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Nvidia, Amazon, Microsoft, Alphabet, Realty Income, General Mils – Folgt nun das Umdenken bei den Investoren?

Institutionelle Investoren nehmen Gewinne mit und schichten um

NTG24 - Nvidia, Amazon, Microsoft, Alphabet, Realty Income, General Mils – Folgt nun das Umdenken bei den Investoren?

 

Die Stimmung im Techsektor verdunkelt sich zunehmend. Defensive Titel rücken vermehrt in den Fokus der institutionellen Investoren.

Die letzten zwei Börsenjahre waren geprägt von einem Hypethema, der Künstlichen Intelligenz. Einige Unternehmen profitierten überproportional von dem KI-Booms und eilten an der Börse von einem Allzeithoch zum nächsten. Größter Profiteur des KI-Booms war und ist sicherlich Nvidia (US67066G1040). Das Unternehmen hat den Hype schnell erkennt und in Zuge dessen das Geschäftsmodell stark hin zu Hochleistungs-Rechnerchips und Datenzentrumslösungen entwickelt.

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeZu Beginn des KI-Hypes kontrollierte Nvidia den Markt von GPUs zum Training und Einsatz von KI-Modell nahezu eigenständig. Auch wenn die Konkurrenz zwischenzeitlich deutlich größter geworden ist, ist Nvidia weiterhin der unangefochtene Platzhirsch im KI-Sektor. Während die Aktie von Nvidia zu Beginn des Jahres 2023 noch bei rund 20 € stand, notiert sie aktuell bei rund 156 € pro Anteil. Damit wurde Nvidia zum wertvollsten Unternehmen der Welt und durchschlug als erstes Unternehmen überhaupt die magische Grenze einer Marktkapitalisierung von 5 Billionen US-Dollar.

Auch wenn Nvidia bei den jüngst veröffentlichten Quartalszahlen die Vorgaben des Marktes noch schlug, dreht die Stimmung des Gesamtmarktes langsam. Ein zentrales strukturelles Problem an dem KI-Boom ist, dass die sich die größten Player, die sogenannten Hyperscaler wie etwa Amazon (US0231351067), Alphabet (US02079K3059) und Microsoft (US5949181045), zunehmend gegenseitig finanzieren und damit ein geschlossener Kapitalkreislauf entsteht, der die tatsächliche Nachfrage verschleiern kann.

Die Hyperscaler investieren dabei Milliarden in die KI-Modelle von KI-Startups wie etwa ChatGPT. Diese nutzen dann wiederum nahezu ausschließlich die Cloud-Infrastruktur der gleichen Hyperscaler, die sie finanzieren. Dadurch entsteht ein künstlicher Umsatzschub im Cloud-Geschäft der Hyperscaler. Dieser wird dann wiederrum als Legitimation genutzt die Investitionen in KI weiter voranzutreiben. Der entstehende Cashflow könnte dann nahezu abrupt einbrechen, wenn die KI-Startups ihr Geschäftsmodell nicht erfolgreiche weiter monetarisieren können. Viele Investoren sehen bereits Parallelen zur Dotcom-Zeit, als viele Firmen Internet-Dienstleistungen bei anderen Start-ups einkauften, die ebenfalls Venture finanziert waren, die realen Endkunden fehlten allerdings.

Ein Anzeichen dafür, dass die KI-Party sich langsam dem Ende neigt, sind die Aktienkurse der KI-Aktien Nvidia und Palantir. Das erste Mal seit rund zwei Jahren bewegen sich die Titel an der Börse bestenfalls Seitwärts. Dabei gibt es immer größere Abwärtsbewegungen, auf denen der sofortige Aufwärtshub ausbleibt. Im gleichen Zuge drehen größere institutionelle Investoren den Titel still und leise den Rücken zu und nehmen die Gewinne mit. So hat die Softbank Ende Oktober ihre komplette restliche Beteiligung an Nvidia verkauft und einen Gewinn von 5,8 Milliarden US-Dollar dadurch erzielt. Weitere berühmten Beispiele sind etwa das Asset Management der UBS und auch der norwegische Staatsfond. Die Gewinne nutzen die Investoren dabei um einige defensivere Titel zu kaufen.

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Konsumaktien im Fokus

 

Während der Investorenfokus in den letzten Jahren auf den KI-Titeln lag, sind die meisten Basiskonsumgüter günstig bewerten geblieben. Die institutionellen Investoren nutzen diese günstigen Kurse nun, um die Gewinne aus den KI-Titel zu reinvestieren.

Zu den beliebtesten Konsumgüteraktien gehört auch der US-amerikanische Lebensmittelgigant General Mills (US3703341046), der Marken wie Cheerios und Häagen-Dazs unter einem Dach vereint. In den letzten Jahren hat der Konzern aufgrund der gestiegenen Rohstoffpreise sukzessive die Preise erhöht, während die zwar die Marge festigte, drückt dies ebenso das Volumen. So zeigten auch die Zahlen des dritten Quartals einen marginalen Umsatzrückgang, dennoch konnte der Konzern seinen Nettogewinn stabil halten.

Die Hoffnungen bei General Mills liegen auf dem Bereich Tierfutter. Dieses Segment soll langfristig zweistelliges Umsatzwachstum erzielen und dabei durch einen hohen Deckungsbeitrag den Unternehmensgewinn ankurbeln. Zeitgleich kündigte das Management an, dass man das Markenportfolio in den nächsten Jahren bereinigen möchte. Schwächere Marken sollen verkauft werden, während man besonders in ertragreichen Nischensegmenten nach geeigneten Übernahmekandidaten sucht.

General Mills ist zudem mit einer Dividendenrendite von 5,1 % ein wahrer Dividendenaristokrat. Zusammen mit einer aktuellen Bewertung von rund dem 9-fachen des Unternehmensgewinns ist der Lebensmittelriese ein attraktives defensives Investment für jedes Langfristdepot.

Weiterhin im Fokus könnten sogenannte REITs wie Realty Income (US7561091049) stehen. Ein REIT besitzt, investiert oder betreibt eigene Immobilien wie z.B. Wohnhäuser, Einkaufszentren, Lagerhallen oder auch Krankenhäuser. Die Unternehmen verdienen dabei Geld durch Mieteinnahmen, Leasing oder auch den Verkauf der Immobilien. REITs müssen dabei rund 90 % der erzielten Gewinne an die Investoren durch eine Dividende ausschütten und ermöglichen es im Umkehrschluss den Aktionären schon mit kleinen Beträgen in ein breit gestreutes Immobilienportfolio zu investieren.

Einer der bekanntesten REITs ist eben Realty Income, die einen Fokus auf langfristige Gewerbeimmobilien in den USA besitzen. Realty Income zahlt jeden Monat eine kleine Dividende, die seit über 625 Mal nun bereits hintereinander und ohne Unterbrechung ausgezahlt wurde. Realty Income hat über 15.500 Immobilien im Bestand und ist auch geografisch gut diversifiziert. Seit der Corona-Pandemie hat der Konzern angefangen den Investitionsfokus nach Europa zu verschieben, da hier die Renditen höher sind und der Wettbewerb geringer ausfällt. So wurden auch 72 % der insgesamt 1,4 Milliarden US-Dollar die Realty Income im dritten Quartal investiert hat in Europa investiert.

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Operativ läuft es bei Realty Income weiterhin rund. Die Vermietungsrate beträgt aktuell 98,7 % und man konnte sich erfolgreich von einige Objekten mit geringerer Mietrendite in den USA trennen. Auch Realty Income setzt teilweise auf Künstliche Intelligenz, um etwa Investitionsentscheidungen effizienter zu treffen und Prozesse wie die Rechnungsbearbeitung zu automatisieren. Die Dividendenrendite von Realty Income liegt bei rund 5,7 % und auf Basis des durchschnittlichen Analystenkursziels gibt es ein Aufwärtspotenzial von rund 10 %.

 

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28.11.2025 - Christian Teitscheid

Unterschrift - Christian Teitscheid

 

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