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Deutschland muss seine Bedenkenträger-Aktienkultur überwinden!

Perspektivwechsel – Aktien und Rente: Passt das zusammen?

NTG24 - Deutschland muss seine Bedenkenträger-Aktienkultur überwinden!

 

Der demografische Wandel in Deutschland ist im vollen Gange: Sehr bald werden die Babyboomer nach und nach in Rente gehen. Die geburtenstärksten Jahrgänge zwischen 1955 und 1965 stellen unser umlagefinanziertes Rentensystem damit vor eine große Herausforderung. Klar ist: Das jetzige System ist nicht mehr demographiefest. Ohne neue, mutige Ansätze wird das Rentenniveau langfristig weiter sinken und die -beiträge weiter steigen. Das Gute: Mit der gesetzlichen Aktienrente steht eine effiziente und nachhaltige Lösung parat.

 

Aktien sind Teil der Lösung

 

„Aktien sind unsicher“, „Mit Aktien verliert man doch nur Geld“, „Geschäfte mit Aktien: Das ist etwas für Reiche“: Eines dieser Vorurteile hat garantiert jede und jeder von uns schon einmal gehört. Sobald es um Aktien geht, werden die Deutschen konservativ. Während in Großbritannien, der USA und den Niederlanden über 20 Prozent der Bevölkerung in Aktien investieren, sind es in Deutschland gerade einmal sechs Prozent. Überspitzt gesagt: In punkto Aktien ist Deutschland ein Entwicklungsland. Im Hinblick auf eine gute Altersvorsorge können wir uns eine solche Zurückhaltung nicht mehr lange erlauben. Langfristige Investitionen in Aktien sind nicht das Problem, sondern Teil der Lösung.

 

Die schwedische Aktienrente

 

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Werbebanner ISIN-WatchlistWie man das Wachstum der Märkte weltweit auch für eine demographiefeste Rentenpolitik nutzen kann, zeigt das Beispiel Schweden. Die Skandinavier haben schon vor vielen Jahren festgestellt, dass sie die Rente für nachfolgende Generationen mit einem rein umlagefinanzierten System nicht stabilisieren können. Also haben sie sich dazu entschlossen, eine gesetzliche Aktienrente auf den Weg zu bringen. Die Funktionsweise ist einfach: 2,5 Prozent des jährlichen Bruttoeinkommens werden in einen wahlweise staatlichen oder selbst ausgesuchten Fond gesteckt. Über mehrere Jahrzehnte hinweg wird in diesem Fond für das Alter gespart. Die Ergebnisse sind beeindruckend: Der schwedische AP7 Fond erzielt jährlich eine durchschnittliche Rendite von mehr als 14 Prozent. Zusätzlich ist er – das zeigt die Corona-Pandemie sehr anschaulich – auch krisenfest. Das liegt vor allem daran, dass ein solcher Fond wie der schwedische AP7 breit aufgestellt ist. Das heißt: Er erhält Aktien von Unternehmen aus aller Welt und unterschiedlichsten Branchen.

 

Die Rente muss endlich reformiert werden!

 

Auch in Deutschland ist eine Reform unseres Rentensystems längst überfällig. Schon jetzt wird die staatliche Rentenkasse mit jährlich 100 Milliarden Euro im Jahr bezuschusst. Geld, das an anderen Stellen wie der Modernisierung, Bildung und Infrastruktur unseres Landes am Ende des Tages fehlt. Eine sinnvolle Lösung für das Problem wäre auch bei uns die Einführung einer gesetzlichen Aktienrente. Zwei Prozent des Bruttoeinkommens könnten dafür zukünftig nicht mehr in die Umlage, sondern in einen Aktienfond gesteckt werden. Berechnungen aus einer Studie der Ruhr Universität Bochum zeigen, dass das Rentenniveau so langfristig wieder steigt und die Beiträge der Einzahlerinnen und Einzahler stabil bleiben. Daneben wird es Aufgabe der Politik sein, den Bürgerinnen und Bürgern in unserem Land die Funktionsweise von Aktien und Märkten näher zu bringen, damit Vorurteile gegenüber Aktien zukünftig abgebaut werden. Nur so schaffen wir eine Kultur, in der jede und jeder vom Wachstum der Märkte profitieren kann – egal ob mit kleinem, mittlerem oder größerem Einkommen!

 

27.06.2021 - Anna Neumann - an@ntg24.de

 






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