TUI wieder unter 9 Euro, Novo Nordisk senkt Preise in China, DroneShield muss ebenfalls Federn lassen und Tesla wird überholt
Mit den Kursgewinnen steigt auch stets das Risiko einer Korrektur
An den Börsen konnte jüngst so manches erfreuliche Comeback gefeiert werden und auch Rekorde sind momentan keine Seltenheit. Das ist erstmal sehr erfreulich, bringt aber stets auch Gelegenheiten für Gewinnmitnahmen mit sich. Zu Beginn der letzten Handelswoche scheint es recht beliebt zu sein, noch das eine oder andere Schäfchen ins Trockene zu bringen.
Gelohnt hat sich das für viele Anleger von TUI (DE000TUAG505), nachdem die Aktie des Reiseveranstalters zuletzt munter in die Höhe steigen konnte. Obschon der Reiseveranstalter noch immer schwer von Leerverkäufern beharkt wird und hohe Schulden für diverse Zweifel sorgen, konnten die Bären sich der anhaltend hohen Nachfrage im Reisesegment letztlich wenig entgegensetzen. Die Kurse stiegn kürzlich über die 9-Euro-Marke und landeten damit in direkter Nähe zum 52-Wochen-Hoch bei 9,45 Euro.
Für neue Höchststände sollte es aber am Montag nicht reichen. Stattdessen traten die Verkäufer in den Vordergrund und es ging um 3,8 Prozent auf 8,87 Euro abwärts. Das ist etwas ernüchternd, aber noch kein Beinbruch. Fundamentale Gründe für den Kursrückgang gibt es nicht und aus charttechnischer Sicher entsteht auch noch keine Gefahr eines Rückfalls in den Abwärtskanal. Nachdem es in den letzten sechs Monaten um etwa 20 Prozent aufwärts ging, ergab sich schlicht eine dankenswerte Gelegenheit, um Gewinne in die Tat umzusetzen.
Novo Nordisk macht sich bereit
Bei Novo Nordisk (DK0062498333) ist die jüngste Erholung noch nicht lange her, und zurückzuführen war jene auf die Zulassung für eine oral zu verabreichende Variante des Abnehmmittels Wegovy, oder anders ausgedrückt einer Abnehmpille. Darauf reagierte die Aktie mit Aufschlägen von über sieben Prozent. Nach den Feiertagen sorgt Wegovy nun aber wieder für einen Dämpfer.
Wie Medienberichten zu entnehmen ist, will der dänische Hersteller die Preise für Wegovy wohl srastishc reduzieren. Die Rede ist gar von einer Halbierung. Genaue Details dazu wurden bisher nicht genannt. Beobachter gehen aber davon aus, dass damit Vorbereitungen für das Auslaufend des Patents im Reich der Mitte getroffen werden sollen. Die Konkurrenz wird stärker und das Margenpotenzial schwächt sich ab. Das sorgt nicht für die besten Aussichten und die Aktie trieb es so wieder um 1,4 Prozent auf 43,80 Euro abwärts. Es bleibt zum Jahresausklang letztlich bei einem überschaubaren Kurs.
DroneShield bleibt am Boden
Eine recht wilde Achterbahnfahrt erlebt momentan die Aktie von DroneShield (AU000000DRO2). Zuletzt konnte das Unternehmen nach einer massiven Vertrauenskrise die Bullen wieder etwas mehr auf die eigene Seite holen. Plötzliche und drastische Abverkäufe von Managern werden in Zukunft nicht mehr so einfach möglich sein. Das trieb den Aktienkurs wieder in höhere Gefilde, aber noch lange nicht zurück zu alten Rekorden.
Solche werden wohl auch weiterhin nicht ohne Weiteres erreicht werden können. Der gestrige Montag brachte Abschläge von 6,9 Prozent mit sich und die noch am Dienstag touchierte 2-Euro-Line bleibt weiter in der Ferne. Zu Handelsschluss am Montag standen 1,78 Euro auf dem Ticker. Ein Plus von knapp 300 Prozent seit Jahresbeginn zeigt, dass hier durchaus noch Hoffnungen eingepreist sind. Sie sind aber kleiner geworden und Risiken können oder wollen die Käufer nicht länger ignorieren.
Tesla fällt zurück
Hoffnungen auf Durchbrüche bei Robotaxis ließen die Tesla-Aktie vor Kurzem auf neue Höchststände ansteigen. In der letzten Handelswoche wird die Stimmung aber wieder etwas geerdet. Denn die Anleger werden erneut daran erinnert, dass Tesla (US88160R1014) beim Verkauf von E-Autos weiterhin mit eklatanten Absatzrückgängen zu kämpfen hat. Wie der „Spiegel“ berichtet, führt das aller Voraussicht nach dazu, dass der US-Konzern die Marktführerschaft im E-Auto-Segment aus der Hand geben muss.
Es deutet sich an, dass BYD die Pole Position unter den E-Autobauern übernehmen wird. Das ist zunächst zwar nur ein Prestigegewinn. Doch die Aktionäre von Tesla könnten sich zweifellos bessere Neuigkeiten vorstellen. Die Aktie reagierte auf die vor allem für die Konkurrenz frohe Kunde mit einem Abschlag von 3,3 Prozent am Montag. Der Kurs ging auf noch immer beeindruckende 459,64 Dollar zurück.
Nur keine Panik
Nicht jede Korrektur entspricht gleich einem Crash mitsamt anschließendem Abwärtstrend. Gerade Gewinnmitnahmen können auch einen reinigenden Charakter haben und für frische Einstiegschancen sorgen. Im Vordergrund sollten stets und immer fundamentale Überlegungen stehen. Denn solange die Basis stimmt und ein Unternehmen in Zukunft wachsen kann, wird der Aktienkurs diesem Beispiel in der überwältigenden Mehrheit der Fälle folgen. Daher ist auch eine spürbare Korrektur nicht direkt ein Grund, um panisch Anteile aus dem Depot zu werfen und die Kursverluste damit selbst noch weiter anzutreiben.
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30.12.2025 - Andreas Göttling-Daxenbichler

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