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Mit Meta angelt sich AMD den nächsten Großkunden und Aussichten auf etliche Milliarden an Umsatz erlauben der Aktie einen Satz nach oben

AMD kann mit neuen Chips offenbar überzeugen

NTG24 - Mit Meta angelt sich AMD den nächsten Großkunden und Aussichten auf etliche Milliarden an Umsatz erlauben der Aktie einen Satz nach oben

 

Noch ist die neue Generation von KI-Chips, mit der AMD zum Großangriff auf Nvidia zu blasen gedenkt, noch nicht erhältlich. Doch das Interesse der Kundschaft ist offenbar bereits vorhanen. AMD mausert sich im Segment immer mehr. Bereits im Herbst konnte der Chiphersteller eine Kooperation mit dem ChatGPT-Entwickler OpenAI verkünden.

Nun informierte man über den nächsten bedeutenden Deal. Die Facebook-Mutter Meta kauf im großen Stil bei AMD (US0079031078) ein. Die bestehende Partnerschaft soll deutlich ausgebaut werden. Gefragt seien Prozessoren mit einer Leistung von insgesamt sechs Gigawatt, ließ AMD-Chefin Lisa Su wissen. Das entspricht der Stromproduktion von mehreren Atomkraftwerken. Die Chips sollen dabei nicht von der Stange kommen, sondern auf Basis von MI450 speziell an die Bedürfnisse von Meta angepasst werden.

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Der Kunde lässt sich das einiges kosten. Das Volumen der Vereinbarung soll im Laufe der nächsten fünf Jahre bei bis zu 60 Milliarden US-Dollar liegen. Darüber hinaus gönnt AMD Meta auch Optionen zum Kauf von Aktien. Der Internet-Gigant könnte dadurch bis zu zehn Prozent der ausstehenden Anteile einsammeln und zu einem Großaktionär avancieren. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass der Aktienkurs sich noch deutlich verbessern wird.

 

AMD im Freudentaumel

 

Die Grundlage dafür legten die Anleger im Handel am Dienstag bereits. Die neuen Aufträge wurden am Dienstag mit einem Kursplus von 8,8 Prozent gefeiert; der Aktienkurs legte bis auf 213,84 Dollar zu. Zeitweise waren sogar zweistellige Kursgewinne zu sehen. Das kommt nicht überraschend. An den technologischen Fähigkeiten von AMD zweifelt ohnehin kaum jemand. Die große Frage war bisher lediglich, ob für neue Chips auch Kunden gefunden werden können.

Darauf scheint AMD eine treffende Antwort gefunden zu haben. Bei dem mit Meta geschlossenen Deal spielen auch nicht nur KI-Beschleuniger eine Rolle. Ebenfalls den Besitzer wechseln sollen Server-Prozessoren, bei denen AMD derzeit führend ist. Meta soll nun zu den ersten Kunden der kommenden Epyc-Generation zählen. Auch in diesem Segment muss man sich um die Nachfrage in näherer Zukunft also wohl keine Sorgen machen. Der Boom scheint nach wie vor sehr lebendig zu sein.

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Letzteres ist es wohl auch, was der maßgebliche Faktor für neue Verträge von AMD ist. Denn es ist nicht so, als würde der Konzern von einer merklichen Schwäche der Konkurrenz profitieren. Auch Nvidia verkauft munter Chips und schloss unlängst ebenfalls eine weitreichende Partnerschaft mit Meta. Dort wiederum scheint man aber schlicht gar nicht genug Hardware zu bekommen und kauft mehr oder minder alles zu, was sich nur irgendwie in die Finger bekommen lässt.

 

Eine neue Ära für AMD?

 

Nüchtern festhalten lässt sich, dass AMD sich historische Aufträge holt und Meta schlagartig zu einem der größten Kunden des Unternehmens aufsteigt. Technologische Fortschritte treiben den Chiphersteller immer mehr in den Vordergrund und ein Ende dieser Entwicklung ist aktuell nicht abzusehen. Solange der Hype im KI-Segment weiterhin Bestand hat, kommen die Kunden mehr oder minder von alleine. Wie lange es bei dieser Ausgangslage bleiben mag, ist derweil eine Frage für sich.

In anderen Bereichen sind die Aussichten von AMD derzeit nicht mehr ganz so rosig. Im Consumer-Segment bekommt das Unternehmen eine teils rückläufige Nachfrage zu spüren. Enorme Anstiege bei Speicherpreisen dürften das Interesse an Upgrades im laufenden Jahr nicht eben antreiben. Das ist momentan kein Problem für die Aktie, da das Geschäft mit Consumer-Hardware in den Augen der Börsianer schlicht keine tragende Rolle mehr spiel. Ob es auch ewig bei dieser Ausgangslage bleiben wird, ist aber beileibe nicht sicher.

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25.02.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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