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Nvidia legte ein neues Rekordquartal vor

Nvidia rennt der Konkurrenz davon - Aktien steigen trotz schwachem Marktumfeld

NTG24 - Nvidia legte ein neues Rekordquartal vor

 

Der Bericht von Nvidia treibt der Konkurrenz die Tränen in die Augen. Das Unternehmen performt exzellent und steigerte sein Wachstum sowohl im Jahresvergleich als auch sequenziell. 

Für das 2. Quartal legte Nvidia (US67066G1040) einen neuen Rekord vor. Der Umsatz stieg auf 6,51 Mrd. US-Dollar, was einem Wachstum im Vergleich zum Vorjahresquartal von 68 % entsprach. Bemerkenswert ist und bleibt, dass Nvidia sein Wachstum nicht aus einem Blockbuster holt, sondern gleich mehrere Geschäftsbereiche mit sehr hohem Wachstum aus verschiedenen Quellen hat. Besonders attraktiv: Trotz des hohen Wachstums stiegen die Aufwendungen und Kosten nur unterdurchschnittlich, was die Profitabilität in die Höhe trieb. 

Videospiele bleiben das Brot- und Buttergeschäft. Der Bereich Gaming erlöste im 2. Quartal einen Umsatz von 3,06 Mrd. US-Dollar. Ein ausserordentlich starker Anstieg im Vergleich zum Vorjahresquartal um 85 %, obwohl Nvidia vor einem Jahr schon sehr gut abgeschnitten hatte. Im Vergleich zum 1. Quartal wuchs der Umsatz um 11 %. Im Vordergrund steht weiterhin die GeForce RTX Serie. In den neuesten Ausführungen konnte Nvidia die Leistung der Grafikkarten um 50 % erhöhen. In den meisten Märkten weltweit herrschte zudem ein starker Nachfrageüberhang. Die Grafikkarten wurden im Internethandel quasi mit Gold aufgewogen.

Der zweitwichtigste Bereich ist und bleibt das Geschäft mit Datenzentren. Nvidia hat einige interessante neue Produkte auf den Markt gebracht, wobei insbesondere die A100 zu nennen ist. Insgesamt erlöste man im 2. Quartal hier 2,37 Mrd. US-Dollar, was einem Wachstum von 35 % im Vergleich zum Vorjahr und 16 % im Vergleich zum 1. Quartal entsprach.

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Werbebanner ISIN-WatchlistDas höchste Momentum zeigte jedoch der Bereich Professional Visualization. Hier kletterten die Umsätze um 156 % auf 519 Mio. US-Dollar und um 40 % im Vergleich zum 1. Quartal. Die Omniverse Plattform zur Erstellung von 3D-Simulationen in Echtzeit stösst weiterhin auf sehr hohes Interesse. Nvidia forcierte unter anderem die tiefere Integration mit den Produkten anderer 3D-Softwareentwickler. 

Es gab nur eine Sparte, die nach wie vor dem Kerngeschäft von Nvidia hinterherläuft. Der Bereich Automotive konnte sich im 2. Quartal beim Umsatz um 37 % auf 152 Mio. US-Dollar steigern, blieb aber auch -1 % unter dem Vorquartal, das weniger stark ausgefallen war. Im Mittelpunkt steht hier Nvidia Drive, mit dem autonomes Fahren bis zum Level 4 möglich sein soll. Im Kern kündigte das Unternehmen drei neue Kunden an, die jedoch allesamt Startups sind. 

 

Nvidia steigert Gewinn um 282 %

 

Insgesamt konnte Nvidia das operative Ergebnis um 275 % auf 2,44 Mrd. US-Dollar steigern. Der Gewinn nach Steuern kletterte sogar um 282 % auf 2,37 Mrd. US-Dollar von zuvor 622 Mio. US-Dollar. Im 1. Halbjahr verdiente das Unternehmen damit 4,29 Mrd. US-Dollar, was 178 % über der Vorjahresperiode lag. Je Aktie sind das in den ersten sechs Monaten 1,69 US-Dollar. 

 

Nvidia Corp.

 

Der einzige Wermutstropfen ist ARM. Das britische Chip-Designer Unternehmen ist eine Perle im Halbleitermarkt und Nvidia hat bekanntlich mit Softbank (JP3436100006) einen Kaufvertrag für die Übernahme geschlossen. Die Genehmigungen der zuständigen Regulierungsbehörden sind jedoch immer noch nicht vollständig und ausgerechnet die britische Regulierungsbehörde warf Nvidia vor Kurzem einen Knüppel zwischen die Beine. Die britische Regierung sorgt sich offiziell darüber, ob der Verkauf von ARM an Nvidia die „nationale Sicherheit“ bedroht. Auch China hat noch nicht zugestimmt und als amerikanisches Technologieunternehmen könnte Nvidia Gefahr laufen, dass Peking ein Exempel an dem Unternehmen statuiert. 

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeDas Management selbst räumt ein, dass die Übernahme länger als erwartet dauern wird. Man hatte ursprünglich angekündigt, dass man ARM innerhalb von 18 Monaten übernehmen wird. Dieser Zeitraum sei nicht mehr zu halten. Damit kommt dann noch ein anderer Katalysator ins Spiel, denn Softbank kann vom Verkauf zurücktreten, wenn Nvidia die notwendigen Genehmigungen nicht rechtzeitig erhält. Was nicht zum Schaden von Softbank wäre, denn man hat seine Beteiligung an ARM ausgesprochen preiswert an Nvidia verkauft. 

Eine konkrete Empfehlung zu dieser Analyse ist den Lesern des Zürcher Finanzbriefes vorbehalten. Den Zürcher Finanzbrief und die zugehörigen Empfehlungen können Sie im Rahmen eines kostenlosen Probe-Abonnements ausgiebig testen.

 

21.08.2021 - Mikey Fritz

Unterschrift - Mikey Fritz

 

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