020 auf 216,9 Tonnen angestiegen. Damit nahm der Bestand im Jahresverlauf um 13,7 Tonnen zu. Anfang Januar 2020 waren noch 203,2 Tonnen Gold im Zentraltresor für deutsche Wertpapiere eingelagert. Xetra-Gold ist damit weiter das führende physisch hinterlegte Gold-Wertpapier in Europa.

Der Goldbestand erhöht sich immer dann, wenn Anleger Xetra-Gold-Anteile über die Börse kaufen. Für jeden Anteilschein wird im Zentraltresor genau ein Gramm Gold hinterlegt. Das verwaltete Vermögen von Xetra-Gold betrug zum Jahresende 2020 10,7 Milliarden Euro.

„Wir haben 2020 erneut Rekordbestände bei Xetra-Gold erzielt. Der Höhepunkt wurde im Sommer erreicht, getrieben durch die hohe Unsicherheit infolge der Pandemie“, sagt Steffen Orben, Geschäftsführer der Deutsche Börse Commodities GmbH, der Emittentin von Xetra-Gold. „Hier hat sich klar gezeigt: In unsicheren Zeiten suchen Anleger einen sicheren Hafen, der ihr Kapital vor Wertverlust schützt. Da steht Gold seit jeher hoch im Kurs. Die Entwicklung im vergangenen Jahr zeigt auch, dass sich Gold als eigene Anlageklasse etabliert hat – nicht nur bei institutionellen Investoren, sondern auch bei Vermögensverwaltern, Family Offices und Privatanlegern“, so Orben.

Xetra-Gold-Anleger haben Anspruch auf die Auslieferung des verbrieften physischen Goldes. Seit der Einführung von Xetra-Gold im Jahr 2007 ließen sich Investoren 1.479 Mal das gelbe Metall ausliefern. Dies entsprach einer Menge von 6,8 Tonnen Gold.

Im September 2015 hatte der Bundesfinanzhof entschieden, dass Gewinne aus der Veräußerung oder Einlösung von Xetra-Gold nach einer Mindesthaltedauer von einem Jahr nicht unter die Abgeltungssteuer fallen. Somit sind der Erwerb und die Einlösung oder der Verkauf steuerlich wie ein unmittelbarer Erwerb und unmittelbarer Verkauf physischen Goldes zu beurteilen, ebenso wie Goldbarren oder Goldmünzen.

Interessante Anmerkung: Parallel zu dieser Meldung berichtete die Europäische Zentralbank über ihre Goldbestände. Aus dem konsolidierten Ausweis des Eurosystems per 1. Januar 2021 geht hervor, dass die Position Gold und Goldforderungen durch Anpassungen zum Quartalsende um 22,739 Milliarden Euro zurückging. Insgesamt beläuft sich die Position aktuell auf nur noch 536,542 Milliarden Euro.

 

Fazit

 

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeMitten in der Corona-Krise, in der Businesspläne wie Schnee in der Sonne schmelzen, Liquidität an vielen Stellen knapper wird und die Notenbanken die Volkswirtschaften mit einer geldpolitischen Herz-Lungen-Maschine am Laufen halten, erweist sich Gold als ein zentraler Baustein einer individuellen Anlagestrategie, um die Systemrisiken zu verringern wie auch die Liquidität zu sichern. Der Wert der physischen Unterlegung von Xetra-Gold dürfte allerdings dann dramatisch sichtbar werden, wenn die ersten Lieferversprechen von ,,Papiergold-Forderungen‘‘ nicht erfüllt werden und die Anleger in ,,Cash Settlement‘‘-Transaktionen genötigt werden. Und auch wenn nicht klar ist, wann dies eintritt, so bleibt gleichwohl sicher, dass es weltweit wesentlich mehr Lieferversprechen auf Gold gibt als dafür zur Verfügung stehendes reales Gold. Und genau darin liegt eine bedeutende risikosenkende Eigenschaft physischen Goldes und physisch unterlegter Gold-Investitionen wie Xetra-Gold.

 

07.01.2021 - Arndt Kümpel - ak@ntg24.de

 









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