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AMD, Nvidia, Cadence Design, Generac, GN Store Nord: Wochen-Update Strategiedepot Aktien Spekulativ

Update zum Strategiedepot Aktien Spekulativ 07.03.2021 - Teil 2

 

In der zurückliegenden Börsenwoche geriet das auf besonders dynamische Wachstums-Aktien ausgerichtete und dabei auch sehr aktiv in Nebenwerte investierende Strategiedepot AKTIEN SPEKULATIV erheblich in den Strudel der ausgedehnten Korrekturen aller Technologiesegmente sowie des gesamten NASDAQ-Indexes, und verlor folglich entgegen dem 2 %igen Anstieg des MSCI WORLD (Euro)-Indexes im Wochenverlauf um - 2,4 %.

Hieraus resultierte per 07.03. seit Auflage am 26.02.2019 auf Währungsbasis Euro eine Nettoperformance des Depots (vor Dividenden) von + 54,8 %, womit seit dem Depotstart jedoch weiterhin eine hochgradige Outperformance gegenüber dem MSCI WORLD (Euro)-Index von + 30,4 % beibehalten wurde.

Wie es angesichts unseres grundsätzlich äußerst aktiven Risikomanagements mittels Index- und / oder Aktien-Stop Loss-Absicherungen (selbst auch in dem so offensiven Anlageprofil dieses Depots) kaum ausbleiben konnte, hagelte es daher seit dem 04.03. Stop Loss-Verletzungen und Ausbuchungen folgender Aktien, die in der abgelaufenen Woche nahezu durchweg ohne jegliche neue fundamentale Unternehmensmeldungen auf einen Schlag zumeist prozentual zweistellig korrigierten:

ASM INTERNATIONAL (NL0000334118) – Ausbuchung 04.03. zu 209,00 EUR

SERVICENOW (US81762P1021) – Ausbuchung 05.03. zu 506,00 USD

MASIMO (US5747951003) – Ausbuchung 05.03. zu 231,00 USD

AMEDISYS (US0234361089) – Ausbuchung 05.03. zu 248,00 USD

FLATEXDEGIRO (DE000FTG1111) – Ausbuchung 05.03. zu 75,00 EUR

FABASOFT (AT0000785407) – Ausbuchung 05.03. zu 42,70 EUR

 

Weitere Stop Loss-Verletzungen am Montag, d. 08.03.:

 

NVIDIA (US67066G1040) – Ausbuchung 08.03. zu 491,00 USD

TAKE-TWO INTERACTIVE (US8740541094) – Ausbuchung 08.03. zu 169,00 USD

 

Diese Stop Loss-bedingten Ausbuchungen haben somit bereits in der letzten Woche inkl. der zusätzlichen, rd. 21 % betragenden NASDAQ-Absicherungsquote über das VONTOBEL FAKTOR-ZERTIFIKAT NASDAQ 100 2x SHORT (DE000VF5X0D1) einen noch größeren Performanceschaden des Depots erfolgreich abgewendet und werden dies angesichts des rechnerisch nach o.g. Absicherung sowie einer aktuellen Liquiditätsquote von 25 % momentan nur noch bei rd. 54 % liegenden Aktieninvestitionsgrades auch weiterhin tun.

 

Chart: NASDAQ 100 – Index (in US-Dollar)

 

 

Unter den per heute, 10.03., noch im Depot vertretenen Einzelwerten verzeichneten darüber hinaus in der Vorwoche die Aktien des international führenden, dänischen Kopfhörer- und Hörgeräteherstellers GN STORE NORD (DK0010272632 / - 12,6 %), des weltgrößten Strukturierers und Testers von Chip- und Chipsystem-Basisdesigns CADENCE DESIGN SYSTEMS (US1273871087 / - 10,3 %), des weltweit zweitgrößten Hersteller von PC-Prozessoren und -Graphikkarten ADVANCED MICRO DEVICES / AMD (US0079031078 / - 7,1 %) und des US-amerikanischen Weltmarktführers in der Bereitstellung unterschiedlichster mobiler Energieversorgungslösungen wie Transformatoren, Generatoren etc., GENERAC HOLDINGS (US3687361044 / - 6,8 %) die stärksten Kursabschläge.

GN STORE NORD, die bereits am 11.02. lediglich im Rahmen der Analystenerwartungen liegende Zahlen zum 4. Quartal 2020 präsentiert hatten (Umsatz + 11 %, Nettogewinn - 4 % gegenüber Vorjahr), wurden in der letzten Woche über die allgemeine Technologie-Marktschwäche hinaus (die auch den Gesundheitssektor nicht verschonte) fraglos noch stark durch eine äußerst enttäuschende Zahlenvorlage zum 4. Quartal des weltgrößten Hörgeräte-Vertreibers AMPLIFON belastet, deren Aktie daraufhin ebenfalls umgehend mit einer Stop Loss-Verletzung aus dem dort allokierten Strategiedepot AKTIEN KONSERVATIV eliminiert wurde.

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeBislang wurde der auf 445,00 DKK gesetzte Stop Loss-Kurs der Aktie in der generellen Beobachtung aller Stop Loss-Kurse nur auf Tagesschlusskurs-Basis (08.03.: 451,50 DKK) noch knapp behauptet, ob dies jedoch auch weiterhin der Fall sein wird, müssen in der aktuellen Performance-Krise des Technologiesektors, die unseres Erachtens auch weiterhin noch nicht restlos ausgestanden ist, jedoch die nächsten Tage zeigen.

Die nächsten Ergebniszahlen zum 1. Quartal 2021 wird GN Store Nord am 06.05. präsentieren, wobei die Analysten im Konsens gegenüber dem Vorjahr nun erstmals wieder eine erhebliche Umsatzsteigerung um + 23 % sowie dank zusätzlicher kräftiger operativer Margenausweitungen gar eine annähernde Vervierfachung des Nettogewinns erwarten.

Ebenso ohne neue fundamentale Unternehmensnachrichten musste auch CADENCE DESIGN SYSTEMS in der letzten Woche einen gravierenden Kursrückschlag hinnehmen, obwohl der Weltmarktführer in der Strukturierung und Testung von Basisdesigns für Halbleiter und ganze Halbleitersysteme noch am 22.02. exzellente und klar über die Analystenschätzungen hinausgehende Ergebnisse zum 4. Quartal 2020 präsentiert hatte (Umsatz + 27 %, Nettogewinn + 54 % gegenüber Vorjahr).

Wir führen die verschärfte Korrektur von Cadence Design Systems in der letzten Woche im Umfeld der allgemeinen Technologie-Marktschwäche daher vor allem auf deren sehr zurückhaltende Ergebnisprojektion für das 1. Quartal 2021 zurück, deren in den Raum gestellte Umsatzerzielung von rd. 710 – 730 Mio. USD sowie eines Nettogewinns von rd. 72 – 76 Cents je Aktie zum ersten Mal seit dem 3. Quartal 2019 auf beiden Ebenen wieder einen Rückgang gegen über dem Vorquartal darstellen würde.

Da Cadence Design Systems jedoch bereits seit Anfang 2017 ihre eigenen Prognosen wie auch die der Analysten zu jedem Quartalsende letztlich deutlich überbieten konnte, dürfte dies angesichts der sehr moderaten Ergebnisziele für das 1. Quartal 2021 auch diesmal wieder problemlos der Fall sein, so dass der Wachstumstrend des Konzerns aus unserer Sicht grundsätzlich auch weiterhin als ebenso intakt wie auch hoch dynamisch einzustufen ist (Schätzungen gegenüber Vorjahr: Umsatz + 17 %, Nettogewinn + 37 %).

Das moderate KGV (2023e) von nur 34 wird dem hoch dynamischen und als kaum gefährdet anzusehenden Wachstumstrend des Konzerns in unseren Augen weiterhin bestens gerecht, so dass wir diese Position vorbehaltlich einer etwaigen weiteren Stop Loss-bedingten Ausbuchung selbstverständlich auch weiter im Strategiedepot AKTIEN SPEKULATIV beibehalten.

 

Chart: CADENCE DESIGN SYSTEMS (in Euro)

 

 

Anders als im Fall von Cadence Design Systems wurde AMD hingegen in der letzten Woche auch von der negativen Unternehmensnachricht belastet, dass der Konzern gemäß einer Auswertung des US-amerikanischen Marktforschungsinstituts John Peddie Research (JPR) im 4. Quartal 2020 in der Auslieferung von lediglich 1,87 Mio. seiner Desktop-Graphikkarten der Serie RADEON und einem damit im 4. Quartal mit einem gegenüber dem hierin weltführenden Erzrivalen NVIDIA nur noch eingenommenen Marktanteil von 17 % (Nvidia restliche 83 %) massiv hinter Nvidia mit ihrer aktuell weit erfolgreicheren Graphikkarten-Serie GEFORCE zurückgefallen sei.

Noch vor einem Jahr, im 4. Quartal 2021, hatte im Graphikkarten-Segment das Marktanteils-Verhältnis zwischen Nvidia und AMD hingegen noch 69 % zu 31 % zugunsten von Nvidia betragen.

Experten erklären diese Marktanteilsverluste von AMD vor allem mit aktuellen Produktionsstörungen ihrer grundsätzlich stark nachgefragten Radeon-Chips, die wiederum erheblich auf aktuelle Lieferengpässe unverzichtbarer Zulieferungs-Komponenten zurückzuführen seien (selbst auch schon wegen des aktuell weltweit zunehmenden Crypto-Mining-Booms und hierfür ebenfalls massiv benötigter Halbleiterkomponenten; betrifft im Falle der AMD-RADEON-Karten aktuell z.B. sog. Powermanagement-Schaltungen (PMICs) und Chipträger als Signalverbindungseinheiten zwischen den Graphikchips selbst und den Graphikplatinen).

Darüber hinaus habe AMD laut Marktforschungsinstitut JPR im 4. Quartal auch in seiner Domäne von Massenspeicher-Kombiprozessoren (mit direkt integrierten Graphikeinheiten) Marktanteile gegenüber der hierin weltweilt unverändert klar führenden INTEL verloren (Steigerung des Intel-Weltmarktanteils in diesem Segment im 4. Quartal auf isolierter Quartalsbasis von 62 % auf 69 %).

Wir bewerten diese Marktanteilsverluste von AMD, die sich auch nur isoliert allein auf die Absatzzahlen des 4. Quartals bezogen, in den Ergebnisauswirkungen für den Konzern jedoch (noch) nicht als allzu dramatisch ein, da der Graphikkarten-Umsatz von AMD schätzungsweise sowieso nur einen Anteil von ca. 20 % am gesamten Konzernumsatz einnehmen dürfte (= deutlich untergewichteter Teil der Division „Computing and Graphics“ mit 66 % Konzernumsatz-Division), der weit ausschlaggebendere Ergebnisgarant der PC-Prozessoren von AMD (ca. 80 % Konzernumsatz-Anteil der Serien ATHLON, RYZEN und EPYC) aber dagegen zunehmend nur noch auf margenstärkste Hochleistungs- und Rechenzentrums-Prozessoren ausgerichtet ist, in denen AMD Intel seit Jahren (und auch im 4. Quartal 2020) stabil immer mehr den Rang abläuft.

Dennoch sind etwaige weitere Marktanteilsverschiebungen von AMD zu Intel (im Prozessoren-) und Nvidia (im Graphikkarten-Segment) künftig als ein zentrales Element der Aktienbewertung von AMD (nach jüngstem Kurssturz mittlerweile sehr attraktives KGV (2023e) von nur noch 24) natürlich auch weiterhin stets sehr genau im Auge zu behalten, so dass in der aktuellen Gesamtmarktsituation die derzeit bei 73 USD gesetzte Stop Loss-Marke für die Aktie (aktueller Kurs: 79 USD) künftig auch schnell verletzt werden könnte. Vorläufig behalten wir diese Position angesichts der sehr günstigen KGV-Bewertung jedoch auch weiterhin bei, während die Aktie von NVIDIA am 08.03. technisch ausgestoppt wurde (s. oben).

 

Chart: ADVANCED MICRO DEVICES (in Euro)

 

 

10.03.2021 - Matthias Reiner - mr@ntg24.de

 









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