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Trotz erfreulicher Zahlen und einem optimistischen Ausblick überrascht Toyota mit einem neuen Gesicht im Chefsessel

Toyota tauscht den Chef aus und verteilt Prioritäten neu

NTG24 - Trotz erfreulicher Zahlen und einem optimistischen Ausblick überrascht Toyota mit einem neuen Gesicht im Chefsessel

 

In der vergangenen Woche stellte Toyota, wie erwartet, frische Quartalszahlen vor und wolle aus der Angelegenheit gar keine große Sache machen. Eine Pressekonferenz sollte es am vergangenen Freitag gar nicht erst geben. Kurzfristig machte sich dann aber doch noch Mitteilungsbedürfnis breit. Das lag allerdings nicht in erste Linie an den Ergebnissen, mit denen Unternehmen und Anteilseigner unter dem Strich recht zufrieden sein dürften.

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeUnbedingt leicht gemacht wurde Toyota (JP3633400001) das Leben im vergangenen Jahr nicht. Allein die Belastungen aufgrund von US-Zöllen belastete der größte Autobauer der Welt auf umgerechnet 7,8 Milliarden Euro. Doch konsequente Kosteneinsparungen sowie starke Verkaufszahlen konnten den Gewinnrückgang einigermaßen im Rahmen halten. Für das noch bis März laufende Geschäftsjahr wird ein Betriebsgewinn von 3,8 Billionen Yen in Aussicht gestellt. Das entspricht etwa 23 Milliarden Euro und rund zehn Prozent mehr als in der vorherigen Prognose.

 

 

 

Auf fundamentaler Seite hatte Toyota in einem schwierigen Umfeld also durchaus gute Neuigkeiten im Gepäck. Das war allerdings nicht das große Thema, welches dem Konzern auf der Seele brannte und zur kurzfristigen Einladung von Pressevertretern führte. Viel mehr wollten die Japaner über eine recht plötzliche und unerwartete Änderung in der Chefetage informieren. Dort räumt Koji Sato nach nur drei kurzen Jahren schon wieder den Posten des CEO.

 

Toyota orientiert sich wohl neu

 

Letzteres liegt allerdings nicht daran, dass Aufsichtsrat, Aktionäre oder sonst irgendjemand mit Sato unzufrieden wäre. Schließlich fielen die Zahlen sehr solide aus und schlugen die allgemeinen Erwartungen. Stattdessen wird dem bisherigen CEO wohl eine neue Aufgabe zuteil. Als Vize-Chairman und Chief Industrial Officer soll er sich in Zukunft vor allem um Regierungs- und Allianzangelegenheiten kümmern. Um diesem Thema seine volle Aufmerksamkeit widmen zu können, delegiert er andere wichtige Aufgaben an seinen Nachfolger Kenta Kon.

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Kenta Kon trat bisher als Finanzchef von Toyota in Erscheinung und schein damit prädestiniert dafür zu sein, die Ertragskraft weiter zu steigern und Toyota damit fit für die Zukunft zu machen. Genau das soll mit zur Hauptaufgabe des designierten neuen CEO Kon werden, zumindest laut Aussage seines Vorgängers Koji Sato. Außerdem scheint durch die neue Struktur in der Chefetage auch eine schnellere Entscheidungsfindung bei Toyota angestrebt zu werden. Welche konkreten Schritte der neue CEO nun angehen mag, darüber gibt es aber noch keine klaren Informationen.

Unter den Aktionären macht sich dennoch Zuversicht breit und der neue CEO wurde an den hiesigen Handelsplätzen mit Kursgewinnen von 2,9 Prozent begrüßt. Das reichte aus, um die Toyota-Aktie nach einem kurzen Absacker wieder über die 20-Euro-Marke zu heben und damit den positiven Trend im Chart lebendig zu halten. 20,48 Euro standen zum Wochenende auf der Anzeigetafel und damit 11,8 Prozent mehr als zu Jahresbeginn. In der noch immer kriselnden Autobranche ist das bereits eine beachtliche Vorstellung.

 

Vorwärts!

 

Ob Toyota mit seiner Strategie Erfolg haben wird und der neue CEO die Gewinnschwelle merklich zu senken vermag, das lässt sich wohl nur abwarten. Übergeben wird ihm aber ein kerngesundes Unternehmen mit weiterhin ansehnlichen Gewinnen und dem Vorteil einer schwachen Heimatwährung, was im wichtigen Exportgeschäft für wichtige Vorteile sorgt. Koji Sato mit seiner Erfahrung aus der Produktentwicklung kümmert sich hingegen wohl verstärkt um Zulieferer und Partner, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.

Das klingt grundsätzlich nach einem klaren Plan, um Toyota weiter voranzubringen, die Marktführerschaft auf dem Weltmarkt zu verteidigen und sich vor Herausforderungen nicht wegzuducken. Schon allein der damit ausgestrahlte Optimismus und er Mut zur Veränderung genießt vielleicht Bewunderung in der aktuellen Zeit und angesichts der immer aggressiveren Konkurrenz aus China.

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09.02.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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