als .pdf Datei herunterladen

19,5 % durch den Verkauf der TUI-Aktie im spekulativen Musterdepot realisiert

TUI-Aktie verliert mit neuem Rettungspaket an Attraktivität

 

Wie wir bereits im Zürcher Trend50/2020 vom 9. Dezember berichten, schmeckt vielen Investoren der TUI AG (ISIN: DE000TUAG000; WKN: TUAG00) das weitere Rettungspaket ganz und gar nicht. Dies ist auch verständlich, da kurzfristig wie bereits erläutert, eine massive Erhöhung der Anzahl der umlaufenden Aktien im Rahmen der unternehmenseigenen Finanzplanung abzusehen ist. Zwar können Altaktionäre sich an einer anstehenden Kapitalerhöhung im Volumen von 500 Millionen Aktien mit ihrem Bezugsrecht beteiligen und die neuen Papiere zum Preis von 1,07 Euro zeichnen, allerdings erhält auch der Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) der Bundesregierung die Gelegenheit, eine wandelbare Einlage in Höhe von 420 Millionen Euro zum Preis von 1,00 Euro in TUI-Anteile zu tauschen.

Somit zeichnet sich ab, dass sich die Anzahl der derzeit umlaufenden 590 Millionen Aktien noch einmal um 920 Millionen Papiere erhöhen könnte. Zudem musste TUI im Rahmen der Hilfsmassnahmen umfangreiche Kredite aufnehmen, die selbstverständlich mittelfristig nach dem Ende der Corona-Krise zurückzuzahlen sind. Gleichzeitig ist mit der zweiten Pandemie-Welle noch keinesfalls abzusehen, ob das Geschäft im Sommer 2021 wieder das vor Vorkrisenniveau erreicht.

 

Intensiver Wettbewerb um Urlauber

 

 

Ohnehin stand das Geschäftsmodell des TUI-Konzerns bereits in den Vorjahren aufgrund des starken Wettbewerbs unter Druck. So konnten die Hannoveraner im Jahr 2019 lediglich eine Nettoumsatzrendite von 2,2 % erzielen, was zeigt, dass das Margenpotenzial bei dem Touristikdienstleister auch in normalen Zeiten vergleichsweise begrenzt ist. Hingegen treten Konkurrenten wie Expedia immer stärker mit sehr preisgünstigen Onlineangeboten auf dem Markt, wobei sich der Kampf um die Urlauber dank der immer stärkeren Nutzung des Internets künftig noch intensivieren dürfte. Deshalb sind die langfristigen Aussichten für die TUI AG maximal als neutral einzustufen.

Anzeige:

Werbebanner Zürcher BörsenbriefeWir haben aufgrund des extrem gesunkenen Aktienkurses dennoch eine Position bei 3,89 Euro je Anteilschein aufgebaut, da nach dem steilen Preisverfall eine Gegenreaktion bei der TUI-Aktie zu erwarten war. Mit der Verkündung des Rettungspaketes und den Risiken für das künftige Sommergeschäft hat sich das Chance-Risiko-Potenzial bei dem Titel nun so stark verschlechtert, dass wir im jüngsten Zürcher Trend den Verkauf der Position im spekulativen Musterdepot bereits angekündigt haben. Unsere Transaktion rechnen wir zum heutigen Xetra-Eröffnungskurs ab, der exakt bei 4,65 Euro lag. Gegenüber unserem Einstandskurs von 3,89 Euro realisieren wir durch unseren aktiven Verkauf einen prozentualen Gewinn in Höhe von 19,5 %.

Eine konkrete Empfehlung zu dieser Analyse ist den Lesern des Zürcher Trends vorbehalten. Den Zürcher Trend und die zugehörigen Empfehlungen können Sie im Rahmen eines kostenlosen Probe-Abonnements ausgiebig testen.

 

17.12.2020 - Tim Rademacher - tr@zuercher-boersenbriefe.ch

 









Ihre Bewertung, Kommentar oder Frage an den Redakteur


Bitte geben Sie die Anzahl der unten gezeigten Eurozeichen in das Feld ein.
>

 



Bewertungen, Kommentare und Fragen an den Redakteur

 

 

Haftungsausschluss - Die EMH News AG übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit der Empfehlungen sowie für Produktbeschreibungen, Preisangaben, Druckfehler und technische Änderungen. (Ausführlicher Disclaimer)