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Volkswagen setzt auf Qualcomm, Nvidia darf wohl nach China liefern und Sony gerät aufgrund hoher Speicherpreise unter Druck

Chips rücken in nahezu allen Branchen mehr und mehr in den Mittelpunkt

NTG24 - Volkswagen setzt auf Qualcomm, Nvidia darf wohl nach China liefern und Sony gerät aufgrund hoher Speicherpreise unter Druck

 

Die feinsten Strukturen moderner Computerchips sind mittlerweile schmaler als ein DNA-Molekül. Ironischerweise sind es eben diese Winzlinge, welche mehr und mehr das Weltgeschehen bestimmten. Gebraucht werden Chips in allen nur erdenklichen Branchen, was nicht nur mit dem KI-Boom zu tun hat.

Unverzichtbar sind moderne Chips längst auch bei Autos geworden. Moderne Fahrzeuge werden auch scherzhaft als Smartphones auf Rädern bezeichnet, welche dem Fahrer von umfangreichen Infotainment-Systemen bis hin zu Fahrassistenzsystemen und in Zukunft wohl auch vollkommen autonomen Fahrfunktionen einiges zu bieten haben. Damit alle das klappen kann, braucht es möglichst leistungsstarke Chips. Solche will auch Volkswagen in seinen zukünftigen Modellen verbauen.

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Auf der Elektronikmesse CES in Las Vegas plauderte der Autobauer aus Wolfsburg über die Pläne für die kommenden Jahre und die Plattform für das mit Rivian betrieben Joint Venture. Die Software von VW, Audi, Porsche, Skoda und weiteren Marken soll bedeutende Fortschritte machen. Dafür soll nicht nur der Partner aus dem Software-Segment sorgen. Auch bei der Hardware stehen Neuerungen an, und dafür konnte Volkswagen auch bereits den passenden Partner finden.

 

Qualcomm erhält den Zuschlag

 

Ab 2027 soll Volkswagen (DE0007664039) mit System-on-Chips von Qualcomm (US7475251036) beliefert werden, die auf der hauseigenen Snapdragon-Plattform entwickelt werden. Ab dann soll der US-Chipkonzern auch zum bevorzugten Partner von Volkswagen avancieren. Als erstes soll der ID.Everyone mit entsprechender Hardware ausgestattet werden. Daraus lässt sich die Vermutung ziehen, dass auch preisliche Vorteile erwartet werden. Schließlich soll das VW-E-Auto für jedermann für rund 20.000 Euro an den Start gehen.

 

 

 

Für Qualcomm ist die Zusammenarbeit mit dem zweitgrößten Autokonzern auf dem Planeten als ein klarer Erfolg zu werten. Allerdings wird es selbst im besten Fall noch eine Weile dauern, bis daraus größere Abnahmemengen entstehen werden. Daher reagierte die Aktie auch nicht sofort mit der nächsten Kursrallye. Begnügen mussten die Anteilseigner sich am Donnerstag mit Aufschlägen von 0,9 Prozent und einem Schlusskurs in Höhe von 181,87 US-Dollar.

 

Nvidia darf wohl nach China liefern

 

Ein gern gesehener Anbieter von Chips für den Automotive-Bereich ist Nvidia (US67066G1040), doch im Falle von Volkswagen scheint das Unternehmen leer auszugehen. Das ist allerdings mehr als verschmerzbar, da es Nachfrageprobleme derzeit nicht einmal annähernd gibt und sich in Fernost schon die nächsten Chancen auf steigende Umsätze ergeben. Kürzlich hieß es in Medienberichten noch, dass die Regierung in Peking mögliche Importe von H200-Chips genau überprüfen wolle, welche im Dezember von der US-Regierung wieder für die Ausfuhr ins Reich der Mitte freigegeben wurden.

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeDie Nachrichtenagentur „Bloomberg“ will allerdings erfahren haben, dass eine für Nvidia erfreuliche Entscheidung nicht lange auf sich warten lassen dürfte. Unter Verweis auf Insider-Informationen heißt es, dass Importe des H200 wohl noch im Laufe des ersten Quartals durchgewunken werden dürften. Nvidia könnte dies zweistellige Milliardenumsätze einbringen, zusätzlich zur nicht abklingenden Nachfrage im Rest der Welt. Doch während im KI-Segment die Expansion unter Hochdruck vorangetrieben wird und wohl auch die Kapazitäten für China ausgebaut werden sollen, gehen andere leer aus.

 

Muss Sony die PlayStation 6 verschieben?

 

Groß geworden ist Nvidia mit Gamern, die jahrzehntelang fleißig Grafikkarten des Herstellers kaufen. Auf eben jener Technologie bauen auch KI-Beschleuniger auf, mit denen ungleich höhere Margen erzielt werden können. Dementsprechend verliert das Unternehmen zunehmend das Interesse am einstigen Kernsegment. Dieser Effekt lässt sich auch bei Speicherherstellern beobachten, die in erster Linie auf die Belieferung der Kunden aus dem KI-Segment bedacht sind.

Eine Folge davon sind Speicherpreise, die sich im Rekordtempo in die Höhe bewegen und damit all jene belasten, die nicht selbst Speicherbausteine herstellen. Dazu gehört auch der japanische Elektronikgigant Sony (JP3435000009). Unbestätigten Gerüchten zufolge müssen dort mittlerweile schon knapp 50 Prozent mehr für Speicher gezahlt werden, der in der PlayStation 5 steckt. Die Margen bewegen sich also eher in die Tiefe. Im Netz wird schon spekuliert, dass aufgrund der Speicherkrise die Veröffentlichung der PlayStation 6 nach hinten verschoben werden könnte. Bis vor Kurzem rechneten die meisten Beobachter noch mit einem Release Ende 2027.

 

Nicht wegzudenken

 

Was aus dem KI-Boom in der nahen Zukunft noch werden mag, das lässt sich nicht mit Sicherheit vorhersagen. Sehr offensichtlich ist aber, dass Chips an sich immer weiter an Bedeutung zunehmen und aus einer Vielzahl von Branchen gar nicht mehr wegzudenken sind. Daher ist es als Anleger nicht einfach nur vorteilhaft, sondern fast zwingend erforderlich, die Branche genau im Auge zu behalten. 2026 schickt sich an, die Umsätze im Segment einmal mehr unkontrolliert in die Höhe schießen zu lassen, wenn auch zum Leidwesen von Unternehmen wie Sony oder Dell.

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09.01.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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