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Rheinmetall bleibt im Sinkflug, Mercedes-Benz könnte zur Konkurrenz werden, die Lufthansa spürt Auswirkugnen von Streiks und Microsoft zieht bei Claude Code die Reißleine

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NTG24 - Rheinmetall bleibt im Sinkflug, Mercedes-Benz könnte zur Konkurrenz werden, die Lufthansa spürt Auswirkugnen von Streiks und Microsoft zieht bei Claude Code die Reißleine

KI-generiertes Symbolbild. Marken dienen der redaktionellen Einordnung.

 

Obschon die Märkte nun schon seit einigen Jahren im Prinzip von denselben Themen beherrscht werden, kommt es selten bis nie zu Langeweile. Immer wieder zündet ein frischer Boom, so zuletzt bei den Chipherstellern. Gleichzeitig werden vorherige Hypes aber auch mal infrage gestellt. Das war jüngst vor allem im Rüstungssegment zu beobachten.

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeEuropa bleibt zwar voll im Aufrüstungszyklus und beim Krieg in der Ukraine ist noch immer kein Ende in Sicht. Dennoch scheinen die Börsianer die Lust am Segment ein wenig verloren zu haben. Regelrecht fallengelassen wurde die Aktie von Rheinmetall (DE0007030009). Im Oktober notierte das Papier noch bei rund 2.000 Euro. Geblieben sind nach weiteren Abschlägen am Freitag noch 1.120 Euro an diesem Wochenende. Der Kurs hat sich also in rund einem halben Jahr annähernd halbiert.

 

 

 

Dabei hilft es aktuell auch nicht, dass die Analysten weiterhin ausgesprochen optimistisch gestimmt sind und fleißig Kaufempfehlungen verteilen. Der Einbruch der letzten Tage und Wochen wird unter den Experten regelrecht als Einstiegschance gefeiert. Doch auf Seiten der Anleger scheint man auch auf mögliche Risiken zu blicken, darunter etwa steigende Kosten aufgrund inflationärer Effekte, die sich durch den Konflikt im Nahen Osten ergeben. Außerdem könnte Rheinmetall es vielleicht mit neuer Konkurrenz zu tun bekommen.

 

Mercedes-Benz blickt über den Tellerrand

 

Gemunkelt wird schon seit Längerem darüber, dass die kriselnden deutschen Autokonzerne sich mehr für den Rüstungsbereich öffnen könnten. Das klingt recht einleuchtend. Die Werke sind momentan nicht ausgelastet, was sich mit Aufträgen aus dem Rüstungssegment hervorragend kompensieren ließe. Passend dazu zeigte sich Mercedes-Benz (DE0007100000) nun grundsätzlich offen für entsprechende Aktivitäten. CEO Ola Källenius ließ wissen, dass man die Stärken bei der Großserienfertigung gerne nutzen würde.

Allzu konkret ist das zwar noch nicht. Eine klare Absage an das Rüstungssegment sieht aber definitiv anders aus. Vielleicht ließen sich mit Aufträgen aus dieser Richtung auch die Aktionäre wieder besser erreichen. Jene taten sich in der abgelaufenen Handelswoche weiterhin eher schwer mit der Mercedes-Benz-Aktie. Am Freitag verlor der Titel um 1,3 Prozent an Wert und taumelte auf 50,35 Euro zurück. Trotz Abstand zum 52-Wochen-Tief ist die Abwärtstendenz im Chart nicht zu übersehen.

 

Deutsche Lufthansa: Spürbare Konsequenzen

 

Die Deutsche Lufthansa (DE0008232125) präsentierte vor Kurzem noch recht solide Quartalszahlen. Trotz Irankrieg blieben die Passagierzahlen stabil; Einbrüche bei Verbindungen von und nach Nahost konnten durch eine höhere Nachfrage an anderer Stelle ein wenig ausgeglichen werden. Allerdings machte sich der Konflikt freilich nur im März bemerkbar. Im zweiten Quartal dürfte das Thema den Konzern stärker belastet haben, auch mit Blick auf Kerosinpreise.

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Im April zeigte sich nun zunächst, dass die Streiks der Lufthansa merklich zugesetzt haben dürften. In Frankfurt meldete die Flughafenbetreiberin Fraport rund eine halbe Million Reisende weniger. Die Anzahl von Starts und Landungen ging um 11,6 Prozent zurück und auch im Frachtgeschäft waren Rückgänge zu verzeichnen. Es darf davon ausgegangen werden, dass die Lufthansa dies zu spüren bekommt. Die Anleger gingen am Freitag schon mal in Deckung und ließen den Aktienkurs um 2,8 Prozent auf 7,70 Euro zurückfallen. Optimismus ist eher selten geworden.

 

Microsoft bremst seine Entwickler

 

Eine Kurswende steht wohl auch bei Microsoft (US5949181045) an, wie ein Artikel von „The Verge“ vermuten lässt. Demnach kündigt der Konzern zu Ende Juni nahezu alle Lizenzen für Claude Code. Die eigenen Entwickler dürfen das KI-Tool seit einigen Monaten nutzen, was wohl auch rege getan wird. Nun aber scheint Microsoft die Belegschaft dazu drängen zu wollen, auf das hauseigene Copilot CLI zu wechseln. Das soll wohl auch Kostengründe haben. Betroffen sind dem Bericht zufolge Entwicklerteams von Windows, Microsoft 365, Teams und Outlook.

Da Microsoft auch selbst KI-Tools im Portfolio hat, scheint der Schritt nachvollziehbar zu sein. Dummerweise gilt Claude Code momentan als das Maß der Dinge und es wird seinen Grund haben, dass Microsoft-Entwickler darauf lieber zurückgreifen als auf die Tools aus Redmond. Derweil wird die Aktie weiterhin von Sorgen darüber belastet, dass KI-Agenten das klassische Software-Geschäft obsolet machen könnten. Trotz einer kleinen Erholung vor dem Wochenende notierte die Microsoft-Aktie zu Handelsschluss am Freitag auf recht niedrigem Niveau. 421,92 US-Dollar waren zu sehen und nachbörslich ging es schon wieder in den roten Bereich.

 

Es wird nicht langweilig

 

Die Lage an der Börse bleibt weiterhin äußerst dynamisch. Was gestern noch als sicheres Zukunftsszenario galt, kann morgen schon wieder vollständig verworfen werden. Die Aussichten stehen daher sowohl bei den Anlegern als auch bei den Analysten permanent auf dem Prüfstand. Gerade deshalb schadet es auch nicht, aktuelle Entwicklungen zu verfolgen und im Fall der Fälle schnell, wenngleich nicht panisch reagieren zu können.

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17.05.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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