Gerüchten zufolge soll der Vorverkauf von GTA 6 bald bevorstehen und die Aktie von Publisher Take-Two treibt es schon im Voraus in die Höhe
Die Vorfreude bei den Anlegern von Take-Two nimmt zu
Nach mehreren Verschiebungen soll es im November endlich so weit sein. Mit GTA 6 soll der Nachfolger zum zweiterfolgreichsten Videospiel aller Zeiten an den Start gehen. Im Vorfeld hielt sich Publisher Take-Two bisher äußerst bedeckt. Ein neuer Trailer wurde Fans und Anlegern seit Monaten nicht gegönnt und manch einer befürchtete da schon, dass es vielleicht noch eine Verschiebung geben könnte.
Doch wie unter anderem das Fachmagazin „Play3.de“ berichtet, könnte Take-Two (US8740541094) sein schweigen wohl bereits am heutigen Montag brechen. Gemunkelt wird darüber, dass der offizielle Vorverkaufsstart verkündet werden soll. Als Hinweis darauf dient in erster Linie eine durchgesickerte E-Mail aus dem Partnerprogramm der US-Elektronikkette Best Buy. Dort heißt es, dass am 18. Mai eine große Werbekampagne für GTA 6 starten soll.
Viel mehr Hinweise gibt es nicht und die Börse reagierte dennoch mehr als deutlich. Die Aktie von Take-Two legte am Donnerstag um rund fünf Prozent zu, was die Marktkapitalisierung mal eben um über zwei Milliarden US-Dollar erhöhte. Das zeigt recht unmissverständlich, welche enormen Hoffnungen auf GTA 6 ruhen. Erwartet wird einer der, wenn nicht der größte Launch eines Entertainment-Produkt aller Zeiten. Das bringt auch Spekulationen um den Preis mit sich.
Take-Two im Fokus der Börsianer
Die Preise für Spiele sind in den letzten Jahren bereits merklich gestiegen. Hierzulande sind 80 Euro für ein neu erschienenes Spiel keine Seltenheit mehr. Im Falle von GTA 6 wird nun darüber gemunkelt, dass Take-Two 100 Euro oder sogar noch mehr für die Standard-Variante verlangen könnte. Die Fürsprecher argumentieren damit, dass die Fans solche Preise ohne mit der Wimper zu zucken zahlen würden.
Gleichwohl könnte es die Verkaufszahlen durchaus negativ beeinflussen. Schließlich haben sich auch die Konsolen PlayStation 5 und Xbox Series, auf denen der Titel zum Start erscheinen wird, enorm verteuert. Seit April kostet die günstigste Variante der PlayStation 5 beispielsweise 600 Euro. Zum Launch im Jahr 2020 waren es noch 400 Euro. Für den PC erscheint GTA 6 erst etwas später; ein genauer Termin ist bisher nicht bekannt. Doch über die Kosten für Arbeitsspeicher und Grafikkarten muss gar nicht weiter diskutiert werden. Auch dort wird der Geldbeutel der Gamer längt überstrapaziert.
Investiert hat Take-Two in die Entwicklung von GTA 6 Gerüchten zufolge deutlich mehr als eine Milliarde Dollar, womit sämtliche Rekorde gesprengt werden würden. Das dürfte sich allerdings auszahlen. Der Vorgänger verkaufte sich über 225 Millionen Mal. Selbst bei einem durchschnittlichen Verkaufspreis von nur 20 Dollar wäre es also bereits ein lukratives Geschäft, sollte der Nachfolger ähnlich oft über die Ladentheke gehen. Dazu kommen dann noch die Einnahmen des Online-Modus, welche bei GTA 5 bis heute sehr hoch ausfallen. Von Hackern erbeutete Daten zeigten vor Kurzem, dass damit über fünf Milliarden Dollar an Umsätze generiert werden konnten.
Hype im Anmarsch?
Je näher der Release von GTA 6 rückt, desto mehr dürfte die Aktie von Take-Two in den Fokus der Anleger rücken. Für einen möglichst erfolgreichen Launch wird es nicht nur auf die Qualität des Spiels ankommen. Auch ein passendes Marketing wird eine große Rolle spielen. Ein neuer Trailer oder dergleichen könnte den Aktienkurs wieder merklich in die Höhe bewegen. Der langfristige Erfolg von GTA 6 lässt sich zwar noch nicht vorhersagen.
Der Launch dürfte aber alles bisher Dagewesene locker in die Tasche stecken. In der Branche wird sogar darauf gehofft, dass damit die dezent kriselnde Gaming-Branche wieder etwas Rückenwind bekommen könnte. Derart große Hoffnungen bringen immer auch das Risiko von Enttäuschungen (auf hohem Niveau) mit sich. Doch es müsste schon einiges schiefgehen, damit Take-Two mit dem Mega-Blockbuster nicht das beste Geschäftsjahr seit Langem gewährt wird.
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18.05.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

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