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Mit RTX Spark will Nvidia nun auch bei Notebooks und Desktop-PCs angreifen und der Konkurrenz Marktanteile stibitzen

Nvidia stellt neue Chips vor und will damit auch bei Verbrauchern punkten

NTG24 - Mit RTX Spark will Nvidia nun auch bei Notebooks und Desktop-PCs angreifen und der Konkurrenz Marktanteile stibitzen

 

Der gigantische Erfolg von Nvidia und die schwindelerregende Rallye an der Börse ist nahezu ausschließlich auf die grandiosen Erfolge im KI-Geschäft zurückzuführen. Dort verdient der Chiphersteller mittlerweile derart viel Geld, dass einstige Standbeine in den Hintergrund rücken. Das Geschäft mit Consumer-Hardware wurde in den letzten Jahren fast schon ein wenig vernachlässigt. Aufgeben will Nvidia es aber offensichtlich nicht.

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeBei der IT-Messe Computex wurde RTX Spark enthüllt. Dabei handelt es sich um eine neue Plattform, mit der Nvidia (US67066G1040) nach eigenen Worten zusammen mit Microsoft Windows PCs für die Ära von Personal AI „neu erfindet“. Als Basis dient ein Blackwell-Chip, der zuvor bereits beim „kleinsten KI-Supercomputer“ DGX Spark zum Einsatz kam. Der große Unterschied liegt darin, dass nun statt Linux Windows on ARM zum Einsatz kommt.

 

 

 

Versprochen wird eine recht hohe Leistung. Ein von TSMC in 3 nm gefertiges SoC mit 70 Milliarden Transistoren vereint eine GPU mit 6.144 CUDA-Cores mit einer von MediaTek entwickelten Grace-CPU mit 20 Kernen. Die KI-Leistung soll bei 1 PetaFLOPs FP4 liegen. Begleitet wird der Chip von bis zu 128 GB Arbeitsspeicher, was heutzutage schon allein sündhaft teuer wäre. Gerüchten zufolge soll es aber auch kleinere Varianten geben. Ins Detail wollte Nvidia dazu noch nicht gehen.

 

Nvidia stellt sich auf Windows ein

 

Zumindest auf dem Papier scheint die neue Plattform von Nvidia potent genug zu sein, um es mit den M-Prozessoren von Apple aufzunehmen. Fraglich bleibt für den Moment, wie sich entsprechende Systeme im Alltag schlagen werden und wie es um die Akkulaufzeit bestellt sein mag. Wenig überraschend ist die Plattform schwer auf KI-Anwendungen zugeschnitten. Ermöglicht werden soll es mit RTX Spark, KI-Agenten direkt auf dem eigenen System auszuführen. Solche sollen sich bei Windows dann direkt in die Taskleiste integrieren lassen. Partner wie Adobe ließen bereits ankündigen, ihre Software speziell auf RTX Spark anzupassen.

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Werbebanner EMH PM TradeZu bieten haben soll die Plattform auch für Spieler etwas. Bei der Vorstellung ließ Nvidia die erst kürzlich veröffentlichten Titel „007 First Light“ und „Forza Horizon 6“ laufen. Die Leistung soll laut Hersteller ungefähr auf dem Niveau einer RTX 5070 Laptop liegen, dies allerdings bei einer „viel niedrigeren Leistungsaufnahme“. Benchmarks wurden nicht vorgestellt, doch die Leistung soll gegenüber x86-Plattformen wie Strix Halo von AMD „wettbewerbsfähig“ sein.

Im Herbst soll das Ganze wohl starten und diverse Partner haben bereits entsprechende Notebooks angekündigt. Unter anderem soll ein neues Microsoft Surface Laptop Ultra auf die Nvidia-Plattform setzen. Zu den weiteren Partnern zählen Dell, Asus, HP, Lenovo und MSI. Details zu neuen Geräten gab es noch nicht zu sehen. Von versprochenen Desktop-Varianten wurde gar nicht weiter gesprochen. Gezeigt wurde lediglich eine Art Referenz-Notebook, dessen Akkulaufzeit einen „ganzen Tag“ halten soll, wobei dies in der Branche zuweilen unterschiedlich interpretiert wird.

 

Nvidia auf neuen Wegen

 

Mit einigen Jahren Verspätung scheint Nvidia nun doch noch den großen Angriff auf den von x86 dominierten Consumermarkt zu wagen. Wie erfolgreich das Ganze sein mag, das lässt sich nur abwarten. So die versprochene Leistung geliefert werden kann und die Preise sich in einigermaßen erträglichen Bereichen bewegen, sieht es nicht so schlecht aus. Allerdings wird auch Microsoft mitspielen müssen. Der Software-Gigant hat sich bei Windows on ARM in der Vergangenheit nicht immer mit Ruhm bekleckert.

Den Anlegern wird durchaus eine neue Perspektive geliefert. Nachdem Nvidia den Markt für KI-Beschleuniger bereits weitgehend an sich gerissen hat, scheut man nun auch vor weiteren Bereichen nicht zurück. Die Margen mögen geringer sein als im Geschäft mit KI-Servern. Gelingt der Erfolg in der Breite, wird es sich für Nvidia aber zweifellos dennoch lohnen.

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01.06.2026 - Matthias Eilenbrock

Unterschrift - Matthias Eilenbrock

 

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