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Samsung überrascht mit Gewinnsprung, SK Hynix zahlt ASML mehr für schnelle Lieferungen und bei Micron werden Schnäppchenjäger aktiv

Im Halbleitersegment herrscht weiterhin keine Krisenstimmung

NTG24 - Samsung überrascht mit Gewinnsprung, SK Hynix zahlt ASML mehr für schnelle Lieferungen und bei Micron werden Schnäppchenjäger aktiv

 

Es gibt an der Börse aktuell nur ausgesprochen wenige Segment, um die sich die Anlegerinnen und Anleger keine Gedanken machen würden. Denn der Krieg im Nahen Osten erfasst etliche Lieferketten und durch die rasant gestiegenen Ölpreise zieht sich das Ganze quer durch die gesamte globale Wirtschaft. Gute Neuigkeiten sind in diesen Zeiten eher rar gesät. Zumindest bisher scheint es im Segment der Halbleiter aber noch hervorragend zu laufen.

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeDen jüngsten Hinweis darauf lieferte am Dienstag der südkoreanischen Konzern Samsung (KR7005930003) in Form von vorläufigen Zahlen. Die Analysten richteten sich bereits auf erfreuliche Ergebnisse ein. Gerechnet wurde mit einem Gewinn von rund 40 Billionen Won. Geworden sind es aber satte 57,2 Billionen Won, was umgerechnet 32,6 Milliarden Euro entspricht. Samsung hat die Konsensschätzung also mal eben um annähernd 50 Prozent überflügelt.

 

 

 

Die Aktie reagierte darauf allerdings nur kurzfristig mit Aufschlägen von etwa drei Prozent. Zu den hiesigen Morgenstunden hatten diese Aufschläge sich schon wieder in Luft aufgelöst. Sorge bereitet den Anlegern nach wie vor die Lage im Nahen Osten. Zwar hat Samsung bei Speicherchips im letzten Jahr endlich aufholen können und liefert nun für die großen KI-Konzerne den begehrten HBM-Speicher mit brachial guten Margen. Doch Südkorea ist schwer abhängig von Öllieferungen durch die Straße von Hormus. Durch die Sperrung der Meerenge werden außerdem Engpässe bei wichtigen Rohstoffen wie Helium befürchtet.

 

SK Hynix scheut keine Kosten

 

Mit denselben Problemen hat auch SK Hynix (KR7000660001) zu kämpfen, was das Management aber nicht weiter zu verunsichern scheint. Es wird weiter viel Geld in die Hand genommen, um Kapazitäten auszubauen und damit in Zukunft noch mehr Speicherchips für Rechenzentren produzieren zu können. Ende März kündigte das Unternehmen an, EUV-Systeme im Wert von 6,9 Milliarden Euro einkaufen zu wollen. Geliefert werden solle jene schon bis Ende 2027, was die ein oder andere Augenbraue anzuheben wusste. Denn für gewöhnlich sind die Lieferzeiten deutlich länger.

Berichte von südkoreanischen Medien legen nun nahe, dass SK Hynix für eine schnelle Lieferung wohl noch einmal ordentlich draufzahlt. Insidern zufolge soll ein Aufschlag von 15 bis 20 Prozent gezahlt werden. Das käme noch einmal zu bereits höheren Kosten dazu. Je System soll SK Hynix bereits 230 Millionen Euro zahlen. Vor einigen Jahren waren es noch schätzungsweise 140 Millionen Euro. Trotz steigender Kosten und Sorgen aufgrund des Irankriegs klettert die SK Hynix-Aktie munter weiter. Am Dienstag kratzte das Papier wieder einmal an der Marke von 900.000 Won.

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Geldregen für ASML?

 

Sollten die jüngsten Berichte sich als zutreffen erweisen, so wäre das natürlich eine frohe Botschaft für den Anlagenbauer ASML (NL0010273215), welcher bei High-End-Belichtungsanlagen defacto in einer Monopolstellung liegt. Alles deutet darauf hin, dass die Niederländer noch deutlich mehr Einnahmen je System verbuchen können. Das liegt zwar zum Teil auch an einer gesteigerten Effizienz, welche für das Unternehmen selbst auch gewisse Kosten verursacht. Die Margen dürften aber dennoch nicht leiden, insbesondere nicht bei mutmaßlichen Aufschlägen für eine schnellere Lieferung.

Teuer sind die Anlagen letztlich auch, weil davon jedes Jahr nur eine Handvoll produziert werden können. Im Jahr 2025 stellte ASML nach eigenen Angaben 48 EUV-Systeme her. Daraus ergibt sich für Anleger ein recht erfreuliches Szenario. Im besten Fall überbieten die Abnehmer sich bei den Preisen gegenseitig, um sich eine möglichst schnelle Lieferung sichern zu können. Derlei Spekulationen scheinen die Börsianer allerdings noch nicht in Kauflaune zu versetzen. Die ASML-Aktie gab gestern an den US-Börsen um ein Prozent auf 1.304 US-Dollar nach. Hierzulande startet der Handel nach Ostern erst am Dienstag.

 

Micron auf der Kaufliste

 

Gesucht wurde hingegen die Aktie von Micron (US5951121038), die es um 3,2 Prozent auf 377,76 Dollar zog. Auf 5-Tages-Sicht belaufen sich die Zugewinne nun schon auf ansehnliche 5,8 Prozent. Dabei fiel die Nachrichtenlage zuletzt eher weniger erfreulich aus. Nicht nur der Krieg im Nahen Osten lastet ein wenig auf den weiteren Erwartungen. Darüber hinaus sorgte die Meldung, dass SK Hynix eine Zweitplatzierung an den USA anstrebt, für einige unschöne Spekulationen.

Es steht die Vermutung im Raum, dass es in Zukunft vermehrt Anleger zum Platzhirsch in der Branche ziehen könnte, was zumindest zeitweise den Kurs von Micron unter Druck setzte. Die Bullen scheinen sich davon aber nicht weiter verunsichern zu lassen. Stattdessen werden etwas niedrigere (aber noch immer ausgesprochen hohe) Kurse genutzt, um mutmaßlich günstige Einstiegschancen mitzunehmen. Selbst an Insiderverkäufen störte sich dabei kürzlich niemand.

 

Hot Chips!

 

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Werbebanner EMH PM TradeDen einen oder anderen Wermutstropfen gibt es momentan durchaus auch im Halbleitersegment. Es reicht aber nicht aus, um die Börsianer ernsthaft in Sorge zu versetzen. Zu verlockend sind die Aussichten darauf, dass weiterhin Gewinnsprünge anstehen, welche die Erwartungen der Märkte überflügeln. Schließlich konnte Samsung allein im ersten Quartal schon mehr verdienen als im gesamten Jahr 2025. Solange die Anleger weiterhin mit derartigen Neuigkeiten verwöhnt werden, dürfte sich am generellen Trend nur wenig ändern.

 

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07.04.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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