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Auch extrem hohe Erwartungen kann Nvidia bequem übertreffen, doch neue Euphorie zündet unter den Anteilseignern noch nicht

Wie lange kann Nvidia dieses Tempo noch beibehalten?

NTG24 - Auch extrem hohe Erwartungen kann Nvidia bequem übertreffen, doch neue Euphorie zündet unter den Anteilseignern noch nicht

KI-generiertes Symbolbild. Marken dienen der redaktionellen Einordnung.

 

Seit Jahren schon verwöhnt Nvidia die eigenen Anleger mit brachial guten Zahlen und schwindelerregendem Wachstum. Vor den Zahlen stellte sich da manch einer die Frage, wie lange dieses Muster noch beibehalten werden kann. Am Mittwoch nach Börsenschluss öffnete das wertvollste Unternehmen auf dem Planeten nun seine Bücher und konnte dabei einmal mehr abliefern.

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Nvidia (US67066G1040) ist es gelungen, die Erwartungen einmal mehr durch die Bank zu übertreffen. Letztere fielen alles andere als gering aus. Die Analysten hatten einen Umsatzsprung um 80 Prozent auf 79,2 Milliarden US-Dollar auf ihren Zetteln stehen. Geliefert wurde ein Umsatz in Höhe von 81,4 Milliarden Dollar. Das operative Ergebnis sprang auf 54,3 Milliarden Dollar und beim Nettogewinne standen schwindelerregende 45,6 Milliarden statt der erwarteten 43,3 Milliarden Dollar unter dem Strich. Enttäuschungen gab es an keiner Stelle zu sehen.

 

 

 

Entsprechend begeistert zeigte sich Nvidia-Chef Jensen Huang. Die Zahlen sind für den CEO ein klarer Beleg dafür, dass das „größte Infrastrukturprojekt in der Geschichte der Menschheit“ weiterhin mit außerordentlicher Geschwindigkeit voranschreite. In der Vergangenheit verglich er das Ganze gern mit dem Aufbau von Schienen und Stromnetzen. Dieser Vergleich scheint, zumindest bisher, recht zutreffend zu sein.

 

Nvidia will noch lange nicht aufhören

 

Auch bei der Prognose für das laufende Quartal enttäuschte Nvidia nicht. Die Umsätze sollen nochmal anschwellen und bei 91 Milliarden Dollar landen. Auch hier übertrifft man die Schätzungen der Analysten recht deutlich. Vielleicht aber nicht deutlich genug. Denn obschon es zusätzlich noch die Ankündigung für Aktienrückkäufe in Höhe von 80 Milliarden Dollar und eine von 0,01 auf 0,25 Dollar gestiegene Quartalsdividende gab, reagierte die Nvidia-Aktie nicht mit dem nächsten Kurssprung.

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Im nachbörslichen Handel konnte das Papier sich nur unwesentlich verbessern; die Zugewinne lagen bei weniger als einem Prozent. Der Kurs bleibt damit zwar auf einem extrem hohen Niveau, aber eben auch unterhalb vorheriger Rekorde. Woran das liegen mag, dazu gibt es unterschiedliche Einschätzungen. Einen nicht unerheblichen Einfluss könnten aktuelle Trends sowie die zunehmende Bedeutung von Chips der Konkurrenz haben.

Noch ist Nvidia bei KI-Chips mit weitem Abstand der Platzhirsch. Das liegt vor allem daran, dass dem Konzern in Sachen Leistungsfähigkeit beim KI-Training niemand das Wasser reichen kann und die eigene Plattform CUDA weiterhin dominiert. Allerdings vermuten Experten, dass wir uns gerade in einem Übergang befinden. Das Training von KI-Modellen könnte ein wenig in den Hintergrund rücken, während der Betrieb des Ganzen, auch als Inferenz bekannt, an Bedeutung zunimmt. Nvidia stellt sich zwar bereits auf ein solches Szenario ein. Konkurrenten wie AMD oder Google sind in diesem Bereich aber weitaus weniger abgeschlagen.

 

Kein Zweifel

 

Abseits solcher Zukunftsspekulationen zeigte Nvidia jedoch recht deutlich, dass die Nachfrage nach KI-Chips weiterhin hoch bleibt und noch immer ein enormes Wachstum erzielt werden kann. Es liegt in der Natur der Sache, dass der Konzern beim Wachstumstempo früher oder später etwas nachlassen wird. Solange die Hyperscaler nicht genug KI-Chips bekommen können, ist das aber bestenfalls ein Luxusproblem. Die Aussichten bleiben sonnig.

Dass Nvidia sich bei der Prognose für das erste Quartal fast etwas zurückhält, muss nicht als unerfreuliche Nachricht verstanden werden. Schließlich gibt dies dem Konzern auch Luft, um in drei Monaten die Erwartungen erneut übertreffen zu können. Vielleicht ist sich Nvidia sogar sehr bewusst darüber, dass übertroffene Konsensschätzung mittlerweile von den Anlegerinnen und Anlegern quasi vorausgesetzt werden. Doch darüber lässt sich nur spekulieren. Festzuhalten bleibt eine fundamental extrem starke Entwicklung bei der keinerlei Anzeichen eines Abebbens zu sehen ist.

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21.05.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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