Die Übernahme von Wacker Neuson durch Doosan Bobcat scheint gescheitert
Baumaschinenhersteller ist bei südkoreanischen Mischkonzern nicht mehr auf der Prioritätenliste
Aktie von Wacker Neuson nach der geplatzten Übernahme durch Doosan Bobcat im freien Fall.
Die Aktie des deutschen Herstellers von Baugeräten und Kompaktmaschinen Wacker Neuson (DE000WACK012) befand sich in der letzten Woche aufgrund einer geplatzten Übernahme im freien Fall. Wacker Neuson ist im SDAX notiert und produziert sowie vertreibt über ein eigenes Händlernetz Maschinen speziell für die Bauwirtschaft und den Garten- und Landschaftsbau sowie Kommunen. Dabei erstreckt sich die Produktplatte von Wacker Neuson über sogenanntes Light Equipment wie Rüttelplatten und Stampfer bis zu Kompaktmaschinen wie Radlader und Bagger.
Zu Ende des letzten Jahres hatte Wacker Neuson angekündigt, dass der südkoreanische Mischkonzern Doosan Bobcat (KR7241560002) an einer Übernahme von Aktien in Höhe von rund 63 % des Grundkapitals interessiert sei. Zusätzlich plane Doosan Bobcat ein offizielles Barangebot an alle ausstehenden Aktionäre. Als Reaktion auf diese bevorstehende Übernahme schossen die Aktien von Wacker Neuson Ende 2025 um mehr als 40 % nach oben.
Nun scheint es so, dass die Gespräche zwischen den beiden Parteien gescheitert sind. Offiziell gab es noch keine Pressemitteilung zu den Gründen für den Abbruch der Gespräche. Der Jefferies-Analyst Martin Comtesse geht davon aus, dass die Gespräche aufgrund der Absichten von Doosan Bobcat den Wafer-Hersteller SK Siltron übernehmen zu wollen gescheitert sind, da dieser Deal intern als relevanter betrachtet wird. Laut Comtesse sei die Gründerfamilie von Wacker Neuson weiterhin daran interessiert die Anteile an dem SDAX-Konzern zu reduzieren.
Erst im November musste Wacker Neuson den Ausblick für das Geschäftsjahr erneut nach unten anpassen. Aufgrund der schwachen globalen Konjunktur und den Unsicherheiten um die US-Zollpolitik dürfte der Umsatz für 2025 nur noch zwischen 2,15 und 2,25 Milliarden Euro liegen und damit im besten Fall auf dem Niveau des Vorjahres. Positiv sei bestenfalls, dass die operative Marge für 2025 rund 1,2 Prozentpunkte über dem Vorjahr liegen sollte.
Das Ende der Übernahmegespräche sorgte bei der Aktie von Wacker Neuson für einen Tagesverlust von 21,43 %. Damit notiert die Aktie nach dem schwachen Start ins Börsenjahr 2026 wieder auf dem Niveau des Dezembers, vor der Ankündigung der Übernahmeinteressen.
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07.02.2026 - Christian Teitscheid

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