Der Boom im Chipsegment hält weiter an und TSMC bleibt einer der größten Profiteure dieser Entwicklung
Die Umsätze von TSMC schnellen weiter in die Höhe
An den Börsen macht sich noch immer eine eher gedrückte Stimmung breit. In zahlreichen Sektoren wird befürchtet, dass abreißende Lieferketten und steigende Kosten die Absätze in die Tiefe reißen könnten. Das Chipsegment ist zwar nicht völlig frei von derartigen Sorgen. Bisher zeigt sich dort aber keinerlei Anzeichen eines Nachlassens des Wachstums.
Das zeigte sich kürzlich sehr deutlich bei vorläufigen Kennzahlen des Auftragsfertigers TSMC (US8740391003), über die unter anderem das „Handelsblatt“ berichtete. Im ersten Quartal stiegen ohnehin schon schwindelerregende Umsätze aus dem Vorjahr um noch einmal 35 Prozent auf nun 30,5 Milliarden Euro. Das Wachstum hat damit noch einmal an Tempo zugenommen.
Dabei soll es auch bleiben, weshalb TSMC Milliarden für den Ausbau von Produktionskapazitäten in die Hand nimmt. Im laufenden Jahr sollen es 56 Milliarden sein und damit noch einmal gut ein Drittel mehr als 2025. Für genügend Nachfrage dürfte dabei gesorgt sein. Auf der Kundenliste des Chipkonzerns aus Taiwan steht alles, was in der Tech-Branche Rang und Namen hat. Sowohl Nvidia als auch Apple lassen bei TSMC fertigen. Sogar Konkurrent Intel greift bei einigen Chips auf die moderne Fertigung aus Taiwan zurück.
TSMC: Kein Ende in Sicht?
Es ist absehbar, dass das schon fast unwirkliche Wachstumstempo bei TSMC eines Tages nachlassen wird. In diesem Jahr wird es aber wohl nicht so weit sein, wenn die Prognosen des Managements zutreffen mögen. Gerechnet wird damit, dass die Umsätze im Gesamtjahr um rund 30 Prozent zulegen werden. Größter Antreiber bleibt dabei das Geschäft mit Chips für KI-Beschleuniger.
Das ruft natürlich die Bullen auf den Plan, die bei TSMC fleißig zugreifen. Anders als bei vielen anderen Aktien hinterließ auch der Irankrieg keinen bleibenden Eindruck. Der Aktienkurs stieg seit Jahresbeginn um 17,5 Prozent bis auf 321,50 Euro am Montagmorgen an den hiesigen Märkten. Das Allzeit-Hoch bei 333 Euro haben die Käufer weiter fest im Blick.
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15.04.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

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