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Pepsi&Co, Coca-Cola – Wer hat bei den Konsumgütern die Nase vorne?

Konsumgütergiganten zwischen Lieferkettenproblemen und solides Wachstum

NTG24 - Pepsi&Co, Coca-Cola – Wer hat bei den Konsumgütern die Nase vorne?

 

Coca-Cola und Pepsi liefern sich weiterhin ein Kopf-an-Kopf-Rennen bei den Konsumgüteraktien. Neben einer attraktiven Rendite lockt auch ein wachsender Markt.

Seit über einem Jahrhundert stehen sich mit Pepsi (US7134481081) und Coca-Cola (US1912161007) zwei der bekanntesten und erfolgreichsten Marken bei den Konsumgütern gegenüber. Der Wettbewerb der beiden US-amerikanischen Getränkehersteller gilt als einer der populärsten „Brand Wars“ der Wirtschaftsgeschichte. Der Grund hierfür ist, dass beide Unternehmen ähnliche Produkte anbieten. Während zur Coca-Cola Company unter anderem noch Fanta und Sprite gehören ist das Äquivalent bei Pepsi & Co 7up und Mirinda. Doch während es bei Coca-Cola weiter gut läuft, hat Pepsi mit einigen operativen Probleme zu kämpfen.

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Coca-Cola ist lediglich im Bereich Erfrischungsgetränke aktiv und verkauft hier Konzentrate an die weltweiten Abfüllpartner, die dann den kompletten Vertrieb übernehmen. Dadurch überzeugt Coca-Cola mit einer überdurchschnittlichen operativen Marge und nahezu keinen Produktionskosten. Bei Pepsi ist die Sache etwas anders. Das Unternehmen ist neben dem Getränkesektor auch aktiv im Snack-Bereich und vertreibt zahlreiche salzige Snacks wie die Chipsmarke Doritos.

Während Coca-Cola auch im letzten Jahr wieder leicht wachsen konnte und den Umsatz um rund 3 % auf 45,75 Milliarden US-Dollar steigerte ließ bei Pepsi besonders die operative Marge zu wünschen übrig. Zwar liegt der Umsatz von Pepsi mit rund 91,5 Milliarden US-Dollar doppelt so hoch wie beim Konkurrenten doch die operative Marge liegt mit 12,7 % eben auch ganze 15 Prozentpunkte unter dem Wert von Coca-Cola. Dies ist auch auf die deutlich aufwendigeren Produktionsprozesse im Snackbereich zurückzuführen und Pepsi nimmt den Vertrieb völlig in die eigene Hand und hat dadurch höhere direkte Kosten als der Konkurrent.

 

Lieferkettenprobleme führen zum Kurseinbruch

 

Die volatile Zollpolitik von Pepsi führte auch zu enormen Problemen bei Pepsi, da das Unternehmen nahezu all seinen Sirup aus Irland importiert und auch diese Waren von der Zollpolitik von US-Präsident Trump betroffen sind. Diese steigenden Einkaufspreise und Handelsbarrieren belasten dabei die Margen. Doch auch die schwache Verbraucherstimmung in den wichtigen Märkten in China und Mexiko sorgten für leicht rückgängige Umsätze. Grund hierfür sind auch mehrere Preissetzungsfehler, denn Pepsi hat die Preise stärker angehoben, als die Konsumlaune der Käufer vertragen hätte. Aufgrund der Probleme erwartet man für das Gesamtjahr 2025 einen sinkenden Gewinn im Kerngeschäft statt dem ursprünglichen geplanten Wachstum. Dies stellt auch die erste Gewinnwarnung dar, die Pepsi seit über 5 Jahren herausgebracht hat, die dann auch zum Kurseinbruch bei Pepsi führte. Die Aktie notiert bei 115,70 € auf dem Niveau von 2021, als man gerade die Folgen der Corona-Krise marginal überwunden hatte.

Aufgrund des Kurseinbruchs zeigen sich auch deutliche Bewertungsunterschiede bei den beiden Konsumgütergiganten. Während bei Coca-Cola das Verhältnis von freiem Cashflow und Unternehmenswert bei 63,69 liegt ist Pepsi aktuell lediglich mit einem Verhältnis von 34,27 bewertet. Investmentlegenden wie Warren Buffett hatten in der Vergangenheit die Coca-Cola-Aktie immer im Depot als Dividendentitel im Konsumgütersegment. Doch in diesem Punkt liegt aufgrund der niedrigen Bewertung nun Pepsi vorne. Während bei Coca-Cola die Dividendenrendite bei 2,86 % liegt, ist diese bei Pepsi mit 4,28 % deutlich höher.

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeDas Pepsi in beiden Segmenten aktiv ist könnte in Zukunft allerdings auch zu einer Stärke werden. Denn der Snackbereich erwirtschaftet schon jetzt einen höheren jährlichen Umsatz als das Erfrischungsgetränke-Segment. Derzeit fokussiert sich Pepsi auch im Snackbereich auf die relevanten Themen wie recycelbare Verpackungen und gesündere Inhaltsstoffe. Um auch die Aktienperformance weiter zu treiben hat Pepsi in der letzten Woche eine Meldung rausgebracht, dass man durch den Aufbau einer eigenen KI-Plattform künftig die Lieferkette genauer steuern und die Absatzprognose weiter optimieren möchte. Damit spielt Pepsi das KI-Thema, ob dies ausreicht, um den Aktienkurs wiederzubeleben bleibt abzuwarten.

Auch seit Jahresbeginn ist die Aktie von Pepsi um rund 25 % gefallen und pendelt sich seitdem auf dem Niveau von 115 € pro Aktie an. Seit den letzten zwei Wochen bildet sich bei Pepsi eine Bodenbildung, dabei könnte man davon ausgehen, dass die fallenden Kurse erstmal der Vergangenheit angehören. Anleger, die die günstige Bewertung ausnutzen wollen brauchen auf jeden Fall eine ordentliche Portion Geduld.

 

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10.07.2025 - Christian Teitscheid

Unterschrift - Christian Teitscheid

 

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