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Einem Medienbericht zufolge will der Bund wohl noch vor Jahresende mit dem Wiederverkauf von Uniper-Aktien beginnen

Details zu den mutmaßlichen Aktienplatzierungen rund um Uniper sind noch unbekannt

NTG24 - Einem Medienbericht zufolge will der Bund wohl noch vor Jahresende mit dem Wiederverkauf von Uniper-Aktien beginnen

 

Bedingt durch ausbleibende Gaslieferungen aus Russland geriet der Versorger Uniper nach Beginn des Ukraine-Kriegs heftig in Schieflage. Letztlich musste die Bundesregierung einspringen, um die Versorgung von Erdgas weiterhin gewährleisten zu können. Bis heute hält der Bund rund 99,1 Prozent der Anteile an Uniper. Allerdings ist fest vorgesehen, dass dieser Anteil bis 2028 auf 25 Prozent plus eine Aktie reduziert werden muss.

Nun ist die Staatskasse bekanntlich trotz Neuschulden Sondervermögen schwer unter Druck und so scheint es, als könnten Verkäufe der Aktien von Uniper (DE000UNSE026) schon recht bald vorangetrieben werden. Laut einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ peilt die Bundesregierung einen Verkauf wohl bereits ab Ende des laufenden Jahres an.

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Bewertet wird Uniper derzeit mit etwa 18 Milliarden Euro. Wie viel davon das Finanzministerium einnehmen könnte, wird letztlich davon abhängen, wie der Verkauf erfolgen mag. Werden die Märkte schlicht mit Anteilsscheinen geflutet, dürfte der Kurs allerdings herbe Rückschläge erleiden. Den Berichten zufolge rechnet Finanzminister Lars Klingbeil dennoch mit mindestens hohen einstelligen Milliardeneinnahmen.

Mittel- und langfristig würde eine höhere Liquidität der Uniper-Aktie wohl nicht schaden. Anleger könnten für den Moment dennoch recht entspannt auf der Seitenlinie bleiben. Das gilt vor allem, solange Zeitpunkt, Umfang und Ausgestaltung möglicher Verkäufe noch Gerüchte bleiben. Lunte gerochen haben die Aktionäre schon seit einer Weile, was mit für den zuletzt positiven Trend bei der Uniper-Aktie verantwortlich ist.

 

Uniper: Es wird munter spekuliert

 

Bis die Bundesregierung ihre konkreten Pläne für Wiederverkäufe nicht öffentlich macht, wird an den Märkten sehr wahrscheinlich weiterhin munter darüber spekuliert werden, wann es für Anleger wieder mehr als nur ein paar Krümel zu holen geben wird. Das sorgt erst einmal für eine erhöhte Volatilität, die trotz Aufwärtstendenz nicht zu übersehen ist. Ob der Zeitpunkt für einen Verkauf derzeit wirklich opportun sein mag, darüber lässt sich derweil streiten. Trotz wieder etwas höherer Kurse ist die Uniper-Aktie von ihren historischen Höchstswerten noch weit entfernt.

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19.05.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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