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Kurz vor Release kündigt AMD den Preis für den Ryzen 9 9950X3D2 an, der dank noch mehr Cache in bestimmten Workloads die Leistung noch einmal erhöhen soll

Das Preisschild von AMD lässt angenehme Margen vermuten

NTG24 - Kurz vor Release kündigt AMD den Preis für den Ryzen 9 9950X3D2 an, der dank noch mehr Cache in bestimmten Workloads die Leistung noch einmal erhöhen soll

 

Die Leistungskrone im Consumer-Bereich hat AMD bei Desktop-Prozessoren schon längst erobert. Darauf will der Hersteller sich aber offenbar nicht ausruhen, sondern mit dem Ryzen 9 9950X3D2 noch einmal nachlegen. In rund zwei Wochen erscheint das gute Stück, welches dann auch preislich die Speerspitze von AMD markieren wird.

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Über den Kurznachrichtendienst „X“ bestätigte AMD (US0079031078) als Marktstart den 22. April und nannte gleichzeitig auch die unverbindliche Preisempfehlung für den US-Markt. Demnach wird der neue Prozessor für den AM5-Sockel mit 899 US-Dollar zuzüglich Mehrwertsteuer zu Buche schlagen. Für Europa nannte der Hersteller noch keinen konkreten Preis. Folgt man allerdings dem Muster bei bisherigen Produkten, so erscheint ein Verkaufspreis von rund 1.000 Euro inklusive Mehrwertsteuer als realistisch.

Dafür bekommen Käufer im Prinzip einen Ryzen 9 9950X3D, bei dem der Cache noch einmal erhöht wurde. Ausgestattet ist beim neuen Modell jedes CCD-Chiplet mit 32 MB L3-Cache, der noch einmal von 64 MB gestapeltem 3D V-Cache begleitet wird. Insgesamt liegt der L3-Cache damit bei 192 MB. AMD rechnet in den Marketingfolien noch 16 MB L2-Cache hinzu und kommt so auf eine Angabe von insgesamt 208 MB. Der direkte Vorgänger brachte es auf 128 MB L3-Cache und 16 MB L2-Cache.

 

 

 

AMD verspricht mehr Leistung

 

Die maximale Taktfrequenz sinkt derweil von 5,7 auf 5,6 GHz, ansonsten gibt es im Vergleich zum Ryzen 9 9950X3D keine Änderungen bei den Spezifikationen. Ob der zusätzliche Cache für eine Verbesserung sorgt, wird stark von der jeweiligen Anwendung abhängen. AMD richtet sich mit dem Prozessor spezielle an kreative Anwendungsbereiche wie Blender oder DaVinci Resolve. Außerdem soll es Vorteile bei Quellcode-Kompilierungen via Chromium oder Unreal Engine geben. Für Spieler werden ebenfalls höhere Bildraten in Aussicht gestellt, dies allerdings bisher noch ohne konkrete Benchmarks.

Neue Höchstmarken wird der frische Prozessor aber wohl beim Stromverbrauch erreichen. Zum Maximalverbrauch machte AMD zwar noch keine Angaben. Das Portal „Computerbase“ rechnet aber damit, dass es 230 Watt werden könnten, sofern AMD dies freigeben mag. Wer das gute Stück übertaktet, könnte das Netzteil freilich noch mehr herausfordern. Ob sich das alles auch lohnt, das werden erst unabhängige Tests zeigen, mit denen kurz vor Release zu rechnen ist.

Wichtig für Anleger ist vor allem, dass AMD einen neuen Top-Prozessor auf den Markt wirft. Der Vorgänger freute sich über große Beliebtheit und war stellenweise wochenlang ausverkauft. Das trieb auch die Preise in die Höhe. Erwartet werden dürfen recht üppige Margen. Das wird in den Bilanzen zwar nicht allzu sehr auffallen und das Geschäft mit KI-Chips steht weiter klar im Vordergrund. Es schadet aber nicht, wenn AMD auch bei Consumer-Chips ein wenig die Muskeln spielen lässt.

 

CPUs auf dem Vormarsch

 

Ohnehin wurde das CPU-Geschäft in den letzten Jahren etwas stiefmütterlich behandelt. Seit einer Weile zeichnet sich ab, dass die Nachfrage enormen Sprünge machen dürfte. Denn auch wenn in KI-Rechenzentren vor allem GPUs in rauen Mengen zum Einsatz kommen, so funktionieren die Systeme ohne CPUs nicht. Der rasante Ausbau neuer Standorte wird daher auch bei klassischen Prozessoren seine Spuren hinterlassen.

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeAMD befindet sich damit in einer potenziell sehr aussichtsreichen Position. Denn der Hersteller gilt bei CPUs als führend und holt bei GPUs gegenüber Nvidia zumindest auf. Spannend wird es im zweiten Halbjahr, wenn neue KI-Beschleuniger dem grünen Konkurrenten das Leben schwermachen sollen. An der Börse scheint es bis dahin eher ruhig zuzugehen. Die AMD-Aktie fand sich zuletzt in einem Seitwärtstrend wieder, der auch mit Aufschlägen von 4,6 Prozent am Mittwoch nicht verlassen werden konnte. Zu Handelsschluss standen 231,82 Dollar auf der Anzeigetafel.

 

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09.04.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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