Softbank wettet auf AI-Rechenzentren, schwache Prognose von Schott Pharma und Broadcom mit konservativer Prognose - BÖRSE TO GO
Softbanks Masayoshi Son wettet auf steigende Nachfrage nach AI-Rechenzentren
Softbank will seine Wetten auf den AI-Rechenzentren-Boom ausweiten. Man führt Übernahmegespräche mit Switch Inc., um die Gewichtung im eigenen Portfolio zu erhöhen. Schott Pharma präsentierte einen schwachen Ausblick, nachdem man im 4. Fiskalquartal an Traktion verloren hat. Die Wachstumsraten sollen unter dem Niveau des letzten Geschäftsjahres bleiben. Broadcom will seine hohen Wachstumsraten halten. Das reicht der Börse jedoch nicht.
Der Aktienhandel in Asien folgt den starken Vorgaben aus New York. In der letzten Sitzung der Woche können alle Benchmarks in der Region steigen. Der KOSPI kletterte um 1,38 % auf 4.167,16 Punkte und der Nikkei 225 Index schloss 1,44 % höher bei 50.870,00 Punkten. Der Hang Seng Index wird zwischenzeitlich mehr als 1,55 % höher gehandelt. Der Terminmarkt ist vor Börseneröffnung sehr freundlich gestimmt. Der DAX-Future (Dezember) steigt um 0,50 % auf 24.410,30 Punkte.
Die Börse Frankfurt wurde schon am Donnerstag wieder etwas optimistisch. Nach der Fed-Sitzungen konnten nahezu alle deutschen Benchmarks steigen. Am kräftigsten legte der DAX zu, der sich um 0,68 % auf 24.294,61 Punkte verbesserte. Die Aktien von Continental (DE0005439004) waren aber schon mit einem Zuwachs um 1,94 % auf 66,20 Euro die größten Gewinner im Blue Chip Index. Sehr stark performte auch der MDAX nach der Wall Street Eröffnung auf 29.920,08 Punkte (+0,63 %). Analog dazu der SDAX, der noch ein Tagesplus von 0,29 % auf 16.867,24 Punkte schaffte. Im Rückwärtsgang blieb hingegen der TecDAX, der um -0,17 % auf 3.562,45 Punkte sank. Belastet wurde der Tech-Index von den Atoss Software (DE0005104400) Aktien, die um -2,07 % auf 113,80 Euro fielen.
New York erreichte am Donnerstag neue Rekorde. Der S&P 500 Index schloss zum ersten Mal in der Geschichte über der Marke von 6.900 Punkten. Der marktbreite Index beendete den Handel bei 6.901,00 Punkten (+0,21 %). Am stärksten performte jedoch der Dow Jones Industrial Average Index, der um 1,34 % auf 48.704,01 Punkte sprang und damit ebenfalls ein Allzeithoch setzte. Der größte Gewinner im Blue Chip Index waren die Aktien von Visa (US92826C8394), die um 6,11 % auf 345,63 US-Dollar sprangen. Der Nasdaq 100 Index gab hingegen um -0,35 % auf 25.686,69 Punkte ab.
Softbank will mehr AI-Rechenzentren
Während die Wall Street über die steigenden Kosten beim Aufbau neuer AI-Rechenzentren stöhnt, weitet Softbank (JP3436100006) seine Infrastrukturwette aus. Masayoshi Son ist nicht gerade für Zurückhaltung und Bescheidenheit bekannt, weswegen es nicht wundert, dass der Gründer von Softbank und Milliardär für eine Ausweitung der Investments im Bereich neuer AI-Rechenzentren plädiert. Konkret befindet sich Softbank aktuell in Gesprächen mit dem privaten Rechenzentrenbetreiber Switch Inc. bezüglich einer Übernahme. Die Besitzer von Switch streben eine Bewertung von 50 Mrd. US-Dollar an und erwägen neben einem Verkauf an Softbank auch einen Börsengang. Ein Konsortium aus Private Equity Gesellschaften hatte Switch 2022 für 11 Mrd. US-Dollar aufgekauft. Doch Softbank geht sogar noch einen Schritt weiter und führt parallel auch Gespräche mit einer der Private Equity Gesellschaften - DigitalBridge (US25401T6038) - über eine Übernahme der gesamten Investmentgesellschaft, die sich auf Infrastrukturprojekte im IT-Bereich spezialisiert hat.
Schwacher Ausblick von Schott Pharma
Schott Pharma (DE000A3ENQ51) legte einen durchwachsenen Abschluss für das Fiskaljahr 2025 vor. Erfreulich ist, dass man den Umsatz im 4. Fiskalquartal um 4,2 % auf 247,00 Mio. Euro steigern konnte, was über dem Niveau der ersten neun Monate lag. Insgesamt erreichte man im Gesamtjahr einen Umsatz von 986,2 Mio. Euro (+3,0 %). Auf „bereinigter“ Basis ergibt das ein Plus von 5,8 % und liegt damit im Rahmen der Unternehmensprognose. Die Profitabilität sank jedoch leicht im 4. Fiskalquartal und lief damit konträr zum Gewinnwachstum in den ersten neun Monaten. So erwirtschaftete der Spezialist für pharmazeutische Glasverpackungen im 4. Fiskalquartal eine „bereinigte“ EBITDA-Marge von 27,1 % (Vorjahr: 27,9 %), womit der Anstieg im Gesamtjahr auf 28,4 % begrenzt wurde. Nach Steuern weist man den Aktionären einen Gewinn von 147,00 Mio. Euro (-2,2 %) aus. Wirklich problematisch ist jedoch der Ausblick, der sowohl für die „bereinigte“ Umsatzwachstumsrate (2 % bis 5 %) als auch für die EBITDA-Marge (ca. 27 %) unter dem Wachstum des Vorjahres bleiben will.
Broadcom mit konservativem Ausblick
Die Anleger hatten darauf spekuliert, dass Broadcom (US11135F1012) noch an Tempo gewinnt. Die Analystenerwartungen für das abgelaufene 4. Fiskalquartal 2025 konnte man deutlich schlagen. Der Umsatz erreichte ein Niveau von 18,02 Mrd. US-Dollar (Konsens: 17,45 Mrd. US-Dollar) und der „bereinigte“ Gewinn je Aktie 1,95 US-Dollar (Konsens: 1,87 US-Dollar). Für das laufende 1. Fiskalquartal avisierte man eine Fortsetzung des hohen Wachstums von 28 % im Jahresvergleich, analog zum abgelaufenen Quartal. Die Spekulation war jedoch gewesen, dass Broadcom seine Wachstumsrate dank mehr AI-Orders noch weiter erhöhen kann. Im Hinblick auf die Profitabilität ging das Management sogar einen kleinen Schritt zurück. Man prognostizierte, dass das „bereinigte“ EBITDA 67 % des Umsatzes betragen wird. Im letzten Quartal waren es 68 %. Die Anleger zeigten sich enttäuscht. Die Aktien waren bereits im regulären Handel gegen den Markttrend um -1,60 % auf 406,37 US-Dollar gesunken und gaben nach Börsenschluss im außerbörslichen Handel um -4,06 % auf 389,88 US-Dollar nach. Im Vorfeld waren die Aktien in den letzten Monaten jedoch auch stark gestiegen. Im Jahresvergleich liegt Broadcom 125 % höher.
Tagestermine
Die Revision der deutschen Inflationsdaten für den Monat November fällt unverändert aus. Die Inflationsrate bleibt nach der Überprüfung bei einem Anstieg um 2,3 % im Jahresvergleich und sank um -0,2 % im Vergleich zum Oktober.
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12.12.2025 - Mikey Fritz

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