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Amazon profitiert von der anhaltend hohen Nachfrage nach KI-Infrastruktur und meldet sehr erfreuliche Zahlen für das zweite Quartal

Die Käufer trauen sich bei Amazon wieder aus der Deckung

NTG24 - Amazon profitiert von der anhaltend hohen Nachfrage nach KI-Infrastruktur und meldet sehr erfreuliche Zahlen für das zweite Quartal

 

Der KI-Sektor wurde in letzter Zeit von einiger Skepsis um das weitere Wachstumspotenzial begleitet. Für Erleichterung sorgte Microsoft mit den jüngsten Quartalszahlen, was der Aktie von Amazon bereits Rückenwind verlieh. Am Donnerstag nach Börsenschluss öffnete der Internet-Gigant nun auch selbst seine Bücher und erlaubte sich dabei keinerlei Blöße. Der KI-Boom macht sich weiterhin deutlich bemerkbar.

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Amazon (US0231351067) feierte im zweiten Quartal einige Erfolge und meldete besonders im Cloud-Computing-Geschäft ein sich beschleunigendes Wachstum. Gefragt sind die Dienste von Amazon Web Services (AWS) zu wesentlichen Teilen aufgrund des steigenden Bedarfs an Rechenkapazitäten für KI-Anwendungen. Gemeldet wurde ein um 37 Prozent auf 42,2 Milliarden US-Dollar gestiegener Umsatz im Segment. Amazon gelingt damit der höchste Aufschlag seit Jahren. Erfreut zeigten sich die Aktionäre auch davon, dass Amazon über eine zunehmende Dynamik beim Geschäft mit eigenen KI-Chips sowie KI-Diensten berichtete.

 

 

 

Auch eine Beteiligung an Anthropic zahlte sich im vergangenen Jahr aus und hübschte die Zahlen von Amazon merklich auf. Unter dem Strich meldete das Unternehmen einen Nettoumsatz von 200,6 Milliarden US-Dollar und damit rund 20 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Das operative Ergebnis kletterte um 43 Prozent auf 27,5 Milliarden Dollar und beim Nettogewinn wurden satte 62,6 Milliarden Dollar gemeldet, was 5,75 Dollar je Aktie entspricht. Die Erwartungen der Wall Street übertrifft Amazon damit recht deutlich.

 

Amazon investiert weiter

 

Einen Haken hat der steile Aufwärtskurs von Amazon allerdings weiterhin. Investiert wird munter in den Ausbau von KI-Infrastruktur, was sich als ein teures Unterfangen erweist. Allein die Ausgaben für Sachanlagen stiegen um 66,1 Milliarden Dollar und ein Ende scheint nicht in Sicht zu sein. Die hohen Investitionen sorgten letztlich dafür, dass der freie Cashflow von Amazon ins Minus drehte. In der Bilanz steht an dieser Stelle ein Fehlbetrag von 7,6 Milliarden Dollar.

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Dank guter Ergebnisse können die Anleger das für den Moment verkraften. Manchen Zweifel konnte Amazon erst einmal aus der Welt schaffen und damit dem Aktienkurs zu Rückenwind verhelfen. Nachdem es gestern im regulären Handel bereits um 3,9 Prozent auf 235,50 Dollar aufwärts ging, legte die Amazon-Aktie nachbörslich um weitere zehn Prozent zu. Es deutet sich ein kleines Comeback an, nachdem der Titel nun schon seit Anfang Juni tendenziell eher mit Verkaufsdruck zu kämpfen hatte.

Wie lange die Stimmung von den guten Ergebnissen getragen werden mag, bleibt allerdings offen. Mittelfristig wird es Amazon gelingen müssen, die immer höheren Investitionen in KI-Infrastruktur auch in rasant steigende Gewinne umzumünzen. Im letzten Quartal mag dieses Kunststück weitgehend geglückt sein. In der Zukunft warten jedoch noch immer einige Herausforderungen. Nicht wenige Experten sind weiterhin skeptisch bei der Frage danach, ob die immer höheren Ausgaben im KI-Segment sich auf Dauer überhaupt rechnen können.

 

Erleichterung

 

Noch ist der KI-Boom offensichtlich nicht am Ende, so oft auch über ein Platzen einer möglichen Blase geredet wird. Amazon selbst lieferte einige Belege dafür, dass sich an der Nachfrage wenig bis gar nichts geändert hat. Das gilt letztlich aber vor allem für die Hyperscaler und deren Ausbauvorhaben. Bei der Nutzerbasis hingegen, deren Bedeutung gerade für Amazon nicht zu unterschätzen ist, sind weiterhin Vorbehalte gegenüber immer neuen KI-Funktionen zu verspüren.

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Werbebanner EMH PM Trade Wohl auch deshalb notiert die Amazon-Aktie nun zwar wieder höher, aber noch nicht direkt auf Rekordniveau. Es bleiben einige offene Fragen und die starke Konzentration auf den KI-Sektor könnte sich in Zukunft weiterhin als eine potenzielle Bedrohung für die Aktie erweisen. Der Teufel soll an dieser Stelle nicht an die Wand gemalt werden und die beeindruckenden Ergebnisse von Amazon auch nicht unter Wert verkauft werden. Eine gesunde Portion Skepsis ist im Umgang mit der Aktie aber nicht verkehrt.

 

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31.07.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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