Alphabet holt bei den Marktanteilen von generativen KI-Chatbots rasant auf und die Aktie bewegt sich auf neue Rekorde zu
Gemini von Alphabet luchst ChatGPT immer mehr Marktanteile ab
Vom ursprünglichen Erfolg von ChatGPT wurde Google noch überrascht. Es dauerte ein wenig, bis darauf eine Antwort gefunden werden konnte. Unvergessen ist die erste Vorstellung des eigenen Chatbots Gemini, welche eher für Gelächter denn Begeisterung sorgte. Doch mit der Zeit hat sich das Ganze gemausert und vor allem in der jüngeren Vergangenheit für viel Aufsehen gesorgt.
Mittlerweile hat Google bei KI-Chatbots nicht nur aufgeholt, sondern gilt in mancher Hinsicht sogar bereits als überlegen. Insbesondere Gemini 3 konnte Fachleute und auch die Nutzer überzeugen. Außerdem wird dem Bildgenerator Nano Banana nachgesagt, bessere Ergebnisse als viele Konkurrenten abzuliefern. Die Erfolge auf technologischer Seite machen sich nun auch verstärkt bei den Marktanteilen bemerkbar, was seinerseits dem Aktienkurs des Mutterkonzerns Alphabet (US02079K3059) weiter auf die Sprünge hilft.
Laut jüngsten Erhebungen von „SimilarWeb“ bleibt ChatGPT zwar der Platzhirsch bei generativen KI-Chatbots. Die Marktanteile sind aber in den letzten Monaten heftig zusammengeschrumpft. Vor einem Jahr waren es demnach noch 77,43 Prozent. Heute sind daraus noch 56,72 Prozent geworden. Profitieren konnte davon Google Gemini, welches seinen Marktanteil in derselben Zeit von sechs auf 25,46 Prozent ausbauen konnte. Insgesamt ist der Markt weiterhin rasant gewachsen, sodass OpenAI trotz niedriger Marktanteile in absoluten Nutzerzahlen zulegen konnte. Das unterstreicht umso mehr, wie rasant Alphabet wachsen konnte.
Alphabet: Vorsprung durch Technologie?
Was genau die Nutzer zu Gemini treiben mag, darauf geht SimilarWeb nicht weiter ein. Zu vermuten steht aber, dass einerseits Fortschritte bei der Technologie sich herumsprechen. Darüber hinaus dürfte die enge Verzahnung von immer mehr Google-Diensten eine tragende Rolle spielen. Der Konzern profitiert dabei klar vom eigenen Betriebssystem Android, das weltweit auf mehr als drei Milliarden Geräten läuft. Den Nutzern wird es immer einfacher gemacht, Gemini direkt aus diversen Google-Apps heraus zu verwenden.
Auch andere Player konnten sich verbessern, konkurrieren aber eher nicht um den Massenmarkt. Claude von Anthropic etwa belegt mit einem Marktanteile von 6,02 Prozent recht abgeschlagen den dritten Platz im Ranking. Beliebt ist das Modell bei Enthusiasten und Entwicklern. Die Code-Generierung von Claude gilt jener von Gemini und ChatGPT gegenüber als überlegen. Außerdem nutzen Unternehmen immer häufiger die KI-Agenten von Anthropic. Der durchschnittliche Anwender hingegen scheint anderswo sein Glück zu finden.
Heftig Federn lassen musste Grok von xAI, dessen Marktanteile von 7,03 auf 3,44 Prozent fielen. Microsofts Copilot fristet mit 1,99 Prozent Marktanteil weiterhin ein Schattendasein. Es zeichnet sich momentan also ein Zweikampf um die Marktführerschaft ab. OpenAI hat derzeit noch einen ordentlichen Vorsprung, der aber immer schneller dahinzuschmelzen scheint. Noch dazu arbeitet das Unternehmen hochdefizitär, während Alphabet im vergangenen Jahr munter Rekordgewinne schreiben konnte.
Nur eine Frage der Zeit?
Sollte die Entwicklung der vergangenen zwölf Monate sich im bisherigen Tempo fortsetzen, so dürfte Alphabet bei generativen KI-Chatbots in nicht allzu ferner Zukunft ernsthaft um die Marktführerschaft konkurrieren. Das ist den Anlegern freilich nicht entgangen, welche die Aktie nach einer Korrektur im März zuletzt wieder in Richtung Norden beförderten. 339,40 US-Dollar standen zu Handelsschluss am Freitag auf dem Ticker. Das Rekordhoch bei 350,15 Dollar rückt damit wieder in greifbare Nähe.
Google glänz im KI-Segment nicht nur mit den Ergebnissen von Gemini, sondern auch mit einer einzigartigen Infrastruktur. Statt die üppigen Margen von Nvidia zu zahlen, nutzt der Konzern zu weiten Teilen eigene Tensor-Chips, die bei der Inferenz auch einen hervorragenden Job zu machen scheinen. Das könnte sich in Zukunft noch sehr viel stärker auszahlen. Andere Konzerne wie Microsoft und Meta arbeiten zwar ebenfalls an eigener Hardware, laufen Alphabet in dieser Hinsicht aber noch etwas hinterher.
Alphabet Inc. Klasse A -Aktie: Kaufen oder verkaufen?
Die neuesten Alphabet Inc. Klasse A -Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Alphabet Inc. Klasse A -Aktionäre. Lohnt sich aktuell ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen?
Konkrete Empfehlungen zu Alphabet Inc. Klasse A - hier weiterlesen...
20.04.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Auf Twitter teilen Auf Facebook teilen
Informiert bleiben - Wenn Sie bei weiteren Nachrichten und Analysen zu einem in diesem Artikel genannten Wert oder Unternehmen informiert werden möchten, können Sie unsere kostenfreie Aktien-Watchlist nutzen.
Folgende Artikel könnten Sie auch interessieren
Ihre Bewertung, Kommentar oder Frage an den Redakteur
Haftungsausschluss - Die EMH News AG übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit der Empfehlungen sowie für Produktbeschreibungen, Preisangaben, Druckfehler und technische Änderungen. (Ausführlicher Disclaimer)







21.04.2026
26.03.2026
23.03.2026
16.03.2026