Visa mit starken Zahlen und Gegenwind durch die US-Regierung
Trumps-Ankündigung sorgt für Unruhe bei den US-Kreditinstituten
US-Zahlungsdienstleister Visa überzeugt mit solidem Umsatz- und Gewinnanstieg im ersten Quartal des Jahres.
Visa ist aufgrund des abweichenden Geschäftsjahres einer der ersten großen Unternehmen, die das Zahlenwerk für das erste Quartal veröffentlicht haben. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entwickelte sich der Unternehmensgewinn dabei stark und wuchs um rund 14 % auf 5,9 Milliarden US-Dollar an. Dabei entwickelte sich der Gewinn relativ proportional zu dem Nettoumsatz, der im gleichen Zeitraum um 15 % auf 10,9 Milliarden US-Dollar zulegen konnte. Allerdings liegt Visa (US92826C8394) beim Zahlenwerk etwas hinter den Wachstumsraten des großen Konkurrenten Mastercard (US57636Q1040) zurück, was die Euphorie der Aktionäre bremste.
Visa betreibt ein globales Zahlungsnetzwerk und fungiert dabei nicht als Bank, sondern als technologischer Intermediär zwischen Konsumenten, Händlern, Banken und Zahlungsdienstleistern. Das Geschäftsmodell von Visa und Mastercard ist so spannend, da es extrem schnell skalierbar ist und dabei noch äußerst kapitalarm. Die Umsätze erzielt Visa dabei aus drei Einkommensströmen. Die Service Revenues sind die Gebühren auf Basis des gesamten Zahlungsvolumens, das über das Visa-Netzwerk läuft. Die Data Processing Revenues sind Gebühren pro Transaktion für Autorisierung, Clearing und Settlement und beziehen sich dabei auf alle Umsätze, die durch die technische Abwicklung der Transaktion entstehen. Der dritte Einkommensstrom sind die International Transaction Revenues, die zusätzlich zu den ersten beiden bei grenzüberschreitenden Zahlungen oder Währungsumrechnungen anfallen.
Trump schränkt Gewinne ein
Der Ausblick von Visa für das kommende Jahr ist trotz der positiven Entwicklung im ersten Quartal eher vorsichtig. Grund hierfür ist der US-Präsident Trump. Dieser hatte am 20. Januar angekündigt, dass für Kreditkarten ein Jahr lang ein maximaler Zinssatz von 10 % für die US-amerikanischen Konsumenten gelten soll. Dies soll zum einem das Leben in den USA für viele erschwinglicher machen und es den Bürger ermöglichen Rücklagen aufzubauen.
In den USA sind Kreditkartenschulden deutlich weiterverbreitet als etwa in Deutschland. Aufgrund der hohen Zinsen müssen die Kreditkartenzinsen jedem Monat aus Neue bedient werden, was aufgrund der hohen Zinsen von im Durchschnitt von 21,5 % es für viele unmöglich macht Rücklagen zu bilden oder auch die Schulden abzubauen. Die Kreditkartenunternehmen sehen die Pläne von Trump kritisch, da dies dazu führen wird, dass die Banken bei der Vergabe von Kreditkarten in Zukunft deutlich strenger werden müssen und nicht mehr jeder eine Kreditkarte erhalten wird.
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03.02.2026 - Christian Teitscheid

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