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Die Lufthansa hebt ab, Fraport folgt dem Beispiel und bei TUI steigt ebenfalls die Stimmung – BÖRSE TO GO

Hoffnungsvolle Zeiten an der Börse!

NTG24 - Die Lufthansa hebt ab, Fraport folgt dem Beispiel und bei TUI steigt ebenfalls die Stimmung – BÖRSE TO GO

 

Selten wurde eine Absichtserklärung an der Börse mehr gefeiert als am gestrigen Montag. Nach einer sehr brüchigen Waffenruhe konnten sich die USA und der Iran auf ein Kriegsende einigen und die Straße nach Hormus soll noch vor dem Wochenende geöffnet werden, wenn den Worten von Donald Trump Glauben geschenkt werden mag. Das sorgt besonders im Reisesektor für allgemeine Erheiterung.

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Der Dax konnte im frühen Handel wieder die Marke von 25.000 Punkten hinter sich lassen, dort allerdings nicht allzu lange verweilen. Am Mittag ließ die Kauflaune schon wieder nach und zu Handelsschluss standen noch 24.894 Punkte auf der Anzeigetafel. Das Tagesplus belief sich letztlich auf immer noch respektable 1,1 Prozent. Allerdings machten sich schon Zweifel daran breit, ob nun auch ein dauerhafter Frieden gefunden werden kann. Denn Israel flog bereits neuerliche Angriffe im Libanon.

Genau das ließ die Bullen auch an den US-Märkten wieder dezent in die Defensive gehen. Getragen wurde der Dow Jones allerdings noch von der Hoffnung, dass spürbare Rückgänge bei den Ölpreisen neuerliche Zinserhöhungen verhindern; vielleicht sogar Zinssenkungen erlauben könnten. Es ging um 0,9 Prozent auf 51.671 Punkte in Richtung Norden. Ausgelassene Stimmung im KI-Segment ließ den Nasdaq 100 derweil um satte 3,1 Prozent auf 30.544 Punkte ansteigen.

Mit die größte Erholung erlebte der japanische Leitindex Nikkei 225, den es um knappe fünf Prozent bis auf 69.318 Punkte aufwärts trieb. Das kommt wenig überraschend. Japan hatte unter der Sperrung der Straße von Hormus besonders zu leiden, da rund 90 Prozent der Ölimporte in der Vergangenheit die Meerenge passierten. Nun gibt es die Hoffnung, dass nachhaltige Entspannung einkehren könnte.

 

Die Lufthansa im Höhenflug

 

Der Blick auf die Ölmärkte sorgte bei den Aktien von Reiseunternehmen für ein kollektives Aufatmen. Hübsche Kursgewinne gab es bei der Lufthansa (DE0008232125) zu sehen, welche sich im Kurs um 3,9 Prozent auf 8,86 Euro verbesserte. Damit konnten die Verluste seit Anfang März weitgehend wettgemacht werden, wenngleich nicht direkt die Höchststände aus dem Februar erreicht werden konnten und die Käufer an der 9-Euro-Marke noch abprallten. So aus der Absichtserklärung noch ein Frieden werden mag, wären es aber zweifellos gute Neuigkeiten. Denn neben sinkendem Kostendruck würde auch die Gefahr einer drohenden Unterversorgung von Kerosin verschwinden.

 

Fraport zeigt sich stärker

 

Geht es den Airlines gut, so gibt es auch bei der Frankfurter Flughafenbetreiberin Fraport (DE0005773303) nichts zu meckern. Folgerichtig konnte die Aktie ebenfalls von der ausgelassenen Stimmung an den Börsen profitieren und sich um 3,3 Prozent auf 73,45 Euro verbessern. Gleichzeitig meldete der Flughafen Frankfurt, die Skyline-Bahn wieder in Betrieb genommen zu haben, welche das kürzlich eröffnete Terminal 3 ansteuert. Nach einigen technischen Störungen wurde die Geschwindigkeit zwar auf 50 km/h gedrosselt. Das dürfte aber noch immer angenehmer sein, als den Weg mit Ersatzbussen zurückzulegen.

 

TUI probt den Ausbruch

 

Die Aktie von TUI (DE000TUAG505) konnte derweil die 7-Euro-Marke nicht nur verteidigen, sondern sogar noch eine Schippe drauflegen. Beim Ertönen der Handelsglocke notierte das Papier bei 7,32 Euro und damit rund 3,5 Prozent höher als noch am Freitag. Im Wochenvergleich ging es nun schon um 8,5 Prozent aufwärts. Das klingt eindrucksvoll, es bleibt aber noch viel zu tun. Denn vor dem Irankrieg wurden zuweilen mehr als neun Euro je Anteilsschein gezahlt. Darin versteckt sich ein klarer Hinweis darauf, dass die Absichtserklärung zwischen den USA und dem Iran doch noch mit einer gewissen Skepsis behandelt wird.

 

Tagestermine

 

Nach der gestrigen Erholung in Nippon blicken die Anleger heute auf die Pressekonferenz der Bank of Japan, welche zu den hiesigen Morgenstunden erwartet wird. Etwas weiter westlich stehen in China Daten zu Einzelhandelsumsätzen und der Industrieproduktion an. Ruhig bleibt es hinsichtlich dem Thema Quartalszahlen. Impulse könnten aber Hauptversammlungen liefern, die unter anderem bei T-Mobile, Traton und Dr. Pepper stattfinden.

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16.06.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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