AMD enthüllt Helios, bläst damit zum Angriff auf Nvidia und konnte bereits einen ersten namhaften Kunden vorstellen
Microsoft setzt auf AMD und beschert den Anlegern damit einen guten Tag
Den Markt um GPUs im Datacenter hat Nvidia noch immer fest im Griff. Laut einem Artikel von „Der Aktionär“ beläuft sich der Marktanteil auf schätzungsweise 95 Prozent. Doch Konkurrent AMD holt dieser Tage zum Angriff aus und Analysten trauen dem Hersteller einiges zu. Das Mittel der Wahl hört auf den Namen „Helios“.
Dahinter verbirgt sich eine Plattform, welche GPUs aus der Reihe Instinct 455X mit EPYC-Prozessoren auf Zen-6-Basis kombiniert. Via Pressemitteilung stellte AMD (US0079031078) das Ganze nun etwas genauer vor. Viel interessanter als technische Details war für die Börsianer allerdings, dass bereits der erste wichtige Kunde gefunden werden konnte.
Der Software-Gigant Microsoft ließ wissen, seine Cloud-Infrastruktur mit AMD-Hardware stärken zu wollen. Die eigenen Kunden sollen dadurch weitere Vorteile bei Leistung, Auswahl und Skalierbarkeit erhalten. Konkrete Zahlen wurden zwar nicht genannt. Doch ist es im Segment mittlerweile üblich, dass Deals sich im Milliardenbereich bewegen. Womöglich ist es für AMD auch nur der Anfang.
Gewaltiges Potenzial für AMD
Gerüchten zufolge stehen auch andere namhafte Tech-Giganten bei AMD bereits Schlange. Zu den möglichen Interessenten sollen auch OpenAI und Meta zählen. Es fällt nicht schwer, entsprechenden Spekulationen Glauben zu schenken. Denn zum einen muss sich AMD in Sachen Leistung nicht hinter Nvidia verstecken und zum anderen ist KI-Hardware momentan derart gefragt, dass so ziemlich alles gekauft wird, was irgendwie verfügbar ist.
Ein großes Fragezeichen bleibt bei der Software, wo Nvidia weiterhin klar im Vorteil ist. Gelingt es AMD allerdings, auch in diesem Bereich Boden gutzumachen, so wären Marktanteile im zweistelligen Bereich in Zukunft absolut im Bereich des Möglichen. Bei einem derart gigantischen Markt würde genau das ausreichen, um dem Chiphersteller manchen neuen Rekord bei den Bilanzen zu gönnen. Die Aussichten sind also ausgesprochen sonnig, wenngleich noch der eine oder andere Stolperstein verbleibt.
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22.07.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

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