als .pdf Datei herunterladen

Valneva sorgt für Erleichterung, TeamViewer mit Mini-Erfolg, Standard Lithium findet zurück zu alter Stärke und bei der Lufthansa werden Snacks kostenpflichtig

Die Lage bleibt angespannt

NTG24 - Valneva sorgt für Erleichterung, TeamViewer mit Mini-Erfolg, Standard Lithium findet zurück zu alter Stärke und bei der Lufthansa werden Snacks kostenpflichtig

 

Dass Valneva mit der EU über die Lieferung von bis zu 60 Millionen Impfdosen verhandelt, ist an und für sich keine Neuigkeit mehr. Zuletzt gab es jedoch Gerüchte, wonach der Deal noch platzen oder zumindest die Liefermengen nach unten angepasst werden können. Zur Freude der Anleger gibt es in dieser Hinsicht nun aber Entwarnung.

Der entsprechende Vertrag wurde von Valneva (FR0004056851) und der EU-Kommission mittlerweile unterzeichnet und steht damit auf festem Boden. An den schon vor zwei Wochen bekanntgewordenen Details hat sich indes nichts geändert. Das lässt die Aktionäre aufatmen und die jüngsten Kursverluste wieder aufholen. Der Mittwoch brachte ein Plus von acht Prozent mit sich.

Dennoch darf nicht vergessen werden, dass der zu liefernde Impfstoff weiterhin noch über keine Zulassung verfügt. Es gibt also noch keinen Grund, um schon die Sektkorken knallen zu lassen. Zwar scheint derzeit für Valneva alles bestens zu laufen, spätestens seit CureVac wissen Börsianer aber, wie schnell sich das auch wieder ändern kann.

 

TeamViewer hat es weiter schwer

 

Kleinere Erleichterungen gab es im gestrigen Handel auch bei TeamViewer (DE000A2YN900) zu sehen. Auf dem Papier waren Zugewinn von 0,8 Prozent erst einmal wenig beeindrucken. Das reichte jedoch aus, um den Kurs immerhin wieder auf runde 12 Euro zu hieven. Wenige Tage zuvor wurde bei 11,28 Euro ein neues Allzeit-Tief erreicht.

Anzeige:

Werbebanner ClaudemusDas bleibt noch immer in Schlagweite, die Käufer könnten jetzt aber im besten Fall die Grundlage für eine Stabilisierung geschaffen haben. Das gilt umso mehr mit Blick darauf, dass seit heute in vielen Unternehmen wieder eine Homeoffice-Pflicht gilt, wo auch immer diese umsetzbar ist. Auf einen Corona-Bonus wollen die Aktionäre sich nicht mehr so recht verlassen, und das aus gutem Grund. Dennoch ist nicht auszuschließen, dass die Nachfrage nach der Fernwartungssoftware jetzt wieder einen Schub erleben könnte.

 

Paukenschlag bei Standard Lithium

 

Derweil konnte Standard Lithium (CA8536061010) zuletzt für einen wahren Befreiungsschlag sorgen. Ende der vergangenen Woche geriet das Unternehmen noch schwer unter Druck. Die Shortseller von Blue Orca Capital warfen den Verantwortlichen vor, die eigenen Aktionäre bewusst zu täuschen. Jene wiesen das schnell von sich, konnten damit heftige Abwärtsbewegungen an der Börse aber nicht vermeiden.

Um die wieder vollständig auszugleichen, brauchte es letztlich eine sehr erfreuliche Meldung, wie es sie am Mittwoch zu sehen gab. Satte 100 Millionen USD konnten im Rahmen frischer Aktienverkäufe eingenommen werden. Die Koch Investments Group gönnte sich zu diesem Preis gleich 13,5 Millionen Anteilsscheine und spricht dem Unternehmen damit ihr vollstes Vertrauen aus. Das steht im krassen Gegensatz zu den Attacken der Leerverkäufer, die nun schon fast vollumfänglich als gescheitert angesehen werden könne. Allerdings ist damit zu rechnen, dass das Thema noch lange nicht durch ist.

 

Die Lufthansa hat nichts zu verschenken

 

Etwas weniger sensationell waren die jüngsten Schlagzeilen rund um die Lufthansa (DE0008232125). Die bietet einem Bericht von „airliners.de“ zufolge schon ab dem 1. Dezember neue Snacks auf Langstrecken an, darunter beispielsweise Baumkuchen oder Bio-Nussriegel. Die wird es aber nicht länger kostenlos geben, stattdessen werden die Fluggäste dafür ihr Portemonnaie zücken müssen. Genauere Infos über die Preise gab es bisher nicht zu sehen.

Das Ganze ist maximal ein kleines Ärgernis, sodass der Aktienkurs davon nicht weiter berührt wird. An der Börse machen die Anleger sich viel mehr Gedanken um die katastrophalen Corona-Zahlen in Europa und damit verbundene Ängste von neuerlichen Lockdowns oder geschlossener Landesgrenzen. Eben das führte bei der Aktie der Lufthansa bereits zu heftigen Kursverlusten. Rund um die 6-Euro-Linie scheint aber nun eine Stabilisierung stattzufinden. Nach einem kurzen Ausflug unter 6 Euro kehrten die Anteilsscheine der Lufthansa gestern bis Handelsschluss wieder bis auf 6,15 Euro zurück.

 

Irgendwas ist immer

 

Anzeige:

Werbebanner ISIN-WatchlistAn den Börsen dreht sich oftmals viel um langfristige Prognosen, die auf fundamentalen Überlegungen basieren und in den meisten Fällen auch durchaus als stichhaltig bezeichnet werden können. Erstaunlich oft treffen die Vorhersagen der Analysten sogar zu. Kurzfristig kommt es aber immer mal wieder zu größeren Verwerfungen. Das lässt sich in diesen unruhigen Tagen besonders genau beobachten, etwa anhand des Comebacks von NanoRepro. Aber auch mit dem großen Erfolg bei Standard Lithium war kaum zwingend zu rechnen. Auch die nächsten Tage werden zweifellos die eine oder andere Überraschung mit sich bringen. Um Langeweile müssen Anleger sich daher so schnell keine Gedanken machen.

 

25.11.2021 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

Wenn Sie bei weiteren Nachrichten und Analysen zu einem in diesem Artikel genannten Wert oder Unternehmen informiert werden möchten, können Sie unsere kostenfreie Aktien-Watchlist nutzen.









Ihre Bewertung, Kommentar oder Frage an den Redakteur


Bitte geben Sie die Anzahl der unten gezeigten Eurozeichen in das Feld ein.
>

 



Bewertungen, Kommentare und Fragen an den Redakteur

 

 

Haftungsausschluss - Die EMH News AG übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit der Empfehlungen sowie für Produktbeschreibungen, Preisangaben, Druckfehler und technische Änderungen. (Ausführlicher Disclaimer)