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Kursverfall bei Tesla hält an, TUI in der Kritik, Nel ASA auf altbekanntem Niveau und Valneva lässt schon wieder nach

Hier lässt die Wende noch auf sich warten

NTG24 - Kursverfall bei Tesla hält an, TUI in der Kritik, Nel ASA auf altbekanntem Niveau und Valneva lässt schon wieder nach

 

Mit großer Freude stellten die Börsianer zum Beginn der neuen Woche fest, dass die Lage an den Märkten sich wieder etwas zu entspannen schein. Meldungen über mögliche Lockerungen bei den US-Sanktionen gegen China ließen wieder mehr Optimismus zu und so ging es bei vielen Aktien endlich wieder in Richtung Norden. Allerdings konnte längst nicht jeder von der etwas besseren Stimmung profitieren.

Zu den Verlierern des Tages gehörte die Aktie von Tesla (US88160R1014), die sich im Kurs seit den Höchstständen jenseits der 1.000 Euro mittlerweile schon fast halbiert hat. Nach Abschlägen von 1,26 Prozen standen gestern bei Handelsschluss nur noch überschaubare 626 Euro auf dem Ticker. Das gefällt den Aktionären natürlich so überhaupt nicht.

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Werbebanner WikifolioVon jenen werden nun Forderungen nach einem Aktienrückkaufprogramm laut, mit dem die Kurse wieder gestützt werden sollen. Unterstützt wird das Ganze auch vom größten privaten Aktionär in Form des Milliardärs Leo Koguan, wie „teslamag.de“ berichtet. Dem gegenüber stehen aber auch kritische Stimmen, die eher weitere Investitionen für sinnvoll halten. Tesla selbst äußerte sich zu den Forderungen bisher nicht.

 

Leichen im Keller

 

Wenn der Satiriker Jan Böhmermann in seiner Sendung „ZDF Magazin Royale“ einem Unternehmen einen kompletten Beitrag widmet, sind das selten gute Nachrichten. Am Wochenende arbeitete er sich nun an TUI (DE000TUAG000) ab und geizte dabei nicht mit Kritik am Unternehmen, die teilweise sehr weit in die Vergangenheit reicht. Unter anderem kamen Verbindungen zu russischen Oligarchen sowie die Bedeutung des Reisekonzerns bei Abschiebungen zur Sprache.

Neu war das alles nicht, allerdings unterhaltsam und leicht verständlich aufbereitet. Durchaus denkbar, dass mancher Anleger hier für sich persönlich neue Erkenntnisse mitgenommen und daraus im gestrigen Handel die Konsequenzen gezogen hat. Zumindest wäre das eine Erklärung dafür, warum die TUI-Aktie in einem eigentlich freundlichen Marktumfeld um satte 3,8 Prozent auf 2,30 Euro abwertete. Der Abwärtstrend wird damit ein weiteres Mal bestätigt.

 

Warten auf den Durchbruch

 

Recht erfolgreich verlief der Tag da schon eher für Nel ASA (NO0010081235), wo der Aktienkurs sich um respektable 3,9 Prozent verbessern konnte. So richtig nachhaltige Signale sendeten die Bullen damit allerdings nicht aus. Stattdessen gelang es ihnen lediglich, die Verluste vom Freitag weitgehend auszugleichen und Nel damit an der Börse einigermaßen auf Kurs zu halten. In den aktuellen Zeiten ist aber schon das durchaus eine erfreuliche Entwicklung.

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Auf den großen Turnaround nach einem längeren und recht steilen Abwärtstrend werden die Anteilseigner aber wohl noch etwas länger warten müssen. Erste Anzeichen in diese Richtung könnte es bei einem Überschreiten von 1,40 Euro geben. Charttechnisch bleibt es aber bei allem unter 1,60 Euro erst einmal beim Abwärtstrend und erst oberhalb von 1,80 Euro muss darüber nachgedacht werden, den Sekt schon einmal kalt zu stellen. Der Schlusskurs von 1,36 Euro ist damit von einer Katastrophe für den Moment weit entfernt. Er gibt Anlegern aber auch keinerlei Grund, um schon spontan in Luftsprünge auszubrechen.

 

Man wird ja noch träumen dürfen

 

Mächtig Gegenwind gab es wieder einmal für Valneva (FR0004056851). Erst kürzlich sorgte das französische Unternehmen wieder für neue Hoffnung, nachdem die EMA den Zulassungsantrag für den Corona-Totimpfstoff VLA2001 akzeptierte. Das schürte Hoffnungen, dass eine Zulassung noch bis Mitte Juni und damit vor Ablauf einer Frist rund um Lieferverträge mit der EU kommen könnte.

Eben diese Hoffnungen scheinen sich derzeit aber in Luft aufzulösen, denn tatsächlich ist es einigermaßen wahrscheinlich, dass die Arzneimittelbehörde sich noch etwas länger Zeit lassen wird. Schließlich hatte man es auch bisher kaum eilig, dem Vakzin von Valneva eine Zulassung zu erteilen. Damit droht weiterhin das Platzen des wichtigen Liefervertrags und eben diese nagende Ungewissheit führte am Montag mit zu schmerzlichen Kursverlusten. Um 4,5 Prozent wertete Valneva letztlich ab und landete dadurch wieder bei 11,36 Euro. Immerhin noch ein gutes Stück über den Tiefstständen aus der Vorwoche – das ist dann aber auch schon so ziemlich das einzig positive Merkmal am aktuellen Kursstand.

 

Nur nicht zu sicher fühlen

 

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Werbebanner ISIN-WatchlistErholsame Tage sind in diesem Jahr zu einer Seltenheit an den Börsen geworden, weshalb solche umso mehr Beachtung finden und immer schnell über einen möglichen Turnaround spekuliert wird. Für den Moment ist von einem solchen aber noch nicht auszugehen, das zeigen die hier genannten Titel recht ansehnlich. Die für den Bärenmarkt verantwortlichen Gründe sind nicht einfach verschwunden und sie werden die Börsianer wohl noch eine ganze Weile lang beschäftigen. Schnelle Korrekturen sind dadurch zwar noch nicht in Stein gemeißelt – mit solchen rechnen sollten Anleger in der aktuellen Lage aber immer.

 

24.05.2022 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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