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Puma im Fokus, friedliche Tage bei Rheinmetall, kleine Erholung bei Novo Nordisk und Nvidia steht unter Druck

Die Börsianer scheinen sich derzeit nicht mehr nur KI-Fantasien hinzugeben

NTG24 - Puma im Fokus, friedliche Tage bei Rheinmetall, kleine Erholung bei Novo Nordisk und Nvidia steht unter Druck

 

An den Märkten ging es in der ausgelaufenen Handelswoche etwas ruhiger als sonst zu, aber noch längst nicht langweilig. Ein wenig nachgelassen hat der KI-Hype, obschon von einer geplatzten Blase nicht ansatzweise die Rede sein kann. Die Sorge vor einem solchen Szenario hat aber schon noch einen gewissen Stellenwert. Vielleicht auch deshalb richtet sich der Blick der Anlegerinnen und Anleger erst einmal auf andere Fantasien.

Solche zündete kürzlich ein Bericht der Nachrichtenagentur „Bloomberg“ über Puma (DE0006969603). Allem Anschein nach interessieren sich gleich mehrere Unternehmen für eine mögliche Übernahme. Insbesondere der chinesische Konzern Anta Sports wird als heißer Kandidat gehandelt und soll wohl bereits Gespräche führen. Offizielle Ankündigungen gab es bislang allerdings nicht.

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Das für die Aktionäre erfreulichste Szenario wäre ein Bieterwettkampf, bei dem die Kurse immer weiter in die Höhe gedrückt werden. Sollte es dazu kommen, könnte sich selbst nach einem Kurssprung von rund 25 Prozent in der laufenden Woche ein Einstieg noch lohnen. Optimistisch blicken die Anteilseigner auf mögliche Übernahmeangebote auch aufgrund von Äußerungen der Pinault-Familie, welche rund 30 Prozent der Puma-Anteile hält. Von dort hieß es, dass ein Verkauf grundsätzlich möglich wäre, allerdings nur zu einem ansprechenden Preis. Trotz allem gibt es aber keine Garantie, dass auch tatsächlich eine Fusion ansteht.

 

Rheinmetall wird ignoriert

 

Rund um die Aktie von Rheinmetall (DE0007030009) hat die Zuversicht wieder deutlich nachgelassen. Zwar konnte der Rüstungskonzern in dieser Woche wieder einmal neue Auftragseingänge vermelden. Doch der Fokus der Märkte richtete sich im Segment vor allem auf Friedengespräche rund um die Ukraine. Große Fortschritte gab es bisher nicht. Dennoch wird spekuliert, dass ein Friedensschluss in nicht allzu ferner Zukunft denkbar wäre.

Daraus wiederum leitet sich die latente Sorge, dass der Druck zum Aufrüsten in Europa nachlassen könnte und dadurch der Auftragseingang bei Rheinmetall und Co. vielleicht ein wenig ins Stocken geraten könnte. Nüchtern betrachtet ist ein derartiges Szenario als eher unwahrscheinlich anzusehen. Dennoch tut die Aktie sich schwer und fiel am Freitag wieder um 2,2 Prozent auf 1.480,50 Euro zurück.

 

Novo Nordisk ohne Ausbruchsversuche

 

Anleger von Novo Nordisk (DK0062498333) blicken in dieser Woche auf ein Kursplus von etwas mehr als zwei Prozent, womit der Ausbruch aus der Seitwärtsbewegung auf niedrigem Niveau weiterhin nicht klappen will. Die Analysten von Barclays sprachen am Freitag dabei noch von positiven Signalen. So hätten sich die Verschreibungszahlen von Ozempic und Rybelsus zuletzt über dem Durchschnitt von Diabetes mitteln gelegen. Das Abnehmmittel Wegovy scheint ebenfalls wieder etwas stärker gefragt zu sein.

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Durchringen konnten die Experten sich aber letztlich nur zu einer Bestätigung ihrer neutralen Haltung. Kleine Fortschritte sind zwar stets besser als gar keine Vorwärtsbewegung. Es ist aber eben auch nicht das, worauf die Anleger derzeit hoffen würden. Schwer zu kämpfen hatte Novo Nordisk im laufenden Jahr mit der zunehmend härteren Konkurrenz in den USA sowie nicht immer glänzenden Studiendaten von Hoffnungsträgern in der Pipeline.

 

Nvidia muss Federn lassen

 

Vielleicht etwas überraschend landete Nvidia (US67066G1040) in dieser Woche auf der Verliererseite. Die jüngsten Zahlen belegten zwar einmal mehr das enorme Wachstumstempo und mit diversen neuen Rekorden konnten die Zweifler eindrucksvoll eines Besseren belehrt werden. Doch mehrten sich auch die Zweifel, ob die enorme Dominanz bei KI-Chips noch lange Bestand haben mag. Insbesondere nach Gerüchten um eine mögliche Partnerschaft von Alphabet und Meta bekamen es die Anleger ein wenig mit der Angst zu tun.

Einen Absturz gab es bei der Nvidia-Aktie deshalb noch nicht zu sehen. Doch die latente Abwärtsbewegung sollte sich in den letzten fünf Tagen mit Abschlägen von etwa zwei Prozent fortsetzen. Dadurch landete der Titel zum Wochenende bei 177 US-Dollar. Der Abstand zum Rekordhoch oberhalb von 210 Dollar fällt mittlerweile recht deutlich aus. Richtig trösten konnte Nvidia die Anleger auch nicht mit dem Versprechen, bei der Leistungsfähigkeit weiterhin die Nase vorn zu haben. Denn Leistung ist nicht zwingend alles.

 

Normalisierung im Gange?

 

Die mutmaßlich vorhandene KI-Blase ist letztlich nicht geplatzt. Doch die Märkte stehen dem Thema skeptischer gegenüber und neue Investitionen im Bereich provozieren nicht länger frische Kurssprünge. Stattdessen rücken wieder andere, fast schon bodenständige Themen etwas mehr in den Mittelpunkt. Spekuliert wird weiterhin mit wachsender Begeisterung, doch die Themen scheinen sich langsam zu ändern. Es wäre aber verführt, dabei schon von einer generellen Verschiebung beim Marktsentiment zu sprechen.

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29.11.2025 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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