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Siemens Energy zurück im Höhenflug, Vonovia hofft auf leichtere Tage, DroneShield verliert gleich zwei Chefs und BYD tastet sich behutsam nach oben

Die Börsen atmen auf, doch die Börsianer geraten noch nicht in unkontrollierte Euphorie

NTG24 - Siemens Energy zurück im Höhenflug, Vonovia hofft auf leichtere Tage, DroneShield verliert gleich zwei Chefs und BYD tastet sich behutsam nach oben

 

Der Handel am Mittwoch stand ganz und gar im Zeichen der Waffenruhe im Nahen Osten. Zunächst traten die zu erwartenden Effekte ein. Die Ölpreise gingen in den Sinkflug über, während DAX und Co. sich über eine deutliche Erholung freuten. Allerdings erweist die Waffenruhe sich schon jetzt als eher brüchig und vor Handelsschluss zeichnet sich am Donnerstag wieder eine etwas gedrücktere Stimmung ab.

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Profitieren konnten erstmal besonders jene Titel, die zuvor besonders unter Druck gerieten. Dazu gehörte etwa Siemens Energy (DE000ENER6Y0), wo der Irankrieg eine beeindruckende Rallye auf die Probe stellte. Im März rasselten die Kurse zeitweise um rund 15 Prozent in die Tiefe. Nun ging es an nur einem Handelstag um knapp 12 Prozent auf 165,38 Euro aufwärts und damit schon wieder in die Nähe des Rekordhochs bei 171,65 Euro.

 

 

 

Rückenwind gab es dabei zusätzlich von einer erweiterten Partnerschaft mit Amazon. Vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass Siemens Energy in Zukunft verstärkt Cloud- und KI-Technologie von AWS zur Optimierung der eigenen Abläufe nutzen möchte. Interessanter für die Anleger ist jedoch, dass man bei der Energieversorgung der Rechenzentren noch mehr in den Vordergrund rückt und es gemeinsame Projekte für moderne Versorgungslösungen geben soll. Dabei dürfte es für den Konzern mit ohnehin prallvollen Auftragsbüchern einiges zu holen geben.

 

Große Hoffnung bei Vonovia

 

Mit Aufschlägen von 6,1 Prozent gehörte die Aktie von Vonovia (DE000A1ML7J1) gestern zu den größten Gewinnern im DAX. In diesem Fall war es einzig und allein die Waffenruhe, welche die Bullen aus der Deckung lockte. Denn jene ist auch verbunden mit der Hoffnung darauf, dass die Zinssorgen wieder nachlassen könnten. Aufgrund der höheren Ölpreise und neuen Inflationssorgen wurden zuletzt Anleiherenditen im hohen Tempo gen Norden befördert und die Anteilseigner von Vonovia stellten sich bereits auf höhere Kapitalkosten ein.

Letzteres hätte wiederum auf den Aussichten für neue Projekte gelastet. Schon einmal sorgten Inflation und Zinsen dafür, dass Neubauprojekte nahezu vollständig auf Eis gelegt werden mussten. Mit dem Waffenstillstand kehrt die Hoffnung auf Wachstum zurück. Dadurch bedingt ist die Vonovia-Aktie aber auch schwer anfällig für Rücksetzer, sollte sich keine dauerhafte Lösung finden oder die Waffenruhe vorschnell beendet werden, ganz gleich durch welche Partei.

 

DroneShield: Kopflos?

 

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Werbebanner EMH PM Trade Die Aktionäre von DroneShield (AU000000DRO2) erlebten einen Tag mit tiefroten Vorzeichen. Das lag nicht (nur) daran, dass durch die Waffenruhe im Nahen Osten die Erwartungen vielleicht etwas niedriger ausfallen. Im Mittelpunkt stand viel mehr, dass sowohl CEO Oleg Vornik als auch Chairman Peter James überraschend vom Unternehmen verabschiedeten. Als Nachfolger auf dem Chefsessel wurde Chief Produkt Officer Angus Bean auserkoren. Wer dessen Stelle wiederum übernehmen mag, ist den Medienberichten nicht zu entnehmen.

Erst Ende vergangenen Jahres sorgte die Chefetage mit größeren Verkäufen von Aktien für enorme Unsicherheit. Nun ist es erneut der Vorstand, der unter den Anlegern für große Verunsicherung sorgt. Der wieder etwas höhere Kurs geriet unter Druck und fiel um 7,5 Prozent bis auf 2,15 Euro zurück. Zwar muss die Neusortierung an der Spitze nichts für das operative Geschäft bedeuten. Unter den Anlegern macht sich aber dennoch ein ungutes Gefühl breit.

 

Ist das gut oder schlecht für BYD?

 

Die Aktie von BYD (CNE100000296) landete gestern zwar im grünen Bereich, konnte aber mit einem Plus von 1,7 Prozent nur unterdurchschnittlich von der guten Stimmung profitieren. Das mag auch damit zu tun haben, dass hier der Irankrieg eigentlich als potenzieller Umsatztreiber angesehen wurde. Dabei lautete die Rechnung darauf, dass deutlich höhere Benzinpreise das Interesse an Elektroautos wieder ankurbeln könnten, auch unabhängig von Förderungen und Subventionen.

Für das internationale Geschäft hatte BYD seine Prognose kürzlich erst angehoben. Angepeilt werden nun 1,5 statt zuvor 1,3 Millionen Auslieferungen im Jahr 2026. Daran hat sich auch nichts geändert. Doch sollten die Preise an den Zapfsäulen nun wieder deutlich nachgeben, so könnte es manch einem schwerer fallen, der Prognose auch weiterhin Glauben zu schenken.

 

Es ist noch nicht vorbei

 

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeAlles in allem machte sich an der Börse gestern große Erleichterung, fast schon Feierlaune bemerkbar. Bedenklich stimmt jedoch, dass die Waffenruhe innerhalb von Stunden bereits in Zweifel gezogen wurde. Der Iran pocht darauf, dass auch Angriffe Israels auf den Libanon beendet werden. Israel jedoch zeigt sich uneinsichtig und rasselt weiter mit den Säbeln. Die weitere Entwicklung bleibt kaum vorhersehbar und Zeit zum Ausruhen gibt es weiterhin nicht.

 

 

09.04.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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