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Für neue Rechenzentren und alles drumherum greift Amazon tief in die Tasche

Die Bedenken der Anleger scheinen Amazon nicht zu scheren

NTG24 - Für neue Rechenzentren und alles drumherum greift Amazon tief in die Tasche

 

In einer Atmosphäre, in der gigantische Ausgaben für KI-Rechenzentren an den Börsen zunehmend skeptisch betrachtet werden, kündigte Amazon nun das nächste Projekt der Superlative an. Satte zwölf Milliarden US-Dollar sind für einen Standort in Louisiana vorgesehen. Dabei berücksichtigt der Konzern immerhin Vorbehalte der lokalen Bevölkerung, scheint sich für die Bedenken der Anleger aber nicht weiter zu interessieren.

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Werbebanner Zürcher Börsenbriefe Special 4 kleinDer massive Ausbau von KI-Rechenzentren führt immer häufiger zu sorgen um die örtliche Strom- und Wasserversorgung. Dem begegnet Amazon (US0231351067) in Louisiana mit Zusagen für einen 400 Millionen Dollar schweren Fonds zum Ausbau der Infrastruktur. Darüber hinaus will der Internet-Gigant eng mit dem Energieversorger Southwestern Electric Power Company zusammenarbeiten und sämtliche Kosten für frische Projekte übernehmen.

Insgesamt sollen die Investitionen sich auf zwölf Milliarden Dollar belaufen. Ob jene Teils des bereits angekündigten Investitionspakets in Höhe von 200 Milliarden Dollar im laufenden Jahr sind, darüber äußerte sich Amazon bislang nicht. Die Börse blickt aber so oder so skeptisch auf entsprechende Vorhaben. Denn der Beweis dafür, dass KI-Rechenzentren sich eines Tages rechnen werden, steht bislang noch aus.

 

 

 

Die Amazon-Aktie reagierte am Montag auf die Meldung mit weiteren Abwertungen. Schon seit einer Weile ist die Kauflaune bei dem Titel verschwunden. Nun ging es um weitere 2,3 Prozent bis auf 205,27 Dollar in die Tiefe und der Abstand zum Allzeit-Hoch bei 258 Dollar vergrößert sich. Seit Jahresbeginn hat die Amazon-Aktie bereits um gute elf Prozent an Wert verloren.

 

Amazon macht einfach weiter

 

Die Sturheit von Amazon ist ein Stück weit bewundernswert. Von latenten Zweifeln lässt der Digitalkonzern sich nicht beunruhigen und es wird mit aller Kraft weiter in das KI-Thema investiert. Das könnte sich auszahlen, da letztlich mit anderen Giganten wie Google um die Vormachtstellung in einem schnell wachsenden Segment gekämpft wird. Die Zweifel der Anleger bleiben aber erst einmal bestehen, solange Gewinne nicht ebenso schnell anziehen wie die Ausgaben für KI.

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24.02.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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