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PayPal schreckt vor dem Abschied von der Google Wallet zurück uns sorgt damit letztlich für weitere Verunsicherung

Wie sieht der weitere Fahrplan von PayPal aus?

NTG24 - PayPal schreckt vor dem Abschied von der Google Wallet zurück uns sorgt damit letztlich für weitere Verunsicherung

 

Die eigene App stand bei PayPal in den letzten Monaten stark im Vordergrund. Mit diversen neuen Funktionen, darunter Bonusprogramme und Ratenzahlungen im Einzelhandel, wollte das Unternehmen die Nutzer zur eigenen Plattform locken. Darauf folgte dann auch die Ankündigung, sich in Zukunft von der Google Wallet zu verabschieden. Für kontaktloses Zahlen wären Nutzer dann zwingend zu einem Wechsel zur PayPal-App gezwungen, so sie für Zahlungen auf PayPal zurückgreifen wollen.

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Werbebanner EMH PM TradeEin wenig ärgerlich war das hierzulande für Sparkassen-Kunden mit Smartwatch. Denn weder PayPal (US70450Y1038) noch die Sparkassen bieten bisher eine Smartwatch-App an, mit der sich mobiles Zahlen nutzen ließe. Ohne die Integration bei Google Wallet würde dieses Feature also schlicht wegfallen. Wer sich darüber bereits Sorgen machte, darf aber zunächst aufatmen. Wie „Der Aktionär“ berichtet, zieht PayPal seine Pläne schon wieder zurück und die Integration bei Google Wallet bleibt zunächst bestehen.

PayPal äußerte sich offenbar nicht dazu, woher der Sinneswandel kommen mag. Mitteilen ließ das Unternehmen lediglich, dass zuvor verschickte Informationen nicht länger aktuell seien. An der Börse sorgt das Unternehmen vor allem für Verwirrung. Viele Anleger dürften es durchaus gerne sehen, dass die Google Wallet nicht aufgegeben wird, bleibt PayPal so doch weiterhin eine Option für etliche Millionen Nutzer. Gleichzeitig kommen aber Zweifel daran auf, ob PayPal überhaupt eine richtige Strategie hat oder einfach auf Sicht fährt.

 

 

 

PayPal ist nicht kleinzukriegen

 

Die PayPal-Aktie trieb es am Dienstag in einem schwachen Handelsumfeld zunächst um 1,3 Prozent bis auf 44,87 Euro in die Tiefe. Nachbörslich konnte der Titel um 2,5 Prozent zulegen, was auch an einer allgemeinen Erleichterung liegen dürften. Die Zwei-wöchige Waffenruhe im Nahen Osten sorgte für ein kollektives Aufatmen an den Märkten und besonders im Finanzsektor macht sich nun die Hoffnung darauf breit, dass die Angelegenheit einigermaßen glimpflich ausgehen könnte.

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Dass PayPal weiterhin einen starken Stand hat, das zeigt derweil eine Umfrage von BearingPoint aus Europa. Dort sollte der Bezahldienst Wero zu einem ernstzunehmenden Konkurrenten aufgebaut werden, bisher aber mit sehr übersichtlichem Erfolg. In Frankreich nutzen immerhin 19 Prozent der Befragten den Dienst für Geldtransfers im privaten Umfeld. In Deutschland sind es nur vier Prozent. Einige Online-Shops bieten bereits das Bezahlen per Wero an, was aber auch nur in geringem Umfang genutzt wird.

PayPal bleibt in Deutschland klar der Platzhirsch. 56 Prozent bevorzugen das Angebot des US-Zahlungsdienstleisters. Das vor knapp zwei Jahren mit viel Tamtam eingeführte Wero bleibt eine Randerscheinung. Das ist keine allzu große Überraschung, da der Mensch bekanntermaßen ein Gewohnheitstier ist und die Durchsetzung im Segment klar als Langzeitprojekt anzusehen ist. Für PayPal ist es aber ein Zeichen dafür, welches Potenzial im Konzern eigentlich schlummert.

 

Ungenutzte Gelegenheiten?

 

Für den Geschmack der Analysten ist es PayPal in den letzten Jahren zu wenig gelungen, vorhandene Chancen auch zu nutzen. Das Wachstum lässt schwer zu wünschen übrig und bei Innovationen läuft man der Konkurrenz noch immer zu oft hinterher. Der völlige Einbruch, wie ihn manch einer aufgrund von Erfolgen von Klarna und anderen Mitbewerbern bereits kommen sah, ist bisher noch nicht eingetreten. Es passierte aber auch zu wenig in die entgegengesetzte Richtung.

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeAn der Börse bleibt es daher bei einem mehr als schwachen Bild. Die Höhenflüge aus den Corona-Jahren sind längst vergessen. Der Aktienkurs purzelte seither um über 80 Prozent in die Tiefe. Allein in den letzten zwölf Monaten ging es um etwa 23 Prozent weiter abwärts. Das Unternehmen selbst stellt für dieses Jahr bestenfalls stagnierende Gewinne in Aussicht, während die Anzahl an Transaktionen sich zuweilen rückläufig entwickelt. Neue Nutzer können kaum noch gewonnen werden und bestehende Nutzer greifen anscheinend seltener auf PayPal zurück. Dem Dienst gelingt es damit leider nicht, vorhandenes Potenzial optimal zu nutzen.

 

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08.04.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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