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TSMC steckt Milliarden in eine neue Chipfabrik in Dresden, was bei den derzeitigen Bilanzen aber kaum weiter auffällt

Sowohl in Dresden als auch anderswo sorgt TSMC für Euphorie

NTG24 - TSMC steckt Milliarden in eine neue Chipfabrik in Dresden, was bei den derzeitigen Bilanzen aber kaum weiter auffällt

 

Die Wirtschaft in Deutschland lahmt weiterhin spürbar und geklagt wird unter anderem über fehlende Investitionsbereitschaft. Hohe Energiepreise und andere Standortnachteile sorgen für Zurückhaltung bei vielen Unternehmen. Wohl dem, der dank KI-Boom schwindelerregende Gewinne schreibt und bei Investitionen nicht ganz so genau hinsehen muss. Genau das ist beim Auftragsfertiger TSMC der Fall.

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Der Chipkonzern aus Taiwan profitiert massiv von der gegenwärtigen Nachfrage nach Chips bei Rechenzentren. Dabei ist es auch nur beiläufig von Interesse, ob nun GPUs oder CPUs gefragt sind. Bei beiden Segmenten ist TSMC (US8740391003) im Highend-Bereich mehr oder minder konkurrenzlos. Das sorgt Quartal für Quartal für verlässliche Milliardengewinne und ein schwindelerregendes Wachstumstempo. Zudem kann der Konzern seine Preise nahezu beliebig erhöhen und damit Rekordmargen erzielen.

In einer derart starken Position kann TSMC mehrere Milliardeninvestitionen gleichzeitig vorantreiben. Ein Projekt dieser Größenordnung verfolgt man derzeit zusammen mit Bosch, Infineon und NXP in Dresden. Dort soll für rund zehn Milliarden Euro das bisher größte Chipwerk in Europa aus dem Boden gestampft werden. Da die Hälfte in Form von Subventionen beigesteuert wird und die Ausgaben sich auf mehrere Partner verteilen, fällt das Ganze in der Bilanz von TSMC kaum weiter auf. Allein im ersten Quartal meldete der Konzern einen Nettogewinn von umgerechnet 15,7 Milliarden Euro; 58 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

 

 

 

TSMC stellt ein

 

Anderswo nimmt TSMC deutlich mehr Geld in die Hand, denn die größten und wichtigsten Kunden sitzen weiterhin in den USA. Dort wird vor allem am Ausbau von Chipfabriken für die Hyperscaler aus dem KI-Segment gebastelt. In Dresden hingegen geht es vordergründig darum, den Bedarf der eigenen Partner sowie die Automobilindustrie zu beliefern. Versprochen wird, voraussichtlich ab dem kommenden Jahr die weltweit fortschrittlichsten Mikrocontroller zu fertigen, wie TSMC-Vorstand Kevin Zhang gegenüber Reportern in Amsterdam wissen ließ.

Das Projekt scheint derzeit schnelle Fortschritte zu machen. Im Sommer sollen über 5.000 Bauarbeiter das Ganze voranbringen. In den an die Fabrik angrenzenden Büros scheint bereits der Innenausbau stattzufinden. Parallel dazu stellt TSMC schon im großen Stil ein. Sobald alle Maschinen vor Ort installiert sind, sollen rund 2.000 Beschäftigte am Standort arbeiten. Aktuell sind es lediglich etwa 100.

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Die Fabrik in Dresden ist für TSMC nicht spielentscheidend. Es ist aber eine günstige Gelegenheit, um das Wachstum voranzutreiben und auch in Europa Kapazitäten aufzubauen. Solche sind sehr gefragt. Denn während der Auftragsfertiger nach mehr Umsatzmöglichkeiten strebt, möchte die EU sich in geopolitisch unsicheren Zeiten unabhängiger machen. Das ist auch der hauptsächliche Grund dafür, dass für neue Chipfabriken seitens der Politik tief in die Tasche gegriffen wird.

 

Wachstum allerorten

 

Die Börsen konzentrieren sich hinsichtlich TSMC weiterhin auf andere Themen. Die Aktie erlebt einen anhaltenden Höhenflug dank des unersättlichen Chip-Hungers von Hyperscalern aus dem KI-Segment. Ob jene nun bei Nvidia, AMD oder Intel einkaufen, ist für TSMC nicht weiter von Interesse. Die Highend-Chips der US-Konzerne kommen so oder so aus einem Werk von TSMC. Das Unternehmen investiert auch viel in zukünftige Fertigungstechnologien, um seinen Vorteil halten zu können.

Solange TSMC von KI-Hype getragen wird, kann das Unternehmen sich Milliardeninvestitionen problemlos leisten und den Anlegern damit weitere Wachstumsaussichten bieten. Dementsprechend bleibt die Stimmung weiterhin hervorragend. Satte 424,86 US-Dollar standen zu Handelsschluss am Donnerstag beim eigenen Aktienkurs. Das sind knapp 120 Prozent mehr als noch vor einem Jahr. TSMC bleibt eine der Schlüsselfiguren beim Hochlauf von KI-Technologie und damit auch einer der größten Profiteure des anhaltenden Börsenhypes im Segment. Allen Warnungen vor einer möglichen Blasenbildung zum Trotz ist bisher noch kein Ende am Horizont zu sehen.

 

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29.05.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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  • ELLI - 30.05.2026 22:55:10 Uhr


 

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