Uniper sieht die Auswirkungen der letzten Gaskrise als verarbeitet an, gleitet aber direkt in die nächste unsichere Phase
Mit dem Ausblick und einer Rückkehr der Dividende kann Uniper Anleger überzeugen
Am Mittwoch legte Uniper die Ergebnisse für das vergangene Jahr vor und ließ gleichzeitig mitteilen, dass sich die Lage nach der Energiekrise aus dem Jahr 2022 endlich stabilisiert habe. Zwar gab es beim Ebitda einen erwarteten Rückgang von 2,6 auf 1,1 Milliarden Euro zu sehen. Das führt Uniper aber zuvorderst auf Rückgänge von Ergebnisbeiträgen aus Absicherungsgeschäften zurück.
Unter dem Strich scheinen die Zahlen sich nach heftigen Schwankungen der Gaspreise in den letzten Jahren normalisiert zu haben. Für die Zukunft stellt Uniper (DE000UNSE026) viel Gutes in Aussicht. Die Entflechtung des Staates soll weiter vorangetrieben werden und auch eine Dividende ist nach einer Änderung im Energiesicherheitsgesetz wieder möglich. Vorgeschlagen werden sollen für das Jahr 2025 0,72 Euro je Anteilsschein.
Die Anleger zeigen sich zufrieden und die Uniper-Aktie konnte am Mittwoch um 7,2 Prozent bis auf 36,70 Euro zulegen. Ein wenig überschattet werden die Ergebnisse jedoch vom Irankrieg, durch den die Gaspreise abermals unkontrolliert in die Höhe schnellen. Uniper hat das natürlich auf dem Schirm, rechnet bisher aber nur mit einer kurzfristigen Entwicklung. In der Prognose spielt das Ganze noch eine untergeordnete Rolle.
Das Management befasst sich jedoch mit dem Thema. Obschon Uniper selbst kein Gas aus der betroffenen Region bezieht, werden die Kunden höhere Weltmarktpreise zu spüren bekommen, sollten jene sich länger halten. Allerdings ließ der Konzern auch wissen, dass die meisten Abnehmer langfristige Verträge geschlossen hätten, die über zwei oder drei Jahre laufen.
Uniper auf der Gewinnerseite?
An der Börse beschäftigt man sich auch mit der Frage, ob die neuerliche Gaskrise vielleicht sogar vorteilhaft für Uniper sein könnte. Denn anders als 2022 leidet der Konzern nicht unter plötzlich ausbleibenden Gaslieferungen aus Russland. Daher scheint der einzige Effekt von höheren Gaspreisen zunächst der zu sein, dass die Margen steigen. Solange der Krieg weitertobt, muss sich Uniper jedoch von Plänen verabschieden, künftig selbst aus der Golf-Region Gas zu beziehen.
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12.03.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

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