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Scout24 erholt sich nach KI-Sorgen, die Deutsche Telekom profitiert weiter von US-Tochter, BASF setzt den DAX mit Zahlen unter Druck und auch Delivery Hero enttäuscht

Der DAX schlägt sich wacker, doch für neue Rekorde sollte es zuletzt noch nicht reichen

NTG24 - Scout24 erholt sich nach KI-Sorgen, die Deutsche Telekom profitiert weiter von US-Tochter, BASF setzt den DAX mit Zahlen unter Druck und auch Delivery Hero enttäuscht

 

Trotz zunehmender Unsicherheit, Zollchaos und dergleichen mehr schließt der DAX den Februar mit einem Plus von rund drei Prozent ab und landet zum Wochenende nur knapp unterhalb seines Rekordhochs. Dass jenes nicht ganz erreicht werden konnte, dürfte vor allem an mancher Enttäuschung während der laufenden Berichtssaison liegen.

Nicht schlecht ausgefallen sind die letzten Ergebnisse von Scout24 (DE000A12DM80). Umsätze und Gewinne konnte das Unternehmen im vergangenen Jahr steigern und für 2026 wird weiteres Wachstum in Aussicht gestellt. Im Detail verbargen sich aber so manches, was von den Börsianern als Warnsignal verstanden wurde. Dazu zählte, dass die Umsätze mit Privatkunden sich im Schlussquartal etwas abgeschwächt haben. Das befeuert Sorgen, dass Portale wie Immobilienscout24 und Autoscout24 im KI-Zeitalter an Bedeutung verlieren könnten.

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeDie Aktie reagierte am Donnerstag zunächst mit Verlusten von bis zu sieben Prozent, ehe sich erstaunlich schnell eine Erholung einstellte. Das dürfte auch auf Kommentare von Analysten zurückzuführen sein, welche bei Scout24 eine solide Entwicklung sahen. Am gestrigen Freitag belegte die Aktie mit einem Plus von 4,7 Prozent den Spitzenplatz im DAX und der Kurs konnte mit 72,25 Euro versöhnlich ins Wochenende gehen.

 

 

 

Die Deutsche Telekom geht voran

 

Den Anlegern der Deutschen Telekom (DE0005557508) bereitet die KI-Zukunft weniger Kopfschmerzen. Das Unternehmen bereitet sich sogar darauf vor, die Technologie immer mehr zu integrieren. Auf dem Mobile World Congress in Barcelona soll demnächst ein KI-Assistent für das Mobilfunknetz vorgestellt werden. Doch im Fokus der Börsianer waren zuletzt die erneut hervorragenden Zahlen der US-Tochter T-Mobile.

Letztere konnte die Konkurrenz in Form von AT&T und Verizon erfolgreich in die Schranken weisen und das Wachstum mit hohem Tempo vorantreiben. Obschon die Konzernmutter auf dem Heimatmarkt weiterhin etwas zu kämpfe hat, trösten höhere Dividenden und Pläne zum Kauf weiterer T-Mobile-Aktien darüber hinweg. Die T-Aktie freute sich am Freitag über ein Kursplus von 3,6 Prozent und belegte damit den zweiten Platz im DAX.

 

BASF enttäuscht mit Ausblick

 

Als Belastungsfaktor für den DAX entpuppte sich gestern die Aktie von BASF (DE000BASF111). Der Chemiegigant konnte mit seinem Jahresbericht nicht überzeugen. Zwar stieg der auf die Aktionäre entfallende Gewinn von 1,3 auf nun 1,6 Milliarden Euro an. Das ist aber einzig Sondereffekten zu verdanken, darunter Erstattungen aus Bundesgarantien für Vermögenswerte von Wintershall Dea in Russland. Bereinigt um solche Faktoren erlebte BASF einen Gewinneinbruch.

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Das Jahr 2026 wird dem Unternehmen zufolge wohl ein weiteres „Übergangsjahr“ werden und die Prognosen schmeckten den Analysten nicht besonders gut. Auch die Anleger zeigten sich unzufrieden und der Aktienkurs gab um 1,9 Prozent auf 48,70 Euro nach. Im Chart lässt sich damit weiterhin ein Erholungstrend erkennen, welcher ein Kursplus von rund zehn Prozent in den letzten zwei Monaten mit sich brachte. Einfacher gemacht wird es den Käufern aber nicht, diesen weiter zu verteidigen.

 

Delivery Hero enttäuscht auf hohem Niveau

 

Im MDAX entpuppte sich Delivery Hero (DE000A2E4K43) als enormer Belastungsfaktor. Das Unternehmen konnte zuletzt zwar seine Einnahmen sichtlich erhöhen. Damit wurden die Erwartungen der Märkte aber nicht vollumfänglich erfüllt. Im frühen Handel brachte dies der Aktie Verluste von zeitweise über sieben Prozent ein. Obschon sich später noch eine Erholung einstellte, landete die Aktie zu Handelsschluss mit einem Abschlag von 4,4 Prozent am Ende des MDAX und die Marke von 20 Euro konnte nicht gehalten werden.

Lediglich 19,66 Euro stehen zum Wochenende auf dem Ticker, womit der Abstand zum 52-Wochen-Tief bei 18,86 Euro sich weiter reduziert hat. Sorge bereitet den Anlegern an dieser Stelle nicht zuletzt, dass sich der Bruttowarenwert von Delivery Hero im vergangenen Jahr letztlich negativ entwickelte. Da sind Fortschritte an anderer Stelle nur ein schwacher Trost. Der Eindruck eines aktiven Schrumpfkurses will nicht verfliegen.

 

Auf Rekordjagd?

 

Trotz einiger Belastungsfaktoren blicken die meisten Analysten optimistisch auf den März. Neue Rekorde beim DAX scheinen nicht nur möglich, sondern sogar in greifbarer Nähe zu sein. Als größte Gefahr werden mögliche geopolitische Verwerfungen betrachtet. Mit Donald Trump im Weißen Haus muss mit solchen mehr oder minder täglich gerechnet werden. Das ist für Europa und die hiesigen Märkte allerdings nicht nur mit Risiken, sondern durchaus auch mit Chancen verbunden.

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28.02.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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