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Roche-Genussschein springt wegen der Aussicht auf gute Alzheimer-Erlöse deutlich an

Mehr Dynamik möglich

 

In den vergangenen Monaten entwickelte sich der Roche-Genussschein im Vergleich zum Gesamtmarkt in Zürich enttäuschend. Allerdings könnten die Kassen bei den Baslern dank einer aussichtsreichen Anti-Alzheimer-Forschung bald noch besser sprudeln, was dem Titel zuletzt deutlichen Auftrieb verlieh.

An der Wall Street hat die Entscheidung der US-Arzneimittelbehörde, das Alzheimer-Medikament Aduhelm von Biogen (US09062X1037) zuzulassen, hohe Wellen geschlagen. So schoss der Titel am Montag an der Nasdaq alleine um 38 % nach oben, was daran liegt, dass die Einnahme des Medikaments 56.000 US-Dollar kosten soll und sich somit die Umsätze und Nettogewinne der Firma künftig massiv nach oben entwickeln könnten. Zum anderen schossen aber auch weitere Pharma-Konzerne, die an Alzheimer-Präparaten forschen, wie Eli Lilly (US5324571083) deutlich in die Höhe, wie wir bereits im jüngsten Zürcher Trend (ZT 23/2021) berichteten. Zu den Gewinnern zählte aber auch der Genussschein von Roche (CH0012032048), welcher sich in unserem konservativen Musterdepot befindet.

Da sich in der Pipeline des Pharma-Giganten mehrere Wirkstoffe gegen die Alzheimer-Krankheit befinden, hoffen nun viele Investoren, dass der Basler Grosskonzern auch künftig auf diesem Gebiet gute Geschäfte machen wird, weshalb der jüngste Kursanstieg des Genussscheins aus fundamentaler Sicht durchaus berechtigt ist. So bietet der globale Markt für Mittel gegen diese Krankheit auch für die Schweizer ein jährliches Einnahmepotenzial von vielen Milliarden Franken, weshalb mittelfristig durchaus die realistische Chance auf ein wieder dynamischeres Wachstum für die Firma besteht.

 

Roche mit verhaltener Umsatzentwicklung in Q1

 

Bereits Ende April stellte Roche Q1-Zahlen vor, die an der Zürcher Börse vorsichtig formuliert, nur für eine begrenzte Begeisterung sorgten. Demnach gingen die Umsätze gegenüber der Vorjahresperiode von 15.14 Milliarden Franken auf 14.93 Milliarden Franken zurück, was einem Minus von etwas mehr als 1 % entspricht. Auch wenn die Erlöse auf Basis konstanter Wechselkurse um 3 % zugelegt hätten, so würden sich viele Investoren doch über eine etwas höhere Wachstumsdynamik freuen, da diese Branche ohnehin aufgrund der global alternden Bevölkerung ein solides Expansionspotenzial bietet.

 

 

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeAuch wenn Roche währungsbereinigt in diesem Jahr beim Umsatz nur im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich zulegen dürfte, so ergeben sich durch die Forschungsaktivitäten im Bereich der Alzheimer-Krankheit nun mittel- bis langfristig Chancen auf ein wieder spürbar stärkeres Wachstum, was sich sicherlich auch als Katalysator für weitere steigende Notierungen bei dem Genussschein erweisen könnte. Entsprechend bleibt der Genussschein, der mit einem geschätzten 2021er-KGV von 20 und einem 2022er-KGV von 19 gehandelt wird, eine solide Halteposition.

Eine konkrete Empfehlung zu dieser Analyse ist den Lesern des Zürcher Trends vorbehalten. Den Zürcher Trend und die zugehörigen Empfehlungen können Sie im Rahmen eines kostenlosen Probe-Abonnements ausgiebig testen.

 

11.06.2021 - Tim Rademacher - tr@zuercher-boersenbriefe.ch

 









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