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Novo Nordisk wird fallengelassen, Übernahmegerüchte um PayPal, SAP weiter unter Druck und Nordex schraubt die Prognose hoch

Der Blick an den Börsen richtet sich weiterhin klar nach vorn

NTG24 - Novo Nordisk wird fallengelassen, Übernahmegerüchte um PayPal, SAP weiter unter Druck und Nordex schraubt die Prognose hoch

 

In der Berichtssaison blicken Anlegerinnen und Anlegern naturgemäß etwas in die Vergangenheit, da sich darauf die Zahlen der Unternehmen beziehen. Daraus lassen sich zwar einige Schlüsse ziehen. Viel interessanter ist jedoch der Blick nach vorn und was die Zukunft noch bringen mag. Denn investiert wird an der Börse stets und immer in die Zukunft.

Mehr oder weniger pulverisiert haben sich die Aussichten für Novo Nordisk (DK0062498333), nachdem das Unternehmen zu Wochenbeginn schwer enttäuschende Studiendaten zum (einstigen) Hoffnungsträger Cagrisema vorlegte. Konkurrent Eli Lilly scheint man bei der Wirkung des Abnehmpräparats nicht schlagen zu können. Da half es auch nicht, dass Novo Nordisk noch von weiteren Studien sprach und kurz darauf massive Preissenkungen in den USA ankündigte.

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Die Analysten scheinen bei Novo Nordisk endgültig zu kapitulieren. Deutsche Bank Research kassierte die Kaufempfehlung und reduzierte das Kursziel von 400 auf nur noch 275 dänische Kronen. JPMorgan geht ebenfalls auf eine neutrale Haltung und stellt sogar nur noch 250 Kronen in Aussicht. An den hiesigen Märkten ging der Ausverkauf am Mittwoch weiter mit Kursverlusten von 1,8 Prozent. Auf 5-Tages-Sicht hat die Novo Nordisk-Aktie um 23 Prozent an Wert verloren.

 

PayPal bald in neuen Händen?

 

Die Zukunft von PayPal (US70450Y1038) sah bis zuletzt ebenfalls eher düster aus. Dem Zahlungsdienstleister ist es nicht gelungen, Comeback-Fantasien zu erfüllen und das Wachstum lässt seit Längerem schwer zu wünschen übrig. Die Aktie konnte in dieser Woche dennoch um rund 14 Prozent zulegen und am Mittwoch mit 47,32 US-Dollar aus dem Handel gehen. Diese Zugewinne bauen allerdings bislang lediglich auf eher vagen Spekulationen auf.

Breitgemacht hat sich das Gerücht, dass PayPal nach den massiven Kursverlusten der letzten Monate zu einem Übernahmekandidaten werden könnte. Laut einem Artikel der Nachrichtenagentur „Bloomberg“ soll es wohl auch schon einen Interessenten in Form des US-Fintechkonzerns Stripe geben. Eine offizielle Ankündigung zu einem solchen Schritt gibt es aber noch nicht.

 

SAP bleibt am Boden

 

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeFür SAP (DE0007164600) dürfte es in Zukunft etwas entspannter zugehen, nachdem das Unternehmen sich auf einen Vergleich mit Teradata einigen und damit einen jahrelangen Rechtsstreit beilegen konnte. Das traf an der Börse allerdings nur auf ein eher geringes Echo. Beherrscht wird die Aktie weiterhin von vielen Unsicherheiten mit Blick auf die Zukunft. Insbesondere KI-Agenten werden von den Anlegern weiterhin als potenzielle Bedrohung wahrgenommen. Manch einer befürchtet schon, dass durch die neue Technologie das Geschäftsmodell von SAP schlicht obsolet werden könnte.

Dazu kamen zuletzt auch noch neue Zollsorgen und den Bullen scheint damit jegliche Angriffsfläche für einen Erholungsversuch zu fehlen. Die meisten Analysten halten die Zukunftssorgen und damit auch die Korrekturen der letzten Monate für dezent überzogen. Richtig beruhigen ließen die Investoren sich von solchen Worten bislang allerdings nicht. SAP wird wohl selbst zeigen müssen, dass für den Konzern in KI nicht nur Gefahren, sondern auch Chancen zu finden sind.

 

Nordex erhöht das Tempo

 

Sehr viel weniger Sorgen um die Zukunft machen sich die Anleger von Nordex (DE000A0D6554). Vor einigen Jahren steckte der Windkraftkonzern zwar noch in einer handfesten Krise. Seither haben sich die Auftragsbücher aber weiter gefüllt und das Margenproblem konnte längst in den Griff bekommen werden. Die ohnehin schon guten Aussichten haben sich nach der jüngsten Zahlenvorlage nun noch einmal verbessert. Das Mittelfristziel bei der operativen Marge erhöhte Nordex von acht auf zehn bis zwölf Prozent.

Erlauben kann sich das Unternehmen solch sonnige Prognosen, nachdem die Umsätze sich im vergangenen Quartal um 3,5 Prozent auf 7,55 Milliarden Euro steigern konnten und die Ebitda-Marge um satte 4,3 Prozentpunkte auf nun 8,4 Prozent zulege. Auch die Nettogewinne legten zu und die Erwartungen der Märkte konnte Nordex recht deutlich schlagen. Das bescherte der Aktie am Mittwoch ein Kursplus von 17,4 Prozent auf 41,12 Euro. Auf Jahressicht steigern sich die Kursgewinne damit auf 224 Prozent (!).

 

Licht und Schatten

 

Besonders während der Berichtssaison werden Zukunftsaussichten an der Börse neu justiert. Dazu kommt das gewohnte Hintergrundrauschen aus Spekulationen und Analystenmeinungen. Zu sehen gibt es kontinuierlich sowohl erfreuliche Wendungen als auch manche Enttäuschung. Für Anleger ist es eine ständige Erinnerung daran, dass es nicht verkehrt sein muss, das eigene Depot immer wieder aufs Neue zu prüfen und vielleicht die eine oder andere Anpassung vorzunehmen.

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26.02.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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