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Die Commerzbank tut sich weiter schwer, Nel ASA segelt weiter in die Tiefe, auch TUI steht unter Druck und Apple droht ein Verkaufsverbot

Die Märkte bleiben unberechenbar

NTG24 - Die Commerzbank tut sich weiter schwer, Nel ASA segelt weiter in die Tiefe, auch TUI steht unter Druck und Apple droht ein Verkaufsverbot

 

Zumindest etwas hat sich die Stimmung an den Märkten gestern gebessert und die Anleger konnten sich wieder vermehrt über grüne Vorzeichen freuen. Jene spielten sich aber in einem sehr überschaubaren Rahmen ab und die wenigsten Titel konnten die Verluste der vorherigen Tage ausgleichen. Manche gaben sogar weiter nach, denn Herausforderungen gibt es noch immer mehr als genug.

Für die Commerzbank (DE000CBK1001) sieht es momentan eigentlich bestens aus. Das Geldhaus konnte unlängst hervorragende Zahlen vorweisen und kürzlich gab es nach eher vorsichtigen Analystenstimmen endlich auch mal eine deutlich positive Prognose zu hören. Morgan Stanley hat die eigenen Kaufempfehlung bestätigt und das Kursziel kräftig von zuvor 13 auf nun 15 Euro angehoben.

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Allerdings wären die Anleger schon froh, wenn die Commerzbank das frühere Kursziel ins Visier nehmen könnte. Davon ist der Titel ein gutes Stück entfernt, der zuletzt von 11,50 Euro ausgehend in Richtung Süden korrigierte. Gestern reichte es nur für minimale Zugewinne in Höhe von 0,14 Prozent. Der Kurs bliebt mit 10,70 Euro zu Handelsschluss auf charttechnisch gefährlichem Niveau. So ganz scheinen die Bullen dem Frieden noch nicht zu trauen.

 

Für Nel ASA sieht es nicht gut aus

 

Keine guten, aber immerhin auch keine schlechten Nachrichten gab es am Donnerstag rund um Nel ASA (NO0010081235) zu vermelden. Das reichte aber leider nicht aus, um die Talfahrt der letzten Tage zu beenden. Stattdessen ging es um weitere 0,8 Prozent in die Tiefe, womit das Papier bei exakt 1,50 Euro aufgeschlagen ist. Zeitweise wurde diese sowohl psychologisch als auch charttechnische Marke sogar nach unten durchkreuzt.

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeDas passt zu eher skeptischen Analysten, welche der Nel ASA-Aktie kurzfristig kein Aufwärtspotenzial mehr zutrauen. Die Kursziele wurden zuletzt von mehreren großen Analysehäusern gestutzt und bewegen sich in vielen Fällen nur noch knapp oberhalb der 1-Euro-Linie. Sollte das Papier weiter nachgeben, könnte den Anteilseignern eine noch sehr viel heftigere Korrektur als bisher schon ins Haus stehen. Leider gibt es momentan nur ausgesprochen wenige Argumente, die gegen eine solche Entwicklung sprechen würden. Allerdings war Nel in der Vergangenheit auch immer wieder für Überraschungen gut.

 

Ungewisse Aussichten bei TUI

 

Der Höhenflug von TUI (DE000TUAG000) scheint ebenfalls sein Ende gefunden zu haben. Nach einem kurzen Ausflug über die 2-Euro-Marke setzten Gewinnmitnahmen dem Titel zu und in einem von Zinssorgen geprägten Marktumfeld ging es nun weiter abwärts. Nach Abschlägen von knapp 1,7 Prozent am Donnerstag standen bei Handelsschluss nur noch 1,86 Euro auf dem Ticker. Die Zugewinne seit Jahresbeginn scheinen immer schneller dahinzuschmelzen.

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Werbebanner EMH PM TradeVielleicht war das zu erwarten, denn eigentlich gab es kaum überzeugende Gründe für die kleine Rallye bei der TUI-Aktie. Die Geschäfte laufen zwar wieder etwas besser. Aus Branchenkreisen ist aber zu hören, dass das Niveau von vor der Corona-Pandemie noch immer nicht erreicht wurde. Zudem steht bei TUI in diesem Jahr eine Kapitalerhöhung an, welche die Kurse unweigerlich verwässern wird. Solche Themen wurden zeitweise ausgeblendet, schlagen nun aber umso stärker durch.

 

Droht der Apple Watch das Aus in den USA?

 

Bei Apple (US0378331005) bewegen die Kurse sich nicht gerade auf Rekordniveau, doch im Vergleich zu vielen anderen Tech-Titeln konnte das Papier sich zuletzt einigermaßen stabil halten. Damit könnte es aber vorbei sein, sollte AliveCor mit einer Klage in den USA durchkommen. Der Hersteller von EKG-Hardware sieht seine Patente von Apple verletzt und fordert nicht weniger als ein Verkaufsverbot für die Apple Watch in den USA.

Für ein solches wurde nun ein wichtiger erster Schritt gemacht. Das Weiße Haus hat sich laut einem Bericht von „heise.de“ dagegen entschieden, einen Einfuhrstopp für die Apple Watch kategorisch auszuschließen. Noch steht zwar ein Berufungsverfahren an, doch momentan ist so ziemlich alles offen. Apple schätzt die Angelegenheit natürlich etwas anders ein und wehrt sich nach Kräften gegen die Vorwürfe. Der Ausgang des Verfahrens bleibt offen, Anleger behalten das Ganze aber in jedem Fall im Auge.

 

Weiter wie gehabt?

 

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Werbebanner ClaudemusDie Börsen verhalten sich weiterhin nur wenig berechenbar. Auch wenn der Donnerstag endlich wieder für minimale Erleichterung sorgte, so macht sich nach wie vor viel Unsicherheit breit. Solange sich daran nichts ändert, könnten wir nur eine Hiobsbotschaft von der nächsten heftigen Korrektur entfernt sein. Das ist für Anleger kein Grund, um panisch ihre Depots aufzulösen. Erhöhte Vorsicht ist aber nach wie vor das Gebot der Stunde und dabei wird es wohl auch noch eine ganze Weile bleiben.

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24.02.2023 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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