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Trotz einiger erfreulichen Entwicklungen in Europa kann BMW mit den jüngsten Auslieferungszahlen nicht glänzen

China und die USA bereiten den Anlegern von BMW Kopfzerbrechen

NTG24 - Trotz einiger erfreulichen Entwicklungen in Europa kann BMW mit den jüngsten Auslieferungszahlen nicht glänzen

 

Aus der Autobranche kamen in den letzten Tagen bereits einige enttäuschende Meldungen. Die Absätze in den USA und in China lassen gerade bei deutschen Branchenvertretern zu wünschen übrig. Nun legte auch BMW Zahlen für die letzten drei Monate vor und schaffte es dabei nicht, nennenswert vom allgemeinen Trend abzuweichen. Einige gute Neuigkeiten hatte man allerdings dann doch noch im Gepäck.

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Auf eben jene konzentrierte sich der Konzern in der dazugehörigen Pressemitteilung dann auch. Merklich zufrieden ließ BMW (DE0005190003) wissen, dass der Anlauf der „Neuen Klasse“ besser als erwartet verlief. Der iX3 scheint sich über eine sehr hohe Nachfrage mit über 50.000 Bestelleingängen in Europa zu freuen. Dort konnte BMW auch insgesamt mehr Elektroautos verkaufen. An anderer Stelle verlief es aber weniger erfolgreich.

Heftige Einbrüche verzeichnete BMW in den USA, wo BMW im letzten Quartal nur noch 87.500 elektrische Vehikel an die Frau oder den Mann bringen konnte. Das entspricht einem Minus von 20 Prozent im Jahresvergleich. Verantwortlich dafür sind fraglos von US-Präsident Donald Trump gestrichene Förderungen für Elektroautos. Das macht sich auch bei den Mitbewerbern bemerkbar. BMW betont, sich im Vergleich mit jenen noch recht gut geschlagen zu haben. Das ist für die Aktionäre aber letztlich nur ein schwacher Trost.

 

 

 

BMW schwächelt auch in China

 

Als Universalausrede für maue Absatzzahlen können die USA nicht herhalten. Denn schwache Entwicklungen machten sich auch in China bemerkbar. Dort gingen die Absätze um zehn Prozent auf rund 144.000 Fahrzeuge zurück. Auch damit schneidet BMW etwas besser als der Gesamtmarkt ab. Es bleibt dennoch bei einem klaren Abwärtstrend in einem Markt, der von ruinösen Preiskämpfen und einem nachlassenden Interesse nach margenstarken Luxusautos geprägt ist. Bei einem Blick auf die einzelnen Marken von BMW zeigt sich, dass solche weltweit weniger beliebt geworden sind.

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeDie margenstarke Tochter Rolls-Royce musste im letzten Quartal ein Minus von acht Prozent hinnehmen. Bei der Kernmarke beschränkte sich das Absatzminus auf 4,6 Prozent. Einzig Mini konnte etwas zulegen und damit für einen kleinen Lichtblick sorgen. Doch fallen dort die Margen vergleichsweise niedrig aus, was die Anleger mit Skepsis auf die nächsten Bilanzen blicken lässt. Insgesamt meldete BMW für das erste Quartal 566.000 verkaufte Autos und damit 3,5 Prozent mehr als im ersten Quartal 2025. Schon damals herrschte an den Börsen nicht unbedingt Partystimmung.

Zwar hat BMW absolut Recht damit, sich im Vergleich mit vielen Mitbewerbern noch gut behaupten zu können. Das ändert aber auch nichts daran, dass es momentan an Wachstumssignalen fehlt. Gesetzt wird im Konzern auf eine Modelloffensive, mit der bis 2027 wenigstens 40 neue Modelle auf den Markt kommen sollen. Entweder als vollständig neue Karossen oder in Form von Facelifts. Die Aktionäre scheinen aber noch ihre Zweifel daran zu haben, dass damit die Wende gelingen mag.

 

Im roten Bereich

 

Die Reaktion auf die Auslieferungszahlen fiel recht eindeutig aus. In einem freundlichen Handelsumfeld am Dienstag konnte die BMW-Aktie von einem besseren Sentiment nicht profitieren. Der Kurs gab um 1,7 Prozent nach und fiel auf 82,50 Euro zurück. Die Verluste seit Jahresbeginn summieren sich hier auf gut 14 Prozent. Einzelne Lichtblicke reichen nicht aus, um die Bullen aus ihrer Deckung locken zu können.

Insbesondere wird BMW in Zukunft zeigen müssen, dass auch abseits von Europa wieder neue Gelegenheiten entstehen können und auf US-Zölle, maue Konsumlaune und das herausfordernde Umfeld in China die richtigen Antworten gefunden werden können. Abgeschrieben werden sollte die BMW-Aktie von Anlegern noch lange nicht. Das Potenzial für eine Erholung ist hier wahrscheinlich größer als bei vielen anderen Autobauern. Doch bleibt für den Moment das Risiko bestehen, dass die Abwärtsspirale sich noch etwas weiterdrehen könnte, ehe endlich eine spürbare Verbesserung eintritt.

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15.04.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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